Imagepflege bei Radatz: Olivenöl, Marmelade, Schaf- und Ziegenkäse von Slow-Food gibt es jetzt in ausgewählten Filialen
Anderswo, in Italien oder der Schweiz etwa, kommen auch die großen Supermarktketten drauf, wie gut ein paar Slow-Food-Produkte im Regal dem Image der Marke tun - selbst wenn im nächsten Gang eh die üblichen Erzeugnisse aus landwirtschaftlicher Großindustrie feilgeboten werden.
In Österreich machte die Fleischereikette Radatz mit ein paar Testprodukten (Grubenkraut) den Anfang, nach dem positiven Echo wird jetzt aufgestockt: Neben den fein cremigen, aber halt nicht aus Rohmilch gefertigten - und dementsprechend ausdrucksschwachen - Schaf- und Ziegenkäsen von Pranz im Innviertel (im Bild) etwa die famosen Lustenauer Senfe der Brüder Bösch, unter denen ganz speziell das tiefgründig fruchtige "Schwarze Gold" (von Aktivkohle pechschwarz gefärbter Senf) zu preisen ist, das wunderbare Olivenöl von Renato Pata aus autochthonen kalabrischen Sorten oder die Wachauer Marillenmarmeladen vom Kremser Weinhof Aufreiter.
Wenn das so weitergeht, wird es beim Radatz demnächst gar Koteletts von Freilandschweinen oder Rind aus kleinbäuerlicher Graslandwirtschaft geben! (corti/Der Standard/rondo/12/08/2011)