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Christine heißt nicht Mausi, Bettina nicht Hasi, Nina nicht Bambi und Anastasia heißt ganz sicher nicht Katzi.
+++Pro
Von Ronald Pohl
Der Antrag auf "teilweise Freigabe der Namensgebarung" erreichte die "Paintbox" (vormals: das Parlament in Wien) gerade rechtzeitig zur Jahressitzung. Mirko Strache (FPÖ) lobte auf der Agora (dem früheren "Hohen Haus") denn auch ausdrücklich die Einräumung voller Freizügigkeit in Sachen individueller Namensgebung: Man habe ja in einer entsprechenden Vorlaufphase bereits beste Erfahrungen sammeln können. Seiner rund halbstündigen Rede applaudierten u. a. die Abgeordneten Saif Kickel und Shlomo Vilimsky, die extra ihre Studienaufenthalte in der Großen Syrte bzw. am Roten Meer abgebrochen hatten, bloß um den Worten ihres Großmuftis zu lauschen.
Einwände gegen den Gesetzesantrag gab es kaum: So musste Rabindranath Graf (FPÖ) als Nationalratspräsident kaum einmal vom Laserschwert Gebrauch machen, um die grünen Abgeordneten Schwertleide Glawischnig und Queno Öllinger zur Räson zu bringen. Beim anschließenden Beisammensein empfing UHBP Dr. Adelbert Fischer ausnahmslos alle Abgeordnete als seine Gäste.
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Kontra---
Von Michael Martin Fackl Völker
Ich verrate Ihnen etwas: Conrad (der mit der Lederhose) heißt in Wirklichkeit Erwin. Lisa (mir gegenüber) heißt Anna. Eric (der im Newsroom) heißt George. Und Ronald (der von nebenan) heißt allen Ernstes Rüdiger. Mein Bruder Timo heißt übrigens Maria. Pfrrrrr! Aber eines ist ganz sicher: Carmen heißt keineswegs Carsten. Das war eine ganz dumme Verwechslung, es tut mir so leid!
Ich heiße übrigens Martin, nur wehe, Sie nennen mich so. Früher hieß ich Fackl. Ganz früher war das, fast schon in einem anderen Leben. Die wenigsten wissen noch davon. Und fragen Sie mich nicht warum. Heute heiße ich wieder Michael, und das ist gut so. Nur für Holger, der Tschuk heißt, bin ich noch Fackl. Was ich aber ganz sicher weiß: Dass diese ganzen Lugner-Frauen anders benannt werden, ist eine Demütigung, eine namentliche Entmenschlichung, ein vom Baumeister diabolisch inszeniertes Unterwerfungsritual. Christine heißt nicht Mausi, Bettina nicht Hasi, Nina nicht Bambi und Anastasia (welch ein Name!) heißt ganz sicher nicht Katzi. (Der Standard/rondo/02/09/2011)
Die Suche in Taschentiefen oder Zimmerfluchten ersparen oder Understatement mit einem einzigen Klingelton
Am Ende eines gemütlichen Kaffeehaustages kann sich die Übersicht leicht eintrüben - Oder: Dies wäre eine Infragestellung der Integrität des sinnierenden Stadtmönchs
Die dumme Augustine trug sie und wurde umjubelt, aber der Modetrend gilt als Gegenteil von Freiheit
So ein charakterstarker Sattelschutz gibt uns den allerschönsten Schliff im Meer des seriösen Gleichklangs - Oder: der Schoner steht dem Wesen des Radfahrens entgegen
Die gedruckte Zeitung darf nicht sterben - oder: Wenn gedruckte Gedanken zu Wischdiensten abkommandiert werden, sterben sie einen feuchten Tod
Maunchmoi is scho vü gscheida, ma bleibt bei dem wos ma dalernt hot oder Hochsprache ist Facebook-Sprache
Ein Zeichen einer erwarteten Gemütlichkeit oder so graziös wie Bambi auf dem zugefrorenen Teich
Einen Goldfisch damit nach Hause transportieren oder Liebe geht durch den Magen
Weshalb das viel gepriesene "Runner's High" in der Stadt mitunter auf sich warten lässt und das duch-die-Stadt-joggen eine Sightseeing-Tour ersparen kann
Ein gerade unübertreffliches Glücksrezept oder logistischer Stress durch neumodisches Brauchtum?
Seine Entscheidung - "eine oda auße?" - jederzeit staufrei revidieren oder es ist nicht der Mensch, der den Rhythmus vorgibt
"Damit sich nicht wieder irgendein Armleuchter in den Luster hängt" oder "Fröhlichkeit ganz ohne Alkohol ist immer etwas gezwungen"
"Welcher Superstar wird dich heiraten?" oder Danke, wir wollten es echt nicht so genau wissen
Her mit der heißen Ware, oder sind erotische Geschenke einfach nur peinlich?
"Das WC ist nicht Rückzugsraum, sondern reine Bedürfnisanstalt" oder: "Undenkbar, dieses Elend den Blicken einer weiblichen Laufkundschaft preiszugeben"
Wer die Lure aus dem Stockwerksautomaten am Platz genießt, versäumt nichts Spannendes - oder die Sitten im Büro sind immer nur so rau wie das Leben auf der Straße
Rockgott versus Gott der Allmächtige - zumindest wenn es um die Frage nach hell oder dunkel geht
Heißer Tee, Suppe oder auch Punsch oder die Eismischerzunft soll endlich auf den Klimawandel reagieren
Weshalb der Alltag der KollegInnen schon interessant ist und portionierte Grußbekanntschaften einem weißen Wal das Leben schwer machen
"Mindestens haltbar bis ..." - "Best before" ist schlicht irreführend übersetzt oder ein farbenprächtiger Abdruck einer Fontäne an der Toilettenwand
In der Leichtigkeit muss man das Üppige wählen oder der Schaum, ein Traum
Wer nicht mit Kanonen auf Brösel schießt, greift zum Bartwisch und dessen Zwilling, dem Schauferl oder ihr Traditionsritter von der traurigen Gestalt
Gluck, gluck, und runter damit oder rot steht für Wärme, Leidenschaft und große Gefühle
Man kann sich, muss sich aber nicht festlich kleiden oder das Wohnzimmer ist und bleibt eine pinguinfreie Zone!
Was ich aber ganz sicher weiß: Dass diese ganzen Lugner-Frauen anders benannt werden, ist eine Demütigung, eine namentliche Entmenschlichung, ein vom Baumeister diabolisch inszeniertes Unterwerfungsritual. Christine heißt nicht Mausi, Bettina nicht Hasi, Nina nicht Bambi und Anastasia (welch ein Name!) heißt ganz sicher nicht Katzi.
schön gesagt!
ABER: verfasser hats nicht ganz begriffen: "diese ganzen lugner-frauen" entwertet die einzelpersonen, mit dem demonstrativ pronomen, geht man in unseren breitengraden nicht grad dann zu werke, wenns besonders wertschätzend gemeint ist und außerdem definiert man die 'lugner-frauen' so nur über den mann - auch kaum besser, oder?
herzlichst,
m
Kommt nach dem Anschluss einer auf s Standesamt und will seinen Namen ändern lassen:
Beamter: Eigentlich geht das nicht so einfach, wie heißen sie denn:
Partei: Adolf Stinkfuss
Beamter: Na das ist wirklich schlimm, da können wir eine Ausnahme machen, wie wollen sie denn heißen ?
Partei: Moritz Stinkfuss
natürlich ist der witz, dass jeder erwartet, er möchte stinkfuss ändern, und dann ändert er den komplett harmlosen vornamen. (betonung auf komplett harmlos!)
weil es eben unlogisch ist, max anstatt stinkfuss zu ändern, ist es witzig.
adolf ändern zu wollen ist nicht außergewöhnlich und haut deshalb die pointe zusammen.
(vgl. ein so ähnlicher witz)
österreich spielt bei der wm gegen kamerun.
auf der einen seite exoten, fremde kultur, wilde riten und auf der anderen seite - österreich!
das ist ein witz nach demselben muster gestrickt wie der deinige.
und nur deswegen witzig, weil der erwartungswert nicht erfüllt wird.
habs leider nicht verstanden dieses pro und contra. muss daran liegen das ich ganz einfach mozart heisse...oder bin...ach warte....stimmt ja gar nicht....oder doch??? ich bin verwirrt...die artikelschreiber warens scheinbar auch...
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