Pinot noir: Gut im Rennen

19. Juni 2011, 17:01
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    foto: epa/caroline blumber

    Pinot noir ist ein Minderheitenprogramm: Zum Fan wird man oft erst als Kenner.

Luzia Schrampf war bei einer Pinot-noir-Verkostung

Anlässlich des Weingipfels der Österreich-Wein-Marketing wurde heimischer Pinot noir mit französischem und deutschem verglichen. In Deutschland hat er sich unter dem Namen Spätburgunder bestens etabliert. Ist von "Burgunder" im Sinne der geografischen Herkunft die Rede, dann geht es um die Benchmarks dieser Sorte.

Burgunder ist stilmäßig der Antipode zu Bordeaux: hier Eleganz, da Kraft. Beides gute Wein-Eigenschaften, die unterschiedliche Vorlieben bedienen. Pinot noir ist allerdings ein Minderheitenprogramm: Zum Fan wird man oft erst als Kenner, wenn man bereit für Hintergründigeres ist. Die hellrote Farbe, die Mineralik und feingliedrigen Aromen, die nach Frucht, Kräutern und Waldboden duften, werden von Pinot-Ablehnern gern als mangelnde Power interpretiert.

Günstiger Blauburgunder

Vonseiten Frankreichs hatte man die Crème der Oberliga, wenn auch nicht die absolute Spitze wie aus Deutschland ins Rennen geworfen. Fazit: Österreichs Pinots schlugen sich in diesem Stilvergleich sehr gut - vor allem wenn der Preis miteinbezogen wird, denn hiesiger Blauburgunder ist vergleichsweise günstig.

Stellt sich noch die Frage, ob ein mit heimischen Sorten etabliertes Weinland überhaupt so einen Internationalisten braucht? Ist ja keine Schande, so etwas nicht zu haben. Schon richtig, aber die Zeichen deuten darauf hin, dass Pinot noir hierzulande noch viel mehr kann. (Der Standard/rondo/17/06/2011)

Weinliste unter www.oesterreichwein.at
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K._Tipster
20
21.6.2011, 18:52
Herrlich, die oft übersteigerten "Fachausdrücke",

welche man bei geschwollen dargebrachter Beurteilung "bester Flaschen" immer öfter lesen kann:

... mit elegant kalkiger Mineralik ...

... mit salziger, straffer Nervigkeit ...

Eher klingt so was wie verkaufsmindernde Kontrapaganda!

cho
06
19.6.2011, 22:06
Matter Artikel...

Der einzige ernstzunehmde Burgunder aus Frankreich war in der Verkostung der Volnay "Champans" 1er Cru von Dom. Marquis d'Angerville, die anderen 3 sind untere Mittelklasse, nicht Oberliga.
Die "Preis-ab-Hof" Angabe im Download ist nicht hilfreich, wenn 13 von 16 Weinen mit "mehr als 20 EUR" angeführt sind.
Ein Ergebnis der Verkostung fehlt (auch im Download konnte ich nichts dazu finden). Im Artikel wird die Preiswürdigkeit bei öst. Pinot Noir hervorgehoben, in Anbetracht des fehlenden Verkost-Ergebnisses und der pauschalen Preisangabe kann ich das jetzt glauben oder nicht. Stichhaltige Information sieht anders aus.

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