Wein im Gerede

Sommerdrinks 2

3. August 2011, 09:33
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    foto: apa/patrick pleul

    Der Geschmack von Manzanilla Sherry: immer leicht nach Kamille befinden die einen, andere denken an Äpfel.

Wer Kamille liebt, muss nicht Tee trinken

Wer Kamille ausschließlich mit Tee und Kranksein assoziiert, ist wahrscheinlich noch nie auf Manzanilla Sherry gestoßen. Daran erinnert man sich, vor allem wenn er mit jeglicher Art von Meeresgetier oder Fisch, im Speziellen Sushi oder Sashimi, getrunken wurde. Manzanilla ist die zartgliedrigste Form von Sherry, sehr frisch, hefig und trocken bis zur Salzigkeit und überzeugt erfahrungsgemäß neun von zehn "Probanden", denen zu Sherry bis dato süß, Erbtante und "Nein danke!" einfielen.

Heimat des Manzanilla ist das südandalusische Sanlúcar de Barrameda, direkt am Meer gelegen, womit man launig, aber nicht völlig richtig die salzige Note im Geschmack erklärt. G'schichteln, weswegen er Manzanilla heißt, gibt es viele. Die zartgelbe Farbe und Kamillentee, würde sich aufdrängen, hat aber nichts damit zu tun, da auch Fino Sherry so aussehen kann. Die meisten Thesen beziehen sich auf den Geschmack: immer leicht nach Kamille befinden die einen, andere denken an Äpfel - la manzana im Spanischen. (Luzia Schrampf/Der Standard/rondo/29/07/2011)

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