Leistungsschau kleiner Brauer

  • Freundlicher Wettstreit mit Hobbybrauern.
    foto: apa/christof stache

    Freundlicher Wettstreit mit Hobbybrauern.

Conrad Seidl schaut den Haus- und Kleinbrauern in die Sudkessel

Von Sven Grünleitner hat man schon lange nichts mehr gehört in Österreich. Früher, da war der junge Brauer der Reihe nach in etlichen Gasthausbrauereien Ostösterreichs beschäftigt, hat nach alter Brauersitte die Gegebenheiten verglichen und die oft einfachen Anlagen genutzt, um meisterliche Biere zu brauen.

Seit einigen Jahren aber hat er seine eigene Brauerei, das Weißbräu Kößlarn auf dem Marktplatz der gleichnamigen Gemeinde halbwegs zwischen Altötting und Passau - und als Betriebsinhaber kommt er nicht mehr so viel herum. Außer wenn es ein Bierfest gibt, zu dem sich die bayerischen und österreichischen Kleinbrauer regelmäßig treffen.

Weißbier und ein ausgesprochen aromaintensives Pils

Voriges Wochenende war es wieder so weit, Helmut Bogner hatte in sein Brauhaus Haselbach bei Braunau eingeladen, und zwei Dutzend Brauereien von diesseits und jenseits des Inns waren mit ihren Bieren angereist. Sven brachte nicht nur sein Weißbier, sondern auch ein ausgesprochen aromaintensives Pils mit, in Bayern ohnehin eine vernachlässigte Sorte, aber gerade deshalb auch eine Spezialität, mit der man sich vom Kollegenkreis abheben kann.

Wer genügend Standfestigkeit - und die Zurückhaltung, auch vom Guten nicht zu viel zu kosten - mitgebracht hatte, konnte so unterschiedliche Biere wie eine leichte Weisse, ein Dinkelbier, dunkle Lagerbiere und sogar ein Stout verkosten. Alle diese Spezialitäten kamen aus kleinen bis sehr kleinen Brauereien in Grenznähe - und die Brauer tauschten lebhaft Erfahrungen aus, man sieht einander ja nicht als Konkurrenz, sondern baut einen Ruf für die Bierregion entlang des Inn auf.

Dieses Wochenende geht es weiter, allerdings in eine andere Region und ohne bayerische Beteiligung: In Pöllau stellen sich die österreichischen Kleinbrauer in einem freundlichen Wettstreit mit den Hobbybrauern einer Fachjury bei der Staatsmeisterschaft. (Conrad Seidl/Der Standard/rondo/29/04/2011)

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8 Postings
mein tipp:

lafnitztaler! yummie yummie!

Ich wäre ja schon froh, wieder dunkles Kapsreiter im Supermarkt zu bekommen.

Bier macht

blad.

Ich kann, wenn ich drauf verzichte und nur Wein trinke, in einem Monat 5 Kilo abnehmen, ohne mich weiter anstrengen zu muessen. In die andere Richtung geht's genau so schnell.

kann schon sein

aber ohne bier gibt es gar nichts. Keine Ärzte, keine rechtsanwälte, schon gar keine Ingenieure, wer hält schon das studium ohne bier durch?

Auch beim handwerk wäre es düster ohne bier, keine maurer, keine zimmerer, keine installateure...kein gar nichts.

Bier ist eines der wichtigsten produkte überhaupt.

wein ist dagegen was für schnösel oder alkoholiker, die sich die doppler in den kragen schütten. Vom wein hat niemand was.

Außerdem geht man meist direkt nach dem Konsum schlafen was bedeutet dass die Kohlehydrate zu 100% in Fett umgewandelt werden. Bei einem Abendessen hat man hingegen zumindest noch etwas Bewegung nachher.

Kein Wunder: Bier hat viele Kohlehydrate. Heißt ja nicht umsonst "flüssiges Brot". Wenn man einen Abend lang säuft hat man mindestens so viele Kohlehydrate wie bei einem großen Abendessen zu sich genommen. Deshalb ja auch die vielen Bierbäuche...

Ich würde eher sagen, Bier macht Appetit. Wenn ich Wein trinke, bekomme ich weniger intensiven Gusto auf Knabbereien.

WIR sind (Bier)Papst!!!

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