BIER IM GEREDE

Conrad Seidl über die WM der Biersommeliers

15. April 2011, 17:07
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    foto: biersommelierweltmeisterschaft

    Sebastian Priller

50 Biersommeliers haben sich in Anif bei Salzburg dem Wettbewerb um den Weltmeistertitel gestellt

Braumeister sollten sich eigentlich beim Bier auskennen, der Außendienst der Brauereien ebenfalls. Das stimmt aber nur eingeschränkt: Man kennt genau, was man selber braut und verkauft, man kennt die Produkte der wesentlichsten Mitbewerber. Und das war's dann auch.

So lässt sich Bier nicht als spannendes, extrem vielfältiges Produkt inszenieren - dazu müsste man weit über den Teller- beziehungsweise Bierglasrand schauen. Es waren zwei Braumeister, die das eingesehen haben, Axel Kiesbye von der Privatbrauerei Sigl in Obertrum und Wolfgang Stempfl von der Doemens-Akademie in München: 2004 starteten sie mit einem Kurs für 15 Diplom-Biersommeliers, inzwischen wurde das Konzept auch in Italien und Brasilien umgesetzt, rund 500 Absolventen - überwiegend Brauerei-Profis - zählt man bis jetzt.

Am vergangenen Wochenende haben sich 50 dieser Absolventen in Anif bei Salzburg getroffen, um sich dem zweiten Wettbewerb um den Weltmeistertitel zu stellen - den ersten hatte vor zwei Jahren der Oberösterreicher Karl Schiffner gewonnen. Der saß diesmal in der Jury, der die Kandidaten zufällig aus- gewählte Bierspezialitäten präsentieren mussten. Für Sebastian Priller von der Brauerei Riegele in Augsburg wurde das "Brewer's Reserve No. 1" von der Fuller's Brewery in London gelost, das er dem Publikum ohne große Vorbereitung präsentieren musste. Priller löste die Aufgabe mit Charme und Fachwissen, kommentierte nicht nur Aromen und Geschmack (beide geprägt von einer 500-tägigen Lagerung in gebrauchten Whisky-Fässern), sondern auch den Trend zur Holzfass-Reifung von Bieren. Der Weltmeister-Titel war ihm sicher.

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13 Postings
captain__ingwer
00
17.4.2011, 16:33
biersommelier

wo sind die denn tätig? Mir fallen in Ö. sehr wenige lokale ein, wo es eine Bierauswahl gibt, die annähernd mit dem Umfang einer durchschnittlichen Weinkarte in der gehobenen Gastronomie mitkommt. Im Regelfall hat der Biersommelier. so es einen gibt, eine Auswahl zwischen einem Märzen, einem Alk-freien, und wenn es ganz speziell sein soll, noch ein pickertes dunkles für die Damen... traurig ist das, denn die Biere die wiklich als Speisenbegleiter taugen, gibts bei uns ja nur sehr selten in der Gastronomie

quick & dirty
10
17.4.2011, 12:44
Bierweltmeister?

Die findet man doch in jedem durchschnittlichen Wirtshaus.
.
Man erkennt sie gleich an dem sogenannten
Gössermuskel.
.
Außer fett nur fett.
;)

Jahn Petrov
41
16.4.2011, 13:57

Und wenn's nicht zu Saufen ist (der überwiegende Teil der österr. Biere) dann erklärt uns so ein Sommelier das das der höchste Genuss der Braukunst ist. Der gemeine Konsument glaubt ja alles wenn's nur den Anschein von Kompetenz hat.

DrBelacqua
142
16.4.2011, 02:06

Ich weiß auch, wie man mit Bier generell umgeht:

Wegschütten. In den Gulli.

Juhu, Weltmeister!

Kräuterpfarrer Escobar
00
17.4.2011, 16:02

Mah, bei Ihnen schreit es förmlich zwischen den drei Zeilen heraus, was für ein Ungustl Sie sind.

vallis rosarum
 
03
16.4.2011, 19:03
Im Prinzip haben Sie Recht, allerdings ist Ihnen

ein kleiner Fehler unterlaufen:
Bier schüttet man nicht in den Gully, sondern man pisst es (so wie ich) literweise ins Pissoir...

Kottan ermittelt
00
16.4.2011, 13:42

Darf die unwissende Mehrheit wissen, was der werte Herr unter Beir versteht? Etwa die Köstlichkeiten aus dem Hause Heineken?

Hefeweizerlbier
04
16.4.2011, 13:00

Ich bevorzuge aber den Ausdruck Schlund statt Gully.

DrBelacqua
30
16.4.2011, 13:13

Ja. Jeder wie er will. Manche umarmen ja auch Bäume oder gehen anderen Perversitäten nach.

PeanutbutterWolf
16
16.4.2011, 09:34

So handhaben Sie es auch mit dem Humor!

f l o
 
11
15.4.2011, 19:12

nur über eine einzige biersorte muss man plaudern, um weltmeister zu werden?
formel1-weltmeister wird man auch nicht nach einer gefahrenen runde.

Bierpapst
00
16.4.2011, 16:35

Natürlich nicht. vorher muss man drei Prüfungen als Bester oder Zweitbester bestehen, um ins Finale zu kommen.

faust
12
15.4.2011, 19:18

ein toller vergleich.

stellen sie sich das eher so vor, als würden alle formel-1-piloten eine sekunde vor dem start zufällig auf alle autos verteilt, und wer nach der ersten runde vorne ist, hat gewonnen. und selbst dann hinkt der vergleich noch immer gewaltig.

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