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Was ist peinlich daran, das in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle - dezent freilich - zu genießen, ja sich daran zu weiden?
+++Pro
Von Autor der Red. bekannt
Man könnte es jetzt natürlich mit den Mädels von "bara bröst" halten, die einst mit vollem Körpereinsatz das Recht erkämpften, barbusig in öffentlichen Becken plantschen zu dürfen. Ihr Argument, Männern sei das auch gestattet, war ja nur schwer von der Hand zu weisen. Es soll eine helle Freude gewesen sein, als sie die Badeanstalten in Uppsala, Stockholm, Lund, Malmö und ja sogar Sandviken stürmten.
Sich hinter starken Frauen zu verstecken, ziemt sich allerdings nicht. Dann schon lieber erhobenen Hauptes, quasi mit blanker Brust, in die unübersehbare, von den Rondo-Leuten wenig listig platzierte Peinlichkeitsfalle tappen. Wobei, was ist peinlich daran, nichts gegen die Präsentation sekundärer Geschlechtsmerkmale zu haben, wenn man sich quasi seit frühester Jugend nicht einmal am Anblick primärer stößt? Was ist peinlich daran, das in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle - dezent freilich - zu genießen, ja sich daran zu weiden? Hey, Männer, hey, Frauen, nichts! Das würde ich jederzeit unterschreiben.
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Kontra---
Von Mia Eidlhuber
Im Leben kann man sich nicht alles aussuchen. Nicht die großen Dinge, nicht die kleinen. Wäre es so, wir wären hier auf weniger wackeligem Gebiet unterwegs. Ich hätte mir das Pro verordnet und dem sportlichen Herrn oben Kontra gegeben. Er wäre vom Sexismus-Verdacht freigesprochen und ich in der Gleichberechtigungsdebatte fein heraußen. Aber in dieser sophistischen Übung kommen wir so nicht weiter. Wenig helfen auch die wenig gut gemeinten Argumente seitens sommerlich erregter (männlicher) Redaktions-Gemüter, die meinen: "Es machen immer nur die Falschen!" Ich sage dazu nur so viel: Oben ohne im Freibad hat den Effekt einer Überraschungsparty, die vom Geburtstagskind selbst ausgerufen wird. Im Freibad gilt: Weniger ist mehr. Oben ohne, gute Frauen, bitte dort, wo es Wichtigeres bewegt: im Gerichtssaal etwa (wie die Frauen der ukrainischen FEMEN-Bewegung gegen Sextourismus) oder mitten in der Stadt, demonstrieren für "Topless equality". In NYC, Big Apple. Dort ist das erlaubt, schon seit 1992. Per Höchstgericht. (Der Standard/rondo/08/07/2011)
Die Suche in Taschentiefen oder Zimmerfluchten ersparen oder Understatement mit einem einzigen Klingelton
Am Ende eines gemütlichen Kaffeehaustages kann sich die Übersicht leicht eintrüben - Oder: Dies wäre eine Infragestellung der Integrität des sinnierenden Stadtmönchs
Die dumme Augustine trug sie und wurde umjubelt, aber der Modetrend gilt als Gegenteil von Freiheit
So ein charakterstarker Sattelschutz gibt uns den allerschönsten Schliff im Meer des seriösen Gleichklangs - Oder: der Schoner steht dem Wesen des Radfahrens entgegen
Die gedruckte Zeitung darf nicht sterben - oder: Wenn gedruckte Gedanken zu Wischdiensten abkommandiert werden, sterben sie einen feuchten Tod
Maunchmoi is scho vü gscheida, ma bleibt bei dem wos ma dalernt hot oder Hochsprache ist Facebook-Sprache
Ein Zeichen einer erwarteten Gemütlichkeit oder so graziös wie Bambi auf dem zugefrorenen Teich
Einen Goldfisch damit nach Hause transportieren oder Liebe geht durch den Magen
Weshalb das viel gepriesene "Runner's High" in der Stadt mitunter auf sich warten lässt und das duch-die-Stadt-joggen eine Sightseeing-Tour ersparen kann
Ein gerade unübertreffliches Glücksrezept oder logistischer Stress durch neumodisches Brauchtum?
Seine Entscheidung - "eine oda auße?" - jederzeit staufrei revidieren oder es ist nicht der Mensch, der den Rhythmus vorgibt
"Damit sich nicht wieder irgendein Armleuchter in den Luster hängt" oder "Fröhlichkeit ganz ohne Alkohol ist immer etwas gezwungen"
"Welcher Superstar wird dich heiraten?" oder Danke, wir wollten es echt nicht so genau wissen
Her mit der heißen Ware, oder sind erotische Geschenke einfach nur peinlich?
"Das WC ist nicht Rückzugsraum, sondern reine Bedürfnisanstalt" oder: "Undenkbar, dieses Elend den Blicken einer weiblichen Laufkundschaft preiszugeben"
Wer die Lure aus dem Stockwerksautomaten am Platz genießt, versäumt nichts Spannendes - oder die Sitten im Büro sind immer nur so rau wie das Leben auf der Straße
Rockgott versus Gott der Allmächtige - zumindest wenn es um die Frage nach hell oder dunkel geht
Heißer Tee, Suppe oder auch Punsch oder die Eismischerzunft soll endlich auf den Klimawandel reagieren
Weshalb der Alltag der KollegInnen schon interessant ist und portionierte Grußbekanntschaften einem weißen Wal das Leben schwer machen
"Mindestens haltbar bis ..." - "Best before" ist schlicht irreführend übersetzt oder ein farbenprächtiger Abdruck einer Fontäne an der Toilettenwand
In der Leichtigkeit muss man das Üppige wählen oder der Schaum, ein Traum
Wer nicht mit Kanonen auf Brösel schießt, greift zum Bartwisch und dessen Zwilling, dem Schauferl oder ihr Traditionsritter von der traurigen Gestalt
Gluck, gluck, und runter damit oder rot steht für Wärme, Leidenschaft und große Gefühle
Man kann sich, muss sich aber nicht festlich kleiden oder das Wohnzimmer ist und bleibt eine pinguinfreie Zone!
Da Geschmacksfrage, läßt sich hier treffend streiten.
Sind rasierte Brüste als Modediktat generell abzulehnen?
Sind unrasierte Brüste ein Fall für den Zoo?
Was ist mit Narben verschiedener Größe und Hautfarbe?
Sind muskulöse Brüste nicht ein Affront gegenüber den vornehm flachen Männerbrüsten?
Fragen über Fragen - und dazu noch die Probleme der Damen...
;-)
...ist an frankreichs straenden seit je gang und gaebe.
und jede frau macht das (oder eben nicht), um SICH wohlzufuehlen (oder eben nicht).
ob eine entbloesste frauenbrust das nur dann sein darf, wenn sie anderen (sprich: maennern) gefaellt, dieser diskussionspunkt wiederum ist ein typisch oesterreichisches hinterweltler-phaenomen.
das geht die maenner bitte einen dreck was an.
meine damen: die meinung anderer zu ihrer sensibilitaet hat sie diesfalls ueberhaupt net zu kuemmern. seien sie sie selbst.
Ich danke dem Umbekannten der die Bekleidung erfunden hat. 99 % der Bevölkerung (männlich u. weiblich!) sollten "ohne" (egal ob oben, unten oder beides) nur in den eigenen vier Wänden ausleben, alles andere ist eine ästhetische Belästigung der Öffentlichkeit.Und das war in den letzten Jahrzehnten auch schon nicht anders....
Mir ist leider nicht klar, was an einem gewissen ästhetischen Anspruch rückständig sein soll.Ich erhebe das auch nicht zum weltweiten (was für eine maßlose Übertreibung!)Standard sondern es wäre erfreulich,wenn der Anspruch für mehr Menschen zum Standard werden würde als es derzeit der Fall ist.
... ein Problem mit Natürlichkeit, oder aber mit dem eigenen Körper. Meine Meinung ist das Gegenteil von Ihrer: Ich finde, dass Menschen im Allgemeinen nackt am schönsten sind. Ich weiß auch nicht, welchen "ästhetischen" Anspruch Sie an Menschen erheben, wahrscheinlich sind Ihnen nur Photoshop-retuschierte Modelbilder ausreichend schön. Leben Sie weiter in Ihrer Traumwelt, ich bin froh in der Realität zu stehen, und diese besteht zum Glück aus Menschen unterschiedlichster Facon. Die Vielfalt macht's, und der Individualismus - glücklicherweise lassen sich die wenigsten vorschreiben, wieviel oder wie wenig sie anhaben, und noch mehr glücklicherweise nicht von Ihnen und Ihren verqueren Ansichten.
Meine Ansichten sind nicht mehr oder weniger verquert als Ihre und offensichtlich ist das Dogma der Natürlichkeit zwar beim Essen aber weniger beim Körper gefragt,wenn man die aller Art boomende Schönheitsindustrie zur Kenntnis nimmt.Wobei ich davon kein Anhänger bin!Man muss nur die Tatsachen wie sie sich natürlich präsentieren nicht jedem wildfremden zur Ansicht feilbieten.
... dass oben ohne auch in den späten Achtzigern Thema war, mehr noch war es Standard in öffentlichen Bädern.
Ich frage mich, warum es heute "kein Thema" mehr ist. Ist es eine neue Prüderie, die um sich greift? Oder die Furcht vor unreifen Burschen und Männern, die fotografieren und filmen, und das "erbeutete" Material gar im Internet ausstellen? Vielleicht wissen Sie ja mehr.
Also mir ist es wurscht, ob die Damen im Freibad oben-ohne in der Sonne liegen.
Mich stört die Bauchfreimode im ästhetischen Sinne viel mehr (heißt ja bauchfrei, weil man keinen Bauch haben sollte - hat das den Mädeln keiner gesagt?), oder die zur Zeit modernen eng anliegenden Stretchteile, die aus jeder Frau eine moderne Designerversion der Knackwurst macht.
Ballerinas wirken an adipösen Beinchen auch nicht gerade sexy, oder?
Na gut, was soll`s?
Spiegeln gibt es scheinbar nicht mehr - und auch keine ehrliche Kritik und Selbstkritik.
Weil es die AutorInnen und RedakteurInnen schlichtweg nicht wissen, dass man schon in den 80ern oben ohne ging. Sie sind UnwissendInnen.
Aber man kann es ihnen nicht zum Vorwurf machen, denn damals trugen die AutorInnen und RedakteurInnen eben noch HosInnen und GiletInnen in einem.
.............als dieses, ist in den letzten Jahren unter der Prämisse "Pro und Contra" wohl kaum diskutiert worden. Was für eine Frage? Abgesehen von hängenden Monstertitten, ist der Anblick von weiblichen Brüsten natürlich. Und es ist meines Wissens noch in keinem Bad, ein Gast von einem blanken Busen blind geworden
Tja nachdem man in Zeitung, Zeitschriften, Fernsehn, etc ständig nackte Brüste sieht, sind die nackten Brüste im Freibad/Strandbad sodann eh schon nicht mehr interessant. Und vorallem, wenn man schwimmen ist, geht man(n) meist eh mit PartnerIn, Familie, Freunde, Bekannte etc., mit denen man ja einen schönen Tag genießen will und somit besseres zu tuen hat. Und soviele schöne Tage haben wir hier ja leider eh nicht, sodass man sie eben lieber mit besserem ausnützt.
Von dem her, bräunts euch ruhig oben ohne, erregen tut das keinen Mann, dass erregt nur sich im Kreis drehende Feministinnen.
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