In Italien gibt's jetzt "Bunga-Bunga"-Armbänder

30. Oktober 2011, 20:00
  • "Als wir das Wort 'Bunga-Bunga' sahen, klang es für uns wie ein 
magisches Wort", erklärte der Unternehmer, es stehe "für Lebensfreude 
und Jugend".
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    "Als wir das Wort 'Bunga-Bunga' sahen, klang es für uns wie ein magisches Wort", erklärte der Unternehmer, es stehe "für Lebensfreude und Jugend".

Warum das Geschäftsmodell auch in Österreich funktionieren könnte - Kolumne von Stephan Hilpold

Heute schweift unser Blick in die Ferne, und zwar nach Italien. Das Land wird in unseren Breitengraden gemeinhin für seinen hervorragenden Geschmack geschätzt, auch wenn diese Eigenschaft in der vergangenen Zeit etwas gelitten hat. Das Gespür für die Stimulierung der Sinne ist den Italienern aber geblieben.

Mit einer besonders einfallsreichen Kreation sorgt jetzt der oberitalienische Unternehmer Carlo Pagani für Gerede: Er brachte "Bunga-Bunga"-Armbänder auf den Markt, schmale Plastikbänder in schreiend bunten Farben, die mit einem Aphrodisiakum parfümiert sind. "Als wir das Wort 'Bunga-Bunga' sahen, klang es für uns wie ein magisches Wort", erklärte der Unternehmer, es stehe "für Lebensfreude und Jugend". 

Zu-schön-zu-jung-zu-intelligent-Briefpapier

Das ist natürlich ein hoher Wert, wie ja auch der Ministerpräsident des Landes schon des Öfteres bewiesen hat. Das parfümierte Armband ist der erste Teil der "'Bunga-Bunga'-Produktgruppe": Ketten, Schlüsselanhänger, Unterwäsche und Körperöle werden folgen. 

Bald sollen die Produkte übrigens auch jenseits des Brenners erhältlich sein. Ob sie in Österreich auch so reißenden Absatz finden wie in Italien, darf allerdings bezweifelt werden. Hier empfiehlt sich eine Ausweitung des Geschäftsmodells: Vorstellen könnte man sich zum Beispiel ein Was-war-die-Leistung-Schmieröl. Es könnte bei jeder Tankstelle nach Einwurf einiger größerer Scheine erhältlich sein. Oder Hump-Dump-Hörgeräte. Sie könnten an Politiker rabattiert abgegeben werden.

Zum Renner könnte sich auch ein Zu-schön-zu-jung-zu-intelligent-Briefpapier entwickeln. Briefe schreiben, zumal Leserbriefe, ist hierzulande ja eine beliebte Tätigkeit. Österreicher verfügen nämlich nicht nur über Geschmack, sondern auch über Intelligenz. (Stephan Hilpold/Der Standard/rondo/28/10/2011)

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Erlösens mich:
Schreibens nix mehr drauf ;-)

Hatten wir das nicht unlängst?
Hatte als Gegenvorschlag ein Stickstoffbad vorgeschlagen.

Haben Sie schon einmal ein Paar Frankfurter in ein Stickstoffbad gegeben, nach einiger Zeit herausgenommen und dann mit einem Hammer darauf geschlagen (auf harter Unterlage)?

Das nennt man dann wirklich steif.

Zuwenig!
Zersplittert wie Glas.

Glück und Glas - wie leicht bricht das.

Sicherheitsglück ist noch nicht erfunden worden.

Das nennt sich "Haushaltsversicherung"

Man/frau achte mehr auf safety als auf security!

„security is crime prevention while safety is accident prevention.”

Wirksame Unglücksprevention gibt es aber eigentlich keine!

Zuviel Final Destination gesehen?

Bin ein Gegner von Apokalypsen.

(Weiß aber nicht, ob dies als Antwort passend ist;-))

Als Apokalypse würde ich eher 2012 oder Ähnliches sehen.

Die haben sich total (um Größenordnungen) verrechnet.
Es weiß ja keiner nicht einmal annähernd, was eine Stunde, ein Tag, ein Monat oder ein Jahr ist, - also kein Wunder, dass alles falsch ist!

Seiens net so pingelig. Ich mein den Film.

Und ich hab vermeint, Sie sind vom Weltuntergang im nächsten Jahr überzeugt.;-)

Kennen sie die Final Destination Filme nicht?

Ist das noch ärger als Harry Potter?

Olivenöl zieht aber schwer in die Haut ein, das müssens dann wieder abschaben.

Nö sie kriegen nachher ein "Taferl" präsentiert auf dem steht "Wo woar da die Leistung?"

bei bunga bunga denke ich als allererstes an den ekeligen alten sack berlusconi der irgendwelche minderjaehrigen prostituierten vernascht...

... danke, verzichte auf diese vorstellung und vor allem auf produkte die damit zusammenhaengen ;)

cheers
v.

"Als wir das Wort 'Bunga-Bunga' sahen, klang es für uns wie ein magisches Wort", erklärte der Unternehmer, es stehe "für Lebensfreude und Jugend".

Also bei Bunga Bunga muss ich zuallererst an Berlusconi denken. "Lebensfreude und Jugend"?
Ich denk da eher an "Korruption und Lustgreis".

So gings mir auch.

prostitution, drogen, viagra,

jugend sicher nicht, korruption, menschenverachtung, nötigung, machtmißbrauch, mafiöse systeme, an das denke ich

Das ist sicher noch nicht vollständig ...

Lesen Sie lieber die Ars amandi von Publius Ovidius Naso aus Sulmo, am besten in einer lateinisch-deutschen Ausgabe!

Bunga-Bunga kann gefährliche Folgen haben:

Der im fortgeschrittenem Alter zum Bunga-Bunga-Kaiser gewordene Imperator Augustus hatte den armen Dichter in grausliche Verbannung geschickt, da er vermutete, durch Ovids schlüpfrigen Einfluß sei seine Tochter Julia zum Bunga-Bunga-Girl geworden; Julia ward auf eine einsame trostlose Insel verbannt, deren Name dem Kaiser verschwiegen werden musste.
Niemand hob beider Verbannung auf.

Post scriptum: Corrigendum

Es handelte sich um die unsittliche jüngere Julia, welche die ältere Tochter der unsittlichen Kaisertochter Julia war (vom Vater Augustus auf die Insel Pandataria bei Neapel verbannt, wo sie Kaiser Tiberius des Hungertodes sterben ließ), also um eine Enkeltochter des Kaisers Augustus, welche vom Opa Augustus im Jahre 8 u.Z., dem Verbannungsjahr auch des Dichters Ovid, auf die Insel Trimerus an der apulischen Küste verbannt worden ist, wo sie nach 20 Jahren starb, also rund 10 Jahre später als Ovid in Tomi.
Alles unklar?

alles unklar!

ist bunga bunga jetzt was gutes oder was schlechtes?

Verstößt gegen das 6. Gebot, das in katholischer Fassung wie folgt (aber falsch) lautet:

Du sollst nicht Unkeuschheit treiben!

schon wieder dieser niemand,

woran der überall beteiligt ist.

Keiner, der dafür berechtigt war, also Augustus und der Folgekaiser Tiberius. Nicht einmal eine erbetene Verbannungsverlegung vom rauhen Tomi z.B. nach Athen wurde Ovid genehmugt.

Das hab ich schon zu Zeiten als mein Latein noch besser war nur auf Deutsch gelesen.
Für alle Nichtlateiner oder Lichtleser empfiehlt sich Fellinis Satyricon.

Empfehle

"Satyrikon"
von Petronius Arbiter

(woraus nach folgender Einleitung

"Was man erhofft kommt nimmer;"

das bekannte

"doch unverhofft kommt oft."

stammt.

Ich weiß schon, dass sich der Fellini bei Petronius bedient hat. Aber solche Bilder im Kopf wie sie der Fellini liefert, kriegens nicht mal beim Lesen.

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