Fenchelpollen

12. November 2011, 16:56
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Das Produkt der Woche brauchen Bienen und Götter lieben es

Vom Blütenstaub weiß man, dass Bienen ihn brauchen und Götter ihn lieben. Also, die griechischen zumindest. Jetzt gibt es ihn auch für unsereins erdgebundene Kreaturen: Nachdem Hannes Pinterits sich zuerst den Blütenfäden widmete - jenen vom pannonischen Safran-Krokus -, hat der burgenländische Gewürzspezialist jetzt Pollen als Würzmittel entdeckt, konkret jene vom Fenchel. Die goldgelben Staubbeutel werden von Hand geerntet, getrocknet und gesiebt, sie entfalten ein Aromenspektrum, das in seiner animierenden und doch hintergründigen Fülle erstaunlich ist - und bei Köchen dementsprechend für Begeisterung sorgt.

Heinz Reitbauer bestäubt damit im Steirereck Huchenfilet, Max Stiegl vom Gut Purbach verwendet es zur Gansleberterrine mit Glasur aus höchstprozentiger Schokolade (90) als finalen Aromakick oder motzt eine Maronischnitte mit Rum-Quitten damit auf, was als Hinweis auf die vielfältige Einsetzbarkeit gelten darf. Pinterits bietet die Pollen sowohl vom Wildfenchel wie von der kultivierten Variante an, der Geschmack ist in beiden Fällen beeindruckend und eignet sich wunderbar, um Gerichten jenen gefinkelten Würzkick zu verpassen, von dem man als Esser nicht gleich draufkommt, wo der Koch das jetzt wieder her hat. (corti/Der Standard/rondo/11/11/2011)

  • Fenchelpollen, Dose à 6 g, € 12,80 bei Babette's, Am Hof 13, 1010 Wien
    foto: der standard

    Fenchelpollen, Dose à 6 g, € 12,80 bei Babette's, Am Hof 13, 1010 Wien

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