Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Das massenhafte Auftreten der gemeinen Blattlaus wird durch Jungernzeugung bewerkstelligt.
Das Fräulein Tochter hat krauses Haar. So kraus, dass es unbenetzbar ist, dass es das Tragen eines Fahrradhelms verunmöglicht - was kein Problem ist, fällt sie doch trotzdem weich und gut gepolstert - und das so eng gelockt ist, dass es mit ungefähr zwei wahrnehmbaren Zentimetern pro Jahr wächst. Bändigen kann man dieses Haar nur mit Gewalt und Kabelbindern. Doch das wird bald Geschichte sein, ist ihr Kindergarten doch bislang nicht von den Läusen heimgesucht worden. Und es ist noch jeder heimgesucht worden. Das wird bitter.
Die Laussaison hat längst begonnen, und so bleiben auch andere zarte Pflänzchen nicht verschont. Die gemeine Blattlaus, ein Vertreter der Pflanzenläuse, welche selbst zu den Schnabelkerfen unter den Neuflüglern innerhalb der zu den Insekten gehörenden Fluginsekten zählt, ist wieder da - und sie kommt selten allein. Dass sie massenhaft auftreten, bewerkstelligen sie durch Jungfernzeugung, also ohne den ganzen Schweinskram rund ums Sexuelle. Der Eizelle wird eine Befruchtung hormonell vorgemacht, wodurch diese sich zu teilen und zu differenzieren beginnt, worauf sich eine neue, idente Blattlaus entwickelt.
Lausiges Saugen
Klonhorden überziehen schwarz-grün die gehegten und gepflegten Triebspitzen von Rose und Pfeifenstrauch, und, wenn man genau hinhört, vernimmt man deutlich ihren Gesang: "Wir sind die wilden Horden, wir plündern und wir morden ...". Es ist tatsächlich dramatisch. Denn der Schaden, den die Läuse anrichten, ist nicht auf den ersten Blick ihnen selbst zuzuordnen. Auf den ersten Blick erkennt der gefrustete Gärtner, dass der Trieb durch das lausige Saugen welkt. Soll sein, neue Triebe warten schon.
Aber leider öffnen die Läuse bösartigen Viren die Schleusen zum Pflanzeninneren und füttern darüber hinaus mit ihrem zuckerlsüßen, weil zuckerreichen Exkrementen, die euphemistisch Honigtau genannt werden, Pilze, die in der Folge der Pflanze massiv zusetzen; ich sage nur "Rußtaupilze". Sind die Klonhorden unbeflügelte, saugende Weibchen, so sorgen Umwelteinflüsse plötzlich für das Ausbilden beflügelter Männchen, die gleich sexuell zur Sache kommen.
Bi-Bo-Buf
Zwei Einflüsse sind bekannt und gut beschrieben. Da wäre einerseits die Überpopulation, die beflügelte Männchen heranbilden lässt, und andererseits das Erscheinen eines Predatoren, den der hippe Bi-Bo-Buf (Bio-Bobo-Urban-Farmer) sackerlweise im Internet bestellt und im Beet ausgestreut hat. Es handelt sich dabei in der Regel um Larven von Marienkäfern, Schweb- und Florfliegen. Diese bringen mächtig Bewegung in die Läusekolonie, flugfähige Männchen entstehen, Weibchen lassen sich vor Schreck zu Boden fallen, und in Summe tragen die Läuseverzehrer intensiv dazu bei, dass sich die Läuse auf die benachbarten Pflanzen verteilen, um dort in Ruhe ihrem Tagwerk nachzugehen.
Ein wenig wirksamer im Kampf gegen die Läuse ist das regelmäßige Wegspritzen mit dem Gartenschlauch, der Einsatz von Bodenzapferln, die den Läusen, einmal aufgelöst und von den Wurzel absorbiert, den Saft vergällen, weiters das Besprühen mit a) Schmierseifenlösung oder b) mit Gift. Vom Einsatz der natürlichen Feinde der Blattläuse möchte ich nicht abraten, ist es doch spannend und befriedigend zu beobachten, wie sich diese über die Läuse hermachen - doch die Wirkung ist vernachlässigbar. Da müsste man schon viel zeitiger im Frühjahr damit beginnen, nur dass da den Predatoren noch zu kalt ist für ausgiebige Jagdpartien.
Die wirksamste Methode habe ich bei Muttern im Garten beobachtet: Sie fährt mit ihren bloßen Händen einfach von unten nach oben über den befallenen Trieb und zerschmiert die gesamte Population mit einem Wisch. Von des Enkerls Läusen werden wir ihr nichts erzählen. (Der Standard/rondo/17/06/2011)
Die Eisheiligen stehen vor der Tür. Welches junge Gemüse trotzdem schon hinausdarf und was besser im Haus bleibt, weiß Gregor Fauma
Jetzt ist der Moment, um Rosen an Land auf Pilzbefall zu untersuchen und für neue Seerosen ein passendes Gewässer zu finden
Autochthone Pflanzen wie die Clematis können mit Frostattacken im April eh gut umgehen - Exotische Schönlinge brauchen halt momentan ein wenig mehr Aufmerksamkeit, weiß Gregor Fauma
Der Nachbar wird schön schauen: Wegen der Hortensien ums Hochbeet sieht er bald nicht mehr in Ihren Garten! Einige Anregungen, die zu Freude und Erfolg führen mögen.
Guter Dünger muss reifen wie Wein, aber bei einem Verschnitt aus Ästen und Gras kann man nachhelfen
Ein Hochbeet schont den Rücken, nicht das Geldbörsel - Es sei denn, man greift zu Hammer und Nägeln anstelle von großteils hässlichen Fertigsets, meint Gregor Fauma
Advent und Wohltätigkeit gehören zusammen. Charity im eigenen Garten ist, wenn man dem Lieblingsstrauch die (Schnee-)Last nimmt und alle Stauden stützt, meint Gregor Fauma
Viel Platz unter der Sonne und reichlich Wasser will der Krautstiel - Er dankt's dem Beilagenesser mehrfach in einer Saison mit üppigen Ernten, weiß Gregor Fauma
Solange die Böden noch nicht gefroren sind, heißt es: dick anziehen und großzügig sein mit Blumenknollen - Das freut natürlich auch den einen oder anderen Nager, der dafür selbstlos die Erde lockert
Wie feucht und sandig mag's die Fragaria? Die Antwort auf genau diese Frage ist eine süße Denksportaufgabe, meint Gregor Fauma
Tropische Pflanzen wie die Engelstrompete wachsen auch in den südamerikanischen Bergen - Minusgrade, nur für kurze Zeit, machen sie sogar robuster, meint Gregor Fauma
Los geht's: Rasch das alte Laub aus den Gartenschlapfen beuteln und sofort draußen klären, was die Pflanzen bald schon brauchen werden
Für Gärtner ist der November ein Glücksspiel: Friert es, gibt es hohe pflanzliche Verluste zu beklagen - Auf Sicherheit spielende Outdoor-Experten setzen dagegen das herumliegende Laub einfach als Thermojacke ein - Eine warme Empfehlung von Gregor Fauma
Der Gewöhnliche Steinklee macht etwas Ungewöhnliches: Er faltet seine Blätter vor dem Schlafengehen, um uns den nächsten Tag zu versüßen - Womit, verrät Gregor Fauma
Schicht für Schicht abwechselnd Trocken- und Grünzeug übereinanderlegen: Das hat sich auch beim Komposthaufen bewährt - Faule Tricks von Gregor Fauma
Dem Gärtner stinkt die frühe Dämmerung, er steckt die Zehen in den Boden: Tipps für den Knoblauchmonat Oktober von Gregor Fauma
Stellen Sie sich vor, Sie sind Psychiater, und ein Garten kommt zu Ihnen - Redet er ständig vom Dachs, hat er keinen Dach(s)schaden - Das Problem liegt tiefer. Also beim Boden, meint Gregor Fauma
Der Herbst ist der Höhepunkt des Gartenjahres - so zur rechten Zeit vorgesorgt wurde
Die Kiwi und ihre Klischees: Die populäre Neuseeländerin ist in Wahrheit gebürtige Chinesin, und dass sie in Österreich nicht reifen mag, ist auch Blödsinn
Das Nachtschattengewächs mit dem heißumstrittenen Namen wird gern auf dem Balkon gezogen - Gregor Fauma über Theorie und Praxis der Tomate
Zurückstutzen oder wuchern lassen? Das ist die Frage, die über die Süße der Trauben entscheidet - Gregor Fauma gibt Tipps für die Rebenpflege
Wenn die Groupies kommen, kriegt Gregor Fauma zwar Schampus verehrt - aber anstrengend ist es schon
Erschöpfend war das Nichtstun des Sommers, jetzt aber darf Gregor Fauma umso intensiver garteln
Dass der Wind noch selten etwas Gutes gebracht hat, können Gärtner aus ganzer Seele bestätigen - Gregor Fauma über den Feind der zarten Blüte
Trittpflanzen vertragen einiges. Nur wenn man sie in Beeten und Kübeln ansiedeln möchte, leisten sie Widerstand
das löst das Blattlausproblem umgehend. Nur nicht zuviele Stummel oder zulange einweichen lassen, sonst könnte eine leichte Braunfärbung der Pflanzen eintreten.
Für die, die es nicht glauben: Nikotin ist ein starkes Alkaloid.
Und das alles ist 100% bio, für diejenigen, denen sowas wichtig ist. Wer nicht rauchen möchte, bekommt die Stummel beim Gehsteig seines Vertrauens.
dsa virus ist leicht uebertragbar, grad auf die beliebten paprika, chilis und tomaten.
das steht sogar in dem link. "It is known to infect members of nine plant families, and at least 125 individual species, including tobacco, tomato, pepper (all members of the useful Solanaceae), cucumbers, and a number of ornamental flowers"
versucht es mal mit Ohrwürmer - hat bei uns gut geklappt! http://tinyurl.com/3hk97ds
Auf meinen Paprikastauden hatte ich das Problem, heuer habe ich es mit Rapsöl versucht (wobei die Art des Öls wahrscheinlich egal ist). Einfach einen langen Zahnstocher ins Öl eingetunkt und dann die Tropfen über die Blattläuse laufen lassen. Bei den frischen Blättern und Blüten sitzen sie schön zusammen, mühsamer wirds, die einzelnen Halunken auf den Blattunterseiten einzuträufeln.
Das habe ich immer am Abend gemacht, in der Früh dann mit der Gießkanne fest abgegossen, damit die Pflanze untertags dann nicht "verbrennt". So 2-3 Tage lang.
Fazit: Ohne Chemie und Pie-pa-po alle Blattläuse tot. Und sie sind auch nicht auf meine Tomatenpflanze rüber. Allerdings mach ich fast täglich einen Check, ob eh keine neuen da sind. Bis jetzt aber nicht
In meinen ersten Jahren hab ich auch mit Schmierseife gespritzt. Aber noch viel bessere Erfahrungen habe ich auch mit dem "Wegwischen" der Blattläuse von den Triebspitzen und Blütenknospen. Man muss nur früh genug im Jahr beginnen - ich mach das sicherlich schon seit April. Wenn nur ganz wenige Läuse ihrem Werk nachgehen, kann man das ganz schön unter Kontrolle halten. Und ein bisserl Freud sollen die kleinen ja auch haben. Der Nachwuchs will ja auch Marienkäfer sehen ;)
...den Bobo-Gärtnern nicht gefällt; am Besten hilft Chemie. Die "biologischen" Mittel sind nicht so effizient und schwieriger in der Anwendung, deswegen überfordern sie den typisch-unerfahrenen Urban- und Lifestylegärtner.
Also Chemie: Ordentlich einspritzen (auch auf Blattunterseiten), ein bissl einwirken lassen, mit kräftigen Druck die Pflanze abspritzen, drüberwischen, nochmal abspritzen.
Falls es Gemüse- oder Obstpflanzen sind, KEIN "einziehendes/systemisches" Mittel verwenden (auch kein biologisches), das wird nämlich mit den Früchten mitgegessen.
na da spricht ja der groooße auskenner über systemische gifte. schauen sie mal in die anleitungen div. systemischer gemüse- und obstgifte, die sind in der regel nach 14 tagen für den menschen ungefährlich, je nach sorte (stoffwechselgeschw. ist ausschlaggebend). wer auf seine ess-pflanzen systemisches gift für zierpflanzen aufsprüht hat eh einen vogel.
Ich habe in meinem Garten Rainfarn verteilt - eine leicht giftige Farnart (angreifen ist ungefährlich), die als Abwehrpflanze fungiert. Einerseits sing schlagartig die Wühlmäuse beleidigt und weg (muss ziemlich stinken an der Wurzel), andererseits sind (fast) alle Läuse auf dem Farn - und dem ists egal. Somit habe ich Ruhe auf den Nutzpflanzen und vor den Mäusen. Den Einsatz von Nützlingen empfehle ich im kleinsten Maßstab. Endogene Bakterienmischungen (z.B.: EM) helfen, die Pflanzen zu stärken und den Boden aufzubereiten ("hilf der Pflanze sich selbst zu schützen"). Nützlingshotels und diverse Winterhaufen helfen gut und nachhaltig ohne das System zu stören.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.