Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Beim Nachricht-auf-die-Box-Sprechen, da hören sie sich sicher selber zu, weil sie sich ganz offensichtlich gerne reden hören.
+++Pro
Von Roman David-Freihsl
Das Problem ist, dass viele einfach nicht zuhören. Nicht jene, die eine Nachricht abhören - sondern jene, die draufgesprochen haben. Beim Nachricht-auf-die-Box-Sprechen, da hören sie sich sicher selber zu, weil sie sich ganz offensichtlich gerne reden hören. Was für ein endloses Gequassel ist das! Nicht einfach nur der Name und "bitte ruf zurück". Nein, da kommt erst mal die Vorstellung ("Falls du dich nicht mehr erinnern kannst, ich bin der Soundso, und wir haben uns beim Soundso ..."), dann eine unerträgliche Einleitung ("Ich hab mir nämlich unlängst gedacht ..."), dann quälend umständlich, worum es geht ("Wir haben da ein Projekt, das wir seit zwei Jahren vorbereiten ..."), dann ergänzende Details ("Das hat nämlich auch damit zu tun ..."). Irgendwann gibt man auf und ruft zurück. Und dann? Dann heißt es: "Hast du meine Nachricht gehört?" - "Ja." Genau das ist der Moment, wo die Zurückgerufenen nicht zuhören. Dieses "Ja" wird einfach ignoriert. "Es ist nämlich so ..." Und dann kommt der ganze elende Sermon NOCH MAL VON VORN!
******
Kontra---
Von Thomas Trenkler
Kürzlich wurde berichtet, dass der Mensch von den 1,45 Jahren, die er im Leben telefoniert, 140 Tage in Warteschleifen verbringt. Dieses Warten könne sogar krank machen. Aber nicht nur Panflötenmusik treibt einen zur Weißglut. Am nervigsten sind Zeitgenossen, die zurückrufen, ohne vorher die Mailbox abgehört zu haben, obwohl sie am Display sahen, dass eine Nachricht eingegangen war. Denn der Anrufer geht davon aus, dass der Angerufene über den zu verhandelnden Sachverhalt Bescheid weiß. Da wird also Zeit verschwendet, bis geklärt ist, dass der Rückrufer ahnungslos ist. Und dann muss der Anrufer all das, was er schon erklärte, noch einmal ausführen. Er ärgert sich - leider still - über die Missachtung seiner Ausführungen und damit seiner Person. Er hat auch einen Tipp parat für jene, denen es zu mühsam ist, die Mailbox abzuhören, weil sie der Meinung sind, es befänden sich ohnedies nur Ansagen ohne Wert in ihr: einfach deaktivieren! Aber er hat längst die Konsequenz gezogen: Er redet nicht mehr auf Mailboxen. (Der Standard/rondo/07/10/2011)
Die Suche in Taschentiefen oder Zimmerfluchten ersparen oder Understatement mit einem einzigen Klingelton
So ein charakterstarker Sattelschutz gibt uns den allerschönsten Schliff im Meer des seriösen Gleichklangs - Oder: der Schoner steht dem Wesen des Radfahrens entgegen
Die dumme Augustine trug sie und wurde umjubelt, aber der Modetrend gilt als Gegenteil von Freiheit
Maunchmoi is scho vü gscheida, ma bleibt bei dem wos ma dalernt hot oder Hochsprache ist Facebook-Sprache
Die gedruckte Zeitung darf nicht sterben - oder: Wenn gedruckte Gedanken zu Wischdiensten abkommandiert werden, sterben sie einen feuchten Tod
Einen Goldfisch damit nach Hause transportieren oder Liebe geht durch den Magen
Ein Zeichen einer erwarteten Gemütlichkeit oder so graziös wie Bambi auf dem zugefrorenen Teich
Ein gerade unübertreffliches Glücksrezept oder logistischer Stress durch neumodisches Brauchtum?
Weshalb das viel gepriesene "Runner's High" in der Stadt mitunter auf sich warten lässt und das duch-die-Stadt-joggen eine Sightseeing-Tour ersparen kann
"Damit sich nicht wieder irgendein Armleuchter in den Luster hängt" oder "Fröhlichkeit ganz ohne Alkohol ist immer etwas gezwungen"
Seine Entscheidung - "eine oda auße?" - jederzeit staufrei revidieren oder es ist nicht der Mensch, der den Rhythmus vorgibt
Her mit der heißen Ware, oder sind erotische Geschenke einfach nur peinlich?
"Welcher Superstar wird dich heiraten?" oder Danke, wir wollten es echt nicht so genau wissen
Wer die Lure aus dem Stockwerksautomaten am Platz genießt, versäumt nichts Spannendes - oder die Sitten im Büro sind immer nur so rau wie das Leben auf der Straße
"Das WC ist nicht Rückzugsraum, sondern reine Bedürfnisanstalt" oder: "Undenkbar, dieses Elend den Blicken einer weiblichen Laufkundschaft preiszugeben"
Heißer Tee, Suppe oder auch Punsch oder die Eismischerzunft soll endlich auf den Klimawandel reagieren
Rockgott versus Gott der Allmächtige - zumindest wenn es um die Frage nach hell oder dunkel geht
"Mindestens haltbar bis ..." - "Best before" ist schlicht irreführend übersetzt oder ein farbenprächtiger Abdruck einer Fontäne an der Toilettenwand
Weshalb der Alltag der KollegInnen schon interessant ist und portionierte Grußbekanntschaften einem weißen Wal das Leben schwer machen
In der Leichtigkeit muss man das Üppige wählen oder der Schaum, ein Traum
Gluck, gluck, und runter damit oder rot steht für Wärme, Leidenschaft und große Gefühle
Wer nicht mit Kanonen auf Brösel schießt, greift zum Bartwisch und dessen Zwilling, dem Schauferl oder ihr Traditionsritter von der traurigen Gestalt
"Du, in meinem Zelt ist eh Platz für zwei!" oder eine Mischung aus Schweiß und Uringeruch
Man kann sich, muss sich aber nicht festlich kleiden oder das Wohnzimmer ist und bleibt eine pinguinfreie Zone!
Mir sprechen üblicherweise keine Menschen auf die Mailbox. Außer, es geht um so Sachen wie Möbel und ich war gerade mal wieder irgendwo, wo kein Empfang war (zB in meiner Wohnung nahe der Eingangstür. Da haben die wenigsten Menschen tatsächlich noch Empfang.)
Ich red' auch keinem drauf, üblicherweise. Weil ich eh immer nur Leute anruf, die mich zurückrufen wenn sie sehen, dass ich angerufen hab. :')
Nichts gegen die Argumentation einzuwenden,
aber ich hab seit 2001 meine Mailbox abgeschaltet.
Wenn wirklich wichtiges käme, bitte eine SMS.
Ironischerweise sehen viele Junge dies ebenso, wobei sich wiederum ältere Personen NullNix mit SMS auskennen und deshalb panisch werden, wenn mal keien Mailbox angeht.
PS: Mittlerweile kann ich am Handy auch chatten oder mailen, daher is Mailbox sowas von 90's!
99% immer nur das auflegen geräusch war, habe ich vor 7 jahren die mailbox umleitung gelöscht.
ich nehme ohnehin nur bei clip ab, und kann dann auch zurückrufen, wenn ich einen anruf versäumt habe.
leute die ihre nummer net anzeigen, verdienen keinen RR
geht ganz gut und ich erspar mir das abhören von "tut tut tut"
Seit 10 Jahren ohne Mailbox und hab nicht einmal eine Beschwerde von irgendjemand gehört. Weder privat noch geschäftlich.
Könnte mich auch nicht erinnern jemals jemandem auf die Mailbox gesprochen zu haben. Hmm, vielleicht beim ersten Handy.
"He, schau, das is mei neues Handy, da hab i sogar an eigenen Anrufbeantworter dabei, ruf mi mal an ..."
Ich hab nur noch ein Firmentelefon mit viel Kundenkontakt und hab dort die Mobilbox vor Jahren abgedreht. Das war eine extreme Befreiung.
Anzahl wichtiger Anrufe, die ich dadurch verpasst habe: NULL. Wenns wirklich wichtig ist, ruft man nochmals an, schreibt SMS oder Email.
Mobilboxen sind überflüssig wie ein Kropf.
wenn ich merke, dass mir wer auf die Sprachbox geredet hat, ruf ich den an, dann hab ich die Infos auch und kann gleich drauf reagieren.
Ich hör also nur ab, wenn ich denjenigen nicht erreiche oder grad wirklich nicht telefonieren, wohl aber der Sprachbox zuhören kann, was selten vorkommt.
Ich selber spreche nie auf Sprachboxen, ich finde das nervig, ich schreib dann lieber ne SMS, da kann ich meine Gedanken besser sortieren.
Kaufe meiner Tochter eine kleine Wohnung. Super. Tochter flugs dorthin. Allerlei ist zu besprechen, auch denke ich, daß es mir zusteht wissen zu wollen, ob das Töchterchen sich dort wohl fühlt.
Nach zwei Tagen nervösen Wartens endlich ein jubelnderAnruf: "Mami, wir haben schon 14 Anrufe auf dem Anrufbeantworter ... 12 sind von Dir ... und das Clo ist auch verstopft."
Mütter lernen, es gibt nur vier Gründe warum Töchter ihre Mütter anrufen könnten:
- Ich bin so glücklich ... Mann meines Lebens gefunden
- Schluchz, alle Männer sind Scheisse, nie wieder ...
- Du, ich komm bei Dir vorbei, keine Zeit für nix, leg den Scheck in den Aufzug und schick ihn runter.
- der Hund kotzt, die Katze hat Durchfall, das Clo ist verstopft ... HILFE!
Seiens froh und genießen sie das zunehmend kinderlose Leben!
Es geht auch anders herum. Töchterl mit seit kurzem eigener kleinen Mietwohnung sucht intensiveren und häufigeren Kontakt als zu gemeinsamen Wohnzeiten. ;-)
"Papa, wann kochst du wieder mal dein gutes XY? Du, an dem Tag hätt ich super Zeit..."
Haha. :'D
Ich kann dir aber als Tochter, die vor 2 Jahren ausgezogen ist, versichern, dass wir nicht alle so sind.
Ich ruf meine Mutter ab und zu an um mal nachzufragen, was so los ist. Immerhin wohnen wir nicht mehr in derselben Stadt und bei denen gibts so viele Kultur-Events. :'D
Nun ja ... auch ein guter Grund ;-)
Meine Tochter hat jedenfalls hinsichtlich origineller Erziehungsmethoden, die immerhin dazu geführt hatten, daß ich mir Listen gemacht habe, was alles zu besprechen sein könnte, dann noch ein Schäuferl draufgelegt.
Nächtlicher Anruf, ich hirsche panisch ans Telefon. "Maaami, ich mache mir solche Soooorgen um Dich ..." Das hat mich wirklich fast umgehauen, mußte mich hinsetzen und mühsam aufsteigende Tränen der Rührung unterdrücken.
"Du hast mir heute noch gar nichts aufs Tonband gesprochen ... *kicher* ...".
Das ist zwar auch schon fünfzehn Jahre her, aber Mütter und Töchter verzeihen einander nie, nie, niemals!
:-))
ich find's ja ganz praktisch, dass man mit so einem telephon jemanden anrufen kann. das unpraktische ist, dass man auch angerufen werden kann :)
die mailboxnachrichten sind probleme, die sich von selber lösen: nach einem monat löscht es sich von selbst.
@pro: Leute die auf Mailboxen Nachrichten wie ''Hallo ich bin XY, ruf mich bitte zurück'' hinterlassen sind offensichtlich noch aus der Anrufbeantworter-Generation. Heutzutage weiS man schlieSlich dass man einen Anruf verpasst hat und wer es war (sofern die Person schon bekannt ist). Dass man zurückrufen sollte ist sowieso naheliegend.
Viel besser ist es, ein einfaches SMS zu schicken, das ist weniger umstaendlich für den Angerufenen als die Mailbox abzuhoeren...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.