Der Elternabend

22. September 2011, 17:14
  • Hochbegabtenförderung gleich zu Beginn der Volksschule?
    foto: apa/robert jaeger

    Hochbegabtenförderung gleich zu Beginn der Volksschule?

Dürfen's auch blaue statt durchsichtiger Klarsichthüllen auf den Heften sein, fragt ein besorgter Vater...

Eine Mutter will beim Elternabend wissen, ob es sinnvoller sei, das Kind gleich während der ersten Klasse auf die Hochbegabtenschule zu geben oder damit lieber bis zum Ende des Schuljahres zu warten - damit die Klassenkollegen nicht zu stark frustriert werden. Immerhin. Die Lehrerin schluckt und meint, es sei wohl erst einmal richtiger, zu schauen, wie sich das Kind generell beim Schreiben und Rechnen anstelle, bevor man ihm den Nobelpreis verleihe. Nein, sagt sie nicht.

Aber man kann ja bei unverbindlichen Antworten hineinlesen, was man will. Ein besorgter Vater fragt, ob man auf die Hausaufgabenhefte statt farbloser Klarsichtschutzhüllen auch bunte geben dürfe. Das Kind möge die Farbe blau viel lieber als durchsichtig. Dann will jemand wissen, wohin es denn in ungefähr acht Monaten am Schulwandertag gehen werde und ob man sich dafür freiwillig als zusätzliche Begleitperson melden könne. Nein, sagt dann der dazugestoßene Direktor, Schachleistungskurse werde es wohl erst ab der dritten Schulstufe geben können. Vorerst reiche das Erlernen friktionsfreien Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielens. Alle in der Klasse machen sich Notizen. Sie sitzen auf Kindersesseln und schauen erwachsen.

Der Dichterfürst würde jetzt gern rauchen oder schreien oder so. Die Eltern älterer Kinder haben ihm aber erklärt, dass die Volksschule so etwas von gar nichts gegen die Mühen des Gymnasiums sei, dass das jetzt auch übertrieben erscheinen würde. Apropos, wie bringt man eigentlich ein Kind ins Gymnasium, so es wider Erwarten nicht ganz so hochbegabt wie vermutet ist? (Christian Schachinger, Rondo, DER STANDARD, 23.09.2011)

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haha

wenn es nicht so traurig wäre könnte man ja lachen! treffend beschrieben. Es tröstet mich, dass es woanders auch nicht anders ist. Der Dichterfürst hatte noch Glück im Unglück. Die Jausenfrage ist auch beliebt und es ist eigentlich schon höchste Zeit, die Farbe der Servietten für die Erstkommunion zu diskutieren.(kein Spass)

farblose klarsichthüllen??

was soll diese vorschrift? kinder lernen in der schule gehorsam, abweichungen werden kritisch beäugt. wie soll sich kind da frei entfalten? schulsystem reformieren und den elternabend gleich mit.

weil die bonsai-nobelpreisträger net fähig sind,

ohne farbliche kennzeichnung das richtige heft zu finden, wenns no net lesen können.

und entfalten können sich die schmetterlinge, die kinder solln was lernen.

bitte, um eine farbe zu erkennen,

braucht man nicht lesen können. das schaffen dreijährige.

äh, hier gings um farblose hüllen

sorry.

jaja, is scho ok. ich bin und bleibe ein farbenfreak.

Wenn es beispielsweise den Grund hat, die Unterlagen nach farben sortiert einfacher zu finden, ist's eine gute Sache. (zB: Rot das eine Fach, Blau das andere, wieder was Anderes farblos, ...).

Strukturiertes Vorgehen schadet auch Kindern nicht.

strukturen, ja, natürlich,

aber gleichförmigkeit, nein! wie wär's, wenn das kind sich in seinem selbstgewählten reich (z.b. farben der klarsichthüllen) zurechtzufinden hat? funktioniert, war bei mir auch so. dieses thema (elternabend) ruft bei mir aversionen gegen das system (und dessen hüter) hervor.

Es geht ja auch um die Organisation im gemeinsamen Prozess - in der Schule liegen dann eben 25 blaue neben 25 roten, ...

ok, aber sorry,

kein verständnis. ich bin in einem anderen schulsystem aufgewachsen, gott sei dank sage ich jetzt nicht im österreichischen (wobei klarerweise jedes vor- und nachteile hat).

Ich ziehe da den Vergleich zu effizienten Prozessen bei meinen (Unternehmens-)Kunden, wo auch nicht jeder Mitarbeiter sein eigenes System haben kann, wenn's effizient laufen soll.

DIe FRage ist immer: Gibt es einen sinnvollen GRund, oder ist es nur Gewohnheit.

die frage ist,

welches ziel man bei schule/erziehung verfolgt: förderung des potentials und der kreativität, befähigung zu eigenständigem denken und kritikfähigkeit, respekt vor der vielfalt der persönlichkeiten? ich hoffe, dass dies der fall ist.

Halten Sie mal 25 Schulübungs- und 25 Hausübungshefte auseinander, wenn die Farben der Einbände kunterbunt gemischt sind...

hat aber mit pädagogik und didaktik

nix zu tun. oder?

Klar - eine gute Schule kann da neben dem Anteil der Eltern einen wichtigen Beitrag leisten.

Dass die Eltern beitragen ist sowieso klar - ich halte wenig davon, die zweite Säule (Schule) weg zu nehmen.

nach solchen erfahrungen

... relativiert sich der wunsch nach direkter demokratie ...

gendered switches

gender hitched
on gendered switches?
which switch's switch
on which switch hitches?
whose switched gender
which switch switches?

auch lustig: elternabend mit zwei dolmetschern, keine seltenheit in wien. da steht dann aber nix in der zeitung drüber...

und deshalb sind meine kinder nicht in wien zur schule gegangen...

Ist im Lycee auch so und die Eltern "helfen" sich sprachlich untereinander - und?

?? wie bitte, das muss aber neu sein. seit wann

sitzt bei elternabenden im lycee ein dolmetscher ?!

Sagt Sie ja: Die brauchen keinen, weil sie selbst die eine oder andere Fremdsprache beherrschen.

das verstehe ich nicht so. sondern vielmehr, dass

es dort AUCH dolmetscher gäbe. die gibt es meines wissens nicht.

"und die Eltern helfen sich sprachlich untereinander" ist aber schon klar - oder?

pas pour tout le monde, on dirait...

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