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Die Weinlese 2011 ist im Großen und Ganzen erledigt.
Die Weinlese 2011 ist im Großen und Ganzen erledigt. Der Jahrgang ist dazu angetan, den hiesigen Weinbauern ein breites Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Claus Preisinger erzählt von "im Kreis lachenden Winzern" in Gols und Umgebung, Herbert Zillinger in Ebenthal im Weinviertel beschreibt die Freude, "von einer glücklichen Lese berichten zu dürfen". Und am Weingut Winkler-Hermaden in Kapfenstein in der Südoststeiermark schwärmt man vom "Bilderbuchherbst" zur Lesezeit und den reifen, gesunden Trauben.
Nach dem Annus horribilis 2010, in dem die Witterung den Winzern aber auch gar nichts ersparte, hat sich 2011 ordentlich angestrengt: von der frühen Blüte über einen durchwachsenen, aber tendenziell trockenen Sommer bis zum Herbst, der diesen wunderprächtigen Altweibersommer bescherte mit ab und an Regen, als er tatsächlich gebraucht wurde, und den so wichtigen kühlen Nächten. Das mit dem Lachen gilt übrigens ausnahmsweise für gesamt Wein-Österreich, während es im Normalfall immer regional Begünstigte gibt - wie die Steiermark 2008.
Wunderjahrgänge
Natürlich muss man auch mit potenziellen Wunderjahrgängen umgehen können, die es einem Winzer zwar leichter machen, gut zu arbeiten, in denen Wein aber trotzdem nicht von allein entsteht. Beim diesjährigen trockenen Wetter traten einige Krankheiten auch gar nicht erst auf. In manchen Ecken wurden Wespen zur Plage, die Beeren anstechen, aussaugen und dabei ihre Bakterien "einlagern". In ein paar Gebieten hagelte es grausam, etwa rund um Neckenmarkt im Juni oder in der Südoststeiermark zu Septemberbeginn. Generell entscheidend war, durch gefühlvolle Laubarbeit und feine Ertragsjustierungen die Säure zu erhalten, die in warmen Jahrgängen einfach niedriger ausfällt, sodass die Weine balanciert und nicht üppig ausfallen.
Eine schlechte Nachricht gibt es noch für all jene, die es nicht erwarten können und bereits ab sofort mit dem Besten und Aktuellsten versorgt werden wollen: Trotz heftigster Bemühungen ist es wieder nicht gelungen, die Jahrgänge 2012 und 2013 vorzuziehen und gleich mit einzuholen. Bis die fertig sind, wird man sich wohl oder übel mit "älteren" Jahrgängen über Wasser halten müssen. Und wie gut 2011 nun tatsächlich war, werden wir auch erst in zehn Jahren ganz genau wissen. (Luzia Schrampf/Der Standard/rondo/04/11/2011)
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Wer diese Berichte über längere Zeit verfolgt, wird merken, dass jeder Jahrgang ziemlich gut war. Man wäre auch blöd zu behaupten, dass der letzte Sommer nix konnte. 2011 will ja verkauft werden. Die Wahrheit liegt im Rebensaft selbst.
2010 hat sehr gute weine hervorgebracht und vor allem gezeigt, wer in schwierigen jahren zu guten oder sehr guten weinen imstande ist.
die weine sind eher leichter, die alkoholgehalte seher niedrig, was auf die im sinne gesunder trauben tendenziell frühe lesezeit zurückzuführen ist. der jahrgang ist fruchtbetont, aber keineswegs unterdurchschnittlich.
schlecht war das jahr quantitativ.
net böse sein, aber zu behaupten, dass einer, der 2010 keinen guten wein hatte, keinen guten wein machen kann, ist wirklich lächerlich. hier in der thermenregion hat keiner einen guten wein zusammengebracht, und dabei sind viele hier wirklich gute winzer.
jetzt ist die thermenregion aber halt nicht besonders repräsentativ. abgesehen davon hatte alphart eine relativ gute serie, biegler ebenso, der traminer von schellmann ist großartig und thallern legte auch ein paar gute sachen hin. 2010 gabs ungefähr genauso viele grandiose weine wie auch sonst, aber eben viel mehr mittelmaß. 2010 gings primär darum, mit der säure klar zu kommen. jene, die hysterisch entsäuert haben, haben mist gebaut. jene, die mit säure umgehen können, haben tolle weine zustande gebracht, an denen wir noch in 15 jahren spaß haben werden.
Meine Verzweiflung kennt keine Grenzen, darum poste ich einfach unter diesem Artikel.
Als neugeborener Whiskyfan suche ich verzweifelt nach Informationen über diese Gabe der Götter. Wäre es vermessen, einen von Kompetenz und Hingabe geleiteten Bericht über dieses Qualitätsprodukt aus fernen Ländern in heimischen Medien anzuregen?
Um wohlwollende Erwägung bittend, verbleibe ich
mit freundlichen grüßen
rowdy
Stimmt... das Leben kann so hart sein :-)
Meiner Meinung nach ist das ein ausgezeichnetes Buch, wenn nicht DAS Standardwerk:
http://www.amazon.de/Deutschla... 159&sr=1-9
Gibts eigentlich Indoor-Wein? Beim Wein sind Temperaturen und Wetter ja so wichtig dass man auf die Idee kommen könnte ihn im Glashaus anzubauen, mit statistisch ermittelten "perfekten" Bedingungen... den abgefüllten Wein lagert man ja auch mit elektronischer Perfektion, warum nicht auch den Anbau so durchführen ;-)
der ertrag pro fläche ist bei wein so erbärmlich, dass eine künstliche bewirtschaftung absurd ist. außerdem sind weinstöcke tiefwurzler. gift wird kaum (vor der blüte) bis gar nicht gesprüht (ja, echt, hier in der gegend (thermenregion) sind sicherlich mehr als die hälfte biowinzer), was in einem glashaus etc. unmöglich ist.
das wichtigste hätte ich fast vergessen: mehrjährige pflanzen BRAUCHEN den winter, sonst gehen sie rasch ein.
man könnte ihnen ja trotzdem weinen winter gönnen - vielleicht einen kürzeren oder weniger strengen - folientunnel kann man ja auch öffnen.
es gibt olivenbäume die uralt sind OHNE winter.
und bio geht auch im glashaus, wobei ich wenig von biowein halte.
schon mal beobachtet wo olivenbäume wachsen, und wo die österreichischen rebsorten? schauen sie sich mal an welche weinsorten es dort gibt wo es keinen harten winter gibt. wollen sie österr. portwein im glashaus ziehen? super idee. olivenbäume brauchen übrigens genauso die ruhepausen des winters, nur frierts halt nicht bis selten.
und wozu der ganze aufwand? wie gesagt, der ertrag ist lächerlich pro m2. da ist jeder firlefanz rausgeschmissenes geld.
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