Die Schuhbänder offen lassen

11. Dezember 2011, 17:23
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Warum das manchmal eine praktische Angelegenheit sein kann

Wir wollen uns heute mit einem Thema beschäftigen, das vielleicht etwas weit hergeholt erscheint, all jenen, die zu Hause Teenager sitzen haben, aber bekannt vorkommen dürfte: Es sind dies offene Schuhbänder. Aus verschiedenen Schulen dieses Landes kamen in der Vergangenheit Anfragen besorgter Eltern, die sich fragten, wie sie die Verweigerungshaltung ihres Nachwuchses bezüglich gebundener Schuhbänder brechen könnten.

Betroffen sind im besonderen Burschen, die sich schlichtweg zu cool fühlen, sich die Schuhbänder zu binden, aber noch nicht so alt sind zu begreifen, dass es mit offenen halt auch schwer geht. Außer man zieht die Horizontale, sprich das Auf-die-Goschn-Fallen, der Vertikalen vor.

Probleme fest im Griff

Den Eltern sei an dieser Stelle ausgerichtet, dass ihre Sorgen unbegründet sind. Wie dies des Öfteren vorkommt, hat der Nachwuchs nämlich alle theoretisch auftretenden Probleme fest im Griff. Sie ziehen zunächst die Schuhe an, ohne diese zu binden. Nun richten sie die Schuhbänder so ein, dass ihre Füße fest in den Schuhen stehen.

Sie gehen mit dem Fuß wieder aus dem Schuh heraus und binden die Schuhbänder unterhalb der Schuhzunge. Zu guter Letzt machen sie eine ganz normale Schuhschleife, jedoch als Doppelknoten. Das Ergebnis hat gleich zwei Vorteile: Die Schuhbänder bleiben unsichtbar, und das Schuhebinden bei jedem Anziehen der Schuhe kann man sich sparen. Wir sehen: Man kann von jungen Menschen durchaus etwas lernen. (Stephan Hilpold/Der Standard/rondo/09/12/2011)

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    Betroffen sind im besonderen Burschen, die sich schlichtweg zu cool fühlen, sich die Schuhbänder zu binden.

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