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Auch Gerard Depardieus Wein trägt eine "AOC"-Kennzeichnung: Der Schauspieler besitzt mittlerweile eine kleines Imperium an Weingütern

Ob's einem tatsächlich schmeckt, wird man trotzdem probieren müssen.
Es ist ein uralter Wunschtraum von Weinkonsumenten im Restaurant oder in der Vinothek, unbedarften wie bedarften: aus den Informationen am Flaschenetikett erahnen zu können, wie der Inhalt der Flasche schmecken wird. Viele Bezeichnungssysteme hat man sich dazu einfallen lassen und sie in Gesetze gegossen.
Jahrgang und Alkoholstärke stehen überall drauf, ob er trocken oder süß schmeckt, ist in manchen Ländern schon nicht mehr ganz so klar deklariert. In Übersee benennt man die Rebsorte. In Europa legt man Produktionsweise und Herkunft fest und subsumiert dies unter Kürzeln wie AOC, DO, DOC, denen man, wenn es zu wenig eindringlich erscheint, noch ein "garantita" wie in Italien oder ein "calificada" wie in Spanien dazupackt.
DAC und Dak
Österreich versucht es über eine regionale Bezeichnung plus DAC, die für einen typischen Geschmackstyp des jeweiligen Gebietes stehen soll. Interessant ist, dass sich das Kürzel "Dak" dabei im Sprachgebrauch stärker durchgesetzt hat als die jeweilige Gebietsbezeichnung, die davor steht und ungleich nützlicher ist.
Klare Hinweise auf Qualitätsstufen zu geben ist jedoch möglich und wird zum Beispiel in Burgund seit langem praktiziert: Steht der Regionsname "Bourgogne" drauf, ist es ein einfacherer Wein, der in größerer Menge bei höheren Durchschnittserträgen in durchschnittlich guten, aber nicht aufregenden Weingärten der Region gewachsen ist. Mit dem Namen eines Dorfes wird das Ganze schon anspruchsvoller. Soll es noch ein Schäuferl mehr sein, dann steht noch ein Weinberg- oder Lagenname dabei.
Bessere und schlechtere Weingärten
Je enger der geografische Raum der Herkunft eines Weines am Etikett definiert ist, desto besonderer ist er. So weit das taugliche Grundsystem, das auch immer öfter in Österreich zu finden ist, und an dem man sich auch als Unwissender beim Weinkauf gut orientieren kann: Grüner Veltliner Burgenland kann durchaus gut sein, hat aber weniger Substanz als ein Golser Grüner Veltliner, dem wieder der Veltliner aus der Lage XY in ebendiesem Ort übergeordnet ist.
Ob's einem tatsächlich schmeckt, wird man trotzdem probieren müssen: Denn auch hier bestehen massive Unterschiede zwischen sorgfältig und weniger sorgfältig arbeitenden Winzern, die bessere oder schlechtere Weingärten besitzen. (Luzia Schrampf/Der Standard/rondo/12/08/2011)
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Ja erwartet denn allen Ernstes jemand, daß man von der Verpackungsaufschrift exakt auf den Geschmack des Inhalts schließen kann? Das funktioniert weder beim Wein noch bei anderes hochwertigen Lebensmitteln. Man kann nur eine ungefähre Richtung angeben. Deshalb sind Informationen über Herkunft, Produzent etc. hilfreicher. Nur das Industriezeugs schmeckt mit Hilfe aller Register der Lebensmittelchemie immer ziemlich gleich.
Ja, es stimmt wirklich. Im Weinmarketing des Burgund ist auch ein bisschen Wein drinnen.
Im Burgund zählt der Weingarten für die Güte des Weins, was sicher ein Blödsinn ist. Denn die Besitzverhältnisse dieser Spitzenlagen sind durch das Erbrecht derart zersplittert, dass mancher mittelgroße Weingarten auf 30 - 40 Besitzer aufgeteilt ist. Und jeder dieser Besitzer braut sein eigenes Weinchen. Aber diese Zustände treiben den Preis des Weines und die Grundpreise der Gärten. Ein Quadratmeter Weingarten in der Grand Cru Klasse kostet etwa so viel wie ein Bauplatz am Stefansplatz.
was wollen Sie mit diesem Artikel sagen?
Daß es im Burgund genau 2 Rebsorten gibt und
3 Klassifizierungen: Premier und Grand Cru sowie alles drunter?
Daß es immer noch auf den Winzer ankommt, wie ein Wein schmeckt und nicht auf die Klassifizierung?
Daß Ihr DAK so überhaupt nichts aussagt?
Viel Dampf um nichts, Frau Schrampf.
Es gibt tatsächlich keinen Rebsortenkult in Burgund! Kein Cabernet, kein Merlot, Zinfandel, Pinot, Blaufränkischer oder Zweigelt. Am ehesten ist noch Romanee als burgundische Rebsorte zuzuordnen.
Die Güte der Burgunderweine hängt vom Jahrgang und vom Chateau ab. Die sind teilweise so klein, dass nur ein paar Hektoliter pro Jahr produziert werden - aber mit unvergleichlicher Qualität.
So war es dort immer und deshalb sind Klassifizierungen kaum brauchbar, zumal das ganze Gebiet der wirklich guten Weine im Vergleich zu Bordeaux winzig klein ist.
Es sind also Sie derjenige, der sich nicht auskennt! Sie sollten sich daher entschuldigen.
romanee ist keine rebsorte sondern eine lage. pinot noir ist die dominante rotweinsorte im burgund (weit vor gamay) bzw. dort auch mit abstand die am meisten ausgepflanzte.
natürlich sind die lagen im burgund sehr wichtig, aber der pinot noir ist die prägende sorte bei den brugunder grand crus.
... sehen nach, ob dort irgendwo die Rebsorte vermerkt ist! Sie werden sie nicht finden - warum wohl?
Vielleicht, weil jeder Winzer dort seit Generationen seine Weinstöcke aus den eigenen Reben zieht und sich so im Laufe der Zeit, insbesondere bei den Spitzenweinen, unzählige individuelle Untersorten gebildet haben, denen eine Pinot-Bezeichnung einfach nicht mehr gerecht wird? So was aber auch...
Suchen Sie mal ein paar Chateaus auf und fragen Sie deren Rebsorte. Ich garantiere Ihnen, dass dies dort als Beleidigung aufgefasst wird und in den meisten Fällen dazu führt, dass Ihnen die guten Weine vorenthalten werden bzw. Sie froh sein müssen, wenn Sie danach überhaupt noch etwas kaufen dürfen.
Also, nur zu, Herr Oberauskenner! Auf eine En
das macht den unterschied zwischen "herkunftsmarketing" und "rebsortenmarketing" aus, freilich beinhaltet das ersteres die verbundenheit einer region mit gewissen rebsorten. ein cote de nuits gepflanzter cabernet, abgesehen davon dass er wohl kaum gscheit reift, bekommt in der bourgogne kein aoc.
das mit dem pn sieht das aoc anders, bitte die pflichtenhefte anschauen. stellvertretend für die meisten roten bourgogne kann man dort zb bei "hautes cotes de nuits" lesen: cépage principal = pinot noir (voraussetzung). die variabilität der pn rebe ändert nix an den vielen gemeinsamen merkmalen der klone und rechtfertigt daher die bezeichnung pn.
es gab und gibt auch etliche gv klone, sangiovese klone etc, die trotzdem so heissen.
noch fragen?
... ihrem 2ten Posting ihre erste Antwort schon ziemlich relativiert haben, noch die Güte hätten, meinen ersten Text erneut zu lesen, dann sollten's auch in der Lage sein, zu erkennen, was ich mit meinem Beitrag ausdrücken wollte.
mitnichten.
romanee ist eine lage und pn ist auch nach meinem zweiten posting die dominante rotweinsorte im burgund und bleibt DIE sorte der burgunder grand crus.
ihr ursprungsposting erweckt den eindruck, dass die sorte pn eine untergeordnete rolle bei den weinen spielt. es ist wie immer ein zusammenspiel aus den geografisch, klimatischen und bodenfaktoren mit der rebe. was anders schrieb ich nicht. terroir spielt vielleicht eine größere rolle als in bordeaux, die sorte bleibt aber von bedeutung. die verschiedenen pn klone bleiben natürlich pn.
Außerdem werden im Burgund nicht nur ein paar, sondern ca. 1,4 Mill. hl Wein erzeugt.
Die Haupttraube ist natürlich die Pinot noir, angebaut werden aber auch die Gamay und P. meunier. An Weißweintrauben werden Chardonnay, Aligoté, P. blanc, Sauvignon blanc angebaut.
Romanée ist ein Weingut und kein Wein.
Rotweintraube bzw. Wein des Burgund, wie auch bei Romanée: Pinot Noir.
Die Klassifizierung ist eine Lagenklassifizierung und gerade deshalb sehr brauchbar (wenn man sich auskennt).
Ich entschuldige mich vor soviel Ignoranz.
Sonst noch Fragen?
eine willkürliche und nur von einem Privaten Verein eingeführte Lagenklassifiziereung ließe sich leider nicht auf Österreich ummünzen! Überlegen sie einmal die Veränderungen im Wert eines Weingartens wenn der plötzllich zur 1. Lage wird. Und was soll ein Winzer machen der leider keine 1. Lage hat, aber trotzdem gut ist. Der hat auf einmal einen klaren Marketingnachteil. Und wer bestimmt denn überhaupt was eine 1. Lage ist?
dennoch 1: ein guter Winzer kann aus einem mittelmäßigen Weingarten keine Spitzenqualität herausholen.
2: Tradition und Erfahrung.
Meinen Sie, der Konsument weißt, was ihn erwartet, wenn auf dem Eikett DAC Weinviertel steht? Aktuelles Beispiel der dramatische Einbruch im ersten Halbjahr österreichischer Weine in Deutschland!
und 3: wie gesagt, der Zug ist abgefahren.
ist das Klassifikationssystem für den Laien undurchschaubar. Etwas anderes zu behaupten, ist Volksverdummung.
(Natürlich ist das Klassifikationssystem verständlich - wenn man sich denn eine Weile (ein Abend müßte reichen) damit beschäftigt hat.
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