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Dieses salz-belgische Bier hat 9,8 Prozent Alkohol, ist mit seiner kräftigen Bernsteinfarbe deutlich dunkler als das stilprägende Referenzbier aus Westmalle.
Manchen Mengenangaben begegnet der passionierte Biertrinker mit berechtigter Skepsis. Wenn auf einem Bier "Doppelmalz" steht, dann weiß man, dass das eine - wenn auch legale - Täuschung der Verbraucher ist: "Doppelmalz" steht für ein dunkles Bier, das wohl als um vieles süßer empfunden wird, als ein Helles. Aber da ist nicht mehr Malz drin - oft sind überhaupt nur Zucker und Röstmalzbier für Geschmack und Farbe verantwortlich. Auch ein "Doppelbock" ist mit 18 Grad Stammwürze nicht doppelt so stark wie ein einfaches Bockbier, sondern typischerweise etwa um ein Fünftel stärker.
Und wie ist das mit einem "Triple"? Der Begriff verweist nicht auf dreifache Stärke - ebenso wenig wie das "Castlemaine XXXX" viermal so stark (oder gar so wohlschmeckend) wäre wie andere Biere. Aber ein bisschen etwas hat der Begriff Triple (oder flämisch "Tripel") schon mit der Qualität zu tun: Das klassische Beispiel für den Bierstil ist das Tripel aus der Trappistenabtei Westmalle. Dort hat Bruder Thomas, der Mönch, der damals Braumeister war, 1956 das starke goldgelbe Ale mit der Bezeichnung "Tripel" versehen. Er hat damit Triple beziehungsweise Tripel zum Gattungsbegriff gemacht, viele Brauereien haben es ihm nachgebraut.
Pale Ale Malt, Abbey Malt und CaraBelge
Im Mai 2011 hat das auch die Stiegl-Brauerei in Salzburg getan: Für das Magazin "Genuss.bier.pur" wurden in der kleinen Brauanlage von Stiegls Brauwelt vier Sude mit Pale Ale Malt, Abbey Malt und CaraBelge eingebraut, mit einer in der Wyeast-Hefebank hinterlegten belgischen Abteibierhefe vergoren, mit Kandiszucker aufgekräust und schließlich auf 3500 nummerierte Flaschen des "Triple Blond" gefüllt.
Dieses salz-belgische Bier hat 9,8 Prozent Alkohol, ist mit seiner kräftigen Bernsteinfarbe deutlich dunkler als das stilprägende Referenzbier aus Westmalle - steht aber mit seinem fruchtigen und ein wenig an Leder erinnernden Duft, bei dem leichte Gewürzaromen der Hefe durchklingen den belgischen Vertretern des Stils nicht nach. Der leicht süßliche Eindruck in der Nase setzt sich im vollmundigen Antrunk fort, ohne allzu aufdringlich zu werden. Überraschend ist, wie trocken der Nachtrunk wirkt: Obwohl das Bier noch relativ jung ist (die angegebene Haltbarkeit von fünf Jahren ist nur ein Richtwert) ist es schon sehr balanciert. Und mit neun Euro pro Flasche sein Geld wert. (Conrad Seidl/Der Standard/rondo/28/10/2011)
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Dieses sicherlich tolle Bier wird in 0,75 l Flaschen
angeboten. Eigentlich ist man gewohnt, dass eine
Flasche Bier für eine Person auf einmal zu konsumieren ist. Das geht in diesem Fall nicht, wenn man sich nicht gerade betrinken möchte. Darum wird der von der Alkoholstärke vergleichbare Urbock auch in 0,33l Flaschen verkauft.
Der Vergleich mit Wein hinkt insofern, weil man Bier
sofort konsumieren muss.
Man kann also diesen edlen Stoff nur in Gesellschaft trinken oder man muss sich betrinken. Und das finde ich eigentlich nicht ideal.
Ös größte Privatbrauerei Stiegl hebt sich schon wohltuend von den ö. Heineken-Töchtern ab. Sie forcieren alle vier regulären Biere(die von mir regelmäßig gekauften Goldbräu, Paracelsus-Zwickl und Weisse, sowie das Pils). Daneben gibt es neben dem Bock noch das Herbstbier(ein köstliches wiener Lager) als saisonale Spezialität.
Die Monatsbiere und die hier vorgestellten Triple-Ales
kompletieren dieses grandiose Angebot, und sind für das Image der Brauerei wohl recht wichtig. Preislich sind diese Spezialbiere aber inakzeptabel, weil ich davon ausgehe dass darin ein ca. 50%iger Bobo-Deppenzuschlag enthalten ist.
Also Durchschnittlichere Biere als die vier genannten gibts in Österreich kaum. Das Goldbräu ist DAS Bier für nicht-Bier-Trinker schlechthin, die Stiegl Weisse sieht nur gut aus und schmeckt nach Nichts mit Hefe (das Weizengold war mMn um Hausecken besser) über das Zwickl sag ich lieber nix (das hat der gute Paracelsus nicht verdient) ...
Die Massenbiere von Stiegl sind leider entbehrlich. Schön das Alternativen Angeboten werden - bei 9 Euro pro Flasche steig ich allerdings auch aus ^^
Limitierte Edition nur solange der Vorrat reicht!
Von der „GENUSS.bier.pur Edition 2011: Triple Blond“ von Stiegl wurden nur 3.500
0,75-Liter-Flaschen abgefüllt. Jede Flasche ist nummeriert und hält mindestens bis zum Jahr 2016. Die Bierspezialität ist in den Stiegl-Getränkeshops in Salzburg und Wien, im Stiegl-Braushop und im Online-Shop der Stiegl-Brauwelt www.braushop.at - solange der Vorrat reicht - erhältlich.
aber kosten würde ich sie trotzdem gerne wollen...
P.S.
Ich gehe davon aus, dass der durch die Produktionskosten gerechtfertigte Preis max. 4-5 Euro beträgt, und der Rest der Bobo-Deppenaufschlag ist.
Und genau DEN möchte ich nicht zahlen
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