Neue Bierkultur

12. Juni 2011, 07:51
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Conrad Seidl über neues Bier aus den alten Brauereigemäuern von Kaltenhausen

Wenn eine Brauerei zusperrt, dann ist der Jammer meistens groß: Was da nicht alles an Bierkultur verlorengehe. Und an Biervielfalt. Und erst recht an Tradition - unwiederbringlich weg, wenn der letzte Sud gesotten, das letzte Bier ausgetrunken ist.

So klang das auch beim Hofbräu Kaltenhausen in Hallein, dessen Gründungsjahr 1475 sogar noch vor jenem des Regionalmatadors Stiegl im nahen Salzburg liegt. Im Vorjahr hat die BrauUnion die Schließung von Kaltenhausen beschlossen - immerhin war das 1921 einer der Gründungsbetriebe des Vorgängerunternehmens Österreichische Braubank AG. Einige Tanks wurden nach Zipf verlagert, ebenso die Produktion der Weißbiermarke Edelweiss, die seit der Vorwoche ganz offiziell in Oberösterreich gebraut wird.

Und die Bierkultur? Die will man weiterpflegen. Mit einer Millioneninvestition (darunter mehrere hunderttausend Euro in eine kleine Brauanlage) wurde Kaltenhausen in ein Zentrum der Bierkultur umgebaut - hier soll künftig in kleinem Maßstab (etwa 3000 bis 4000 Hektoliter) eine Biervielfalt gebraut werden, die es früher mit den Marken Kaiser und Edelweiss nicht gegeben hat. Da gibt es nichts zu jammern. (Conrad Seidl/Der Standard/rondo/10/06/2011)

  • Mit einer Millioneninvestition wurde Kaltenhausen in ein Zentrum der Bierkultur umgebaut.
    foto: hrsteller

    Mit einer Millioneninvestition wurde Kaltenhausen in ein Zentrum der Bierkultur umgebaut.

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