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"Als wir das Wort 'Bunga-Bunga' sahen, klang es für uns wie ein magisches Wort", erklärte der Unternehmer, es stehe "für Lebensfreude und Jugend".
Heute schweift unser Blick in die Ferne, und zwar nach Italien. Das Land wird in unseren Breitengraden gemeinhin für seinen hervorragenden Geschmack geschätzt, auch wenn diese Eigenschaft in der vergangenen Zeit etwas gelitten hat. Das Gespür für die Stimulierung der Sinne ist den Italienern aber geblieben.
Mit einer besonders einfallsreichen Kreation sorgt jetzt der oberitalienische Unternehmer Carlo Pagani für Gerede: Er brachte "Bunga-Bunga"-Armbänder auf den Markt, schmale Plastikbänder in schreiend bunten Farben, die mit einem Aphrodisiakum parfümiert sind. "Als wir das Wort 'Bunga-Bunga' sahen, klang es für uns wie ein magisches Wort", erklärte der Unternehmer, es stehe "für Lebensfreude und Jugend".
Zu-schön-zu-jung-zu-intelligent-Briefpapier
Das ist natürlich ein hoher Wert, wie ja auch der Ministerpräsident des Landes schon des Öfteres bewiesen hat. Das parfümierte Armband ist der erste Teil der "'Bunga-Bunga'-Produktgruppe": Ketten, Schlüsselanhänger, Unterwäsche und Körperöle werden folgen.
Bald sollen die Produkte übrigens auch jenseits des Brenners erhältlich sein. Ob sie in Österreich auch so reißenden Absatz finden wie in Italien, darf allerdings bezweifelt werden. Hier empfiehlt sich eine Ausweitung des Geschäftsmodells: Vorstellen könnte man sich zum Beispiel ein Was-war-die-Leistung-Schmieröl. Es könnte bei jeder Tankstelle nach Einwurf einiger größerer Scheine erhältlich sein. Oder Hump-Dump-Hörgeräte. Sie könnten an Politiker rabattiert abgegeben werden.
Zum Renner könnte sich auch ein Zu-schön-zu-jung-zu-intelligent-Briefpapier entwickeln. Briefe schreiben, zumal Leserbriefe, ist hierzulande ja eine beliebte Tätigkeit. Österreicher verfügen nämlich nicht nur über Geschmack, sondern auch über Intelligenz. (Stephan Hilpold/Der Standard/rondo/28/10/2011)
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... danke, verzichte auf diese vorstellung und vor allem auf produkte die damit zusammenhaengen ;)
cheers
v.
"Als wir das Wort 'Bunga-Bunga' sahen, klang es für uns wie ein magisches Wort", erklärte der Unternehmer, es stehe "für Lebensfreude und Jugend".
Also bei Bunga Bunga muss ich zuallererst an Berlusconi denken. "Lebensfreude und Jugend"?
Ich denk da eher an "Korruption und Lustgreis".
Der im fortgeschrittenem Alter zum Bunga-Bunga-Kaiser gewordene Imperator Augustus hatte den armen Dichter in grausliche Verbannung geschickt, da er vermutete, durch Ovids schlüpfrigen Einfluß sei seine Tochter Julia zum Bunga-Bunga-Girl geworden; Julia ward auf eine einsame trostlose Insel verbannt, deren Name dem Kaiser verschwiegen werden musste.
Niemand hob beider Verbannung auf.
Es handelte sich um die unsittliche jüngere Julia, welche die ältere Tochter der unsittlichen Kaisertochter Julia war (vom Vater Augustus auf die Insel Pandataria bei Neapel verbannt, wo sie Kaiser Tiberius des Hungertodes sterben ließ), also um eine Enkeltochter des Kaisers Augustus, welche vom Opa Augustus im Jahre 8 u.Z., dem Verbannungsjahr auch des Dichters Ovid, auf die Insel Trimerus an der apulischen Küste verbannt worden ist, wo sie nach 20 Jahren starb, also rund 10 Jahre später als Ovid in Tomi.
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