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"Seine glänzend schwarzen Haare hat er sich platinblond färben lassen, dennoch bleibt der uruguayische Bassbariton Erwin Schrott ein schöner Mann."
Vor einiger Zeit war in der Gala der schöne Satz zu lesen, dass Blond nicht nur eine Haarfarbe, sondern eine Lebenseinstellung sei. Welche genau, führte das deutsche Magazin zwar leider nicht aus, wir dürfen aber vermuten, dass eine blonde Lebenseinstellung sich von der brünetten oder schwarzen dadurch unterscheidet, dass sie Werte wie Liebe, Sex oder Cabriofahren positiv besetzt.
47 Prozent Blondinen
Das wird auch von der Statistik erhärtet, schließlich finden sich auf 47 Prozent der Titelblätter des Playboy Blondinen, obwohl sie selbst nur rund zwei Prozent der Weltbevölkerung ausmachen - womit wir bei Erwin Schrott wären.
Der Bariton aus Uruguay ist nicht nur ein besonders sympathischer Kerl, auch sein Äußeres verfügt über Qualitäten, die von der Tageszeitung Österreich einmal mit der Zeile "Schwarze Locken und Augen, sinnlich aufgeworfene Lippen und ein gut trainierter Body" treffend auf den Punkt gebracht wurden.
Lebenseinstellung und Mode
Seit einigen Wochen trägt Schrott, dieser Inbegriff eines Latin-Lover, nun allerdings Blond, oder um etwas genauer zu sein: Weißblond bzw. Platinblond. Was ihn da geritten hat, erklärte er mit der schlichten Feststellung, dass er gerne nach der Mode gehe. Wir folgern daraus, dass die Lebenseinstellung Platinblond also nicht nur eine Haarfarbe, sondern derzeit auch noch Mode ist.
Glücklicherweise lässt man sich davon in der Redaktionsstube von Österreich nicht aus der Ruhe bringen: "Seine glänzend schwarzen Haare hat er sich platinblond färben lassen, dennoch bleibt der uruguayische Bassbariton Erwin Schrott ein schöner Mann." Auch das ist eine Einstellung. (Stephan Hilpold/Der Standard/rondo/05/08/2011)
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