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Niedrige Temperaturen, Regen, Hagel, Frost machten das Handling der Rebstöcke schwierig und arbeitsaufwändig.
Wein-Gespräche drehen sich um "Das musst probieren!" und "Hast schon gekostet?". Die Wochen der Jahrgangspräsentation und geöffneten Kellertüren sind angebrochen, Fans bewegen sich in Scharen von den Großstädten in die Weinbaugebiete, um sich frisch zu versorgen.
Bei Rot sind die Jahrgänge 2008 und 2009 aktuell, die - in ihrem jeweiligen Charakter - wohlschmeckender nicht sein können. Der Weiße 2010 erfüllt die Erwartungen, die man an den Weißen aus Österreich halt so hat: "Sehr österreichisch" heißt es, "lebendig", "spritzig", aber auch "Achtung, sauer!"
Regen, Hagel, Frost
Warum gerade Letzteres beim 2010er schlagend wird, hat folgende Gründe: Niedrige Temperaturen, Regen, Hagel, Frost machten das Handling der Rebstöcke schwierig und arbeitsaufwändig. Aber nicht nur das. All die Mehrarbeit wurde mit außergewöhnlich niedrigem Ertrag "belohnt".
Weine, die in kühlen Jahren wachsen, haben naturgemäß mehr Säure. Dazu gibt es Zahlen. Wie sauer er wirklich ist, weiß man es erst beim Probieren. Viele Winzer beschlossen nach der Gaumenprobe ihren Weißen zu entsäuern, was technisch einfach und außerdem legal ist. Das macht den Wein harmonischer und uns zuversichtlich, dass es auch aus dem Jahrgang 2010 genug zu trinken geben wird. (Luzia Schrampf/Der Standard/rondo/06/05/2011)
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Ihre Aussage ist vielleicht ein wenig überspitz und verallgemeinernd - es wird aber jeder zustimmen, dass bei diversen Weinverkostungen sehr wohl eine Hand voll "Hobbysommeliers" herumlaufen die selten nach 18.00 noch nüchtern sind und ihrer Sauferei das Deckmäntelchen des "Weinkenners" umhängen. Aber das sind keine Anonymen AlkoholikerInnen sondern stadtbekannte SuffköpfInnen.
heute gibt es den biologischen Säureabbau. Segen oder Fluch, ich würde (ok, natürlich nur wenn ichs mir leisten könnte) auf einen spontanen BSA hoffen, oder den Wein wegen der Säure (bei gutem Extrakt) für eine längere Entwicklung vorsehen.
Leider wird halt bei uns (beim Weisswein fast) alles schon im Frühjahr, spätestens im Herbst in den Verkauf gebracht - mMn eine Unsitte! Es lebe Frankreich hoch...
nun ja. bsa funktioniert nicht auf knopfdruck, sondern nur, wenn der ph-wert passt. und der war heuer durchwegs zu niedrig, um die lactobazillen die äpfelsäure in milchsäure umzuwandeln. abgesehen davon, dass von weinsäure auch reichlich da war, und der ist der bsa wurscht.
stimmt - dafür wird er um 10% teurer verkauft! Kleine Menge höherer Preis ;-) Mal sehen wie sich der Preis in einem ggf. "normalen" Jahr 2011 entwickelt. Ich hab mein Auge schon mal in Norditalien, da gibt's frisch - fruchtig knackige Weißweine in guter Qualität zu vernünftigen Preisen
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