Kosmetik

Lidschatten 2011: Auge um Auge

3. März 2011, 17:38
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    foto: apa/guerlain

    Das neuen Augen-Make-up für Frühjahr und Sommer 2011.

Lidschatten sind im Frühjahr farbenfroh: Was es dabei zu beachten gibt, hat sich Karin Pollack erklären lassen

Augen schließen, damit beginnt's. Eigentlich geht es aber eher darum, nur ein Auge zu schließen - das andere steuert das Schminken. Für Modebewusste gehört Lidschatten zur morgendlichen Routine. Denn: Mit Augen-Make-up lassen sich Blick und damit Ausstrahlung steigern. "Bei flachen und konkaven Lidern ist praktisch alles möglich, bei starker Lidfalte, eng oder weit auseinanderstehenden Augen wird mit heller oder dunkler Farbe korrigiert", sagt Visagistin Karoline Strobl.

Dezent oder dramatisch? Das hängt von der Stimmung und dem persönlichen Tagesplan ab und kann - perfektionistisch betrachtet - eben bis zur Wahl des passenden Lidschattens reichen. Worüber sich Profis vollkommen einig sind: Die Augenpartie muss immer und unbedingt vorbereitet sein. Wie eine Malerin ihre Leinwand deckt Marie-Theres Weinmann deshalb die Augenlider mit einer Art Grundierung und Puder ab, mit einem Primer von M.A.C oder Aveda, da damit verhindert wird, dass die Farben später ineinander verlaufen oder sich in der Lidfalte absetzen. "Zur Vorbereitung gehört auch, dass die Augenringe verschwinden", sagt sie und rät zur Verwendung von Concealern. Das sei für viele ihrer Kundinnen, die sie im Rahmen ihrer Schminkschule Make-up-Department betreut, neu. Ebenso die Tatsache, dass Wimpernkranzverdichtung einer der wichtigsten Tricks für einen strahlenden Blick ist. Konkret bedeutet das, den Eyeliner ganz nahe an den Wimpern aufzutragen, weil damit das Weiß der Augen betont wird. Strobl meint sogar : "Die richtige Platzierung von Eyeliner kann Wunder vollbringen." Was schminktechnische Laien noch gerne falsch machen: "Mascara sollte immer zum Schluss aufgetragen werden."

Arbeit mit Farbe und Pinsel

Das eigentliche Auftragen von Lidschatten ist Arbeit mit Farbe und Pinsel. Grundsätzlich sollte immer mit einer Schicht heller Farben - wie sie in den meisten Lidschattenpaletten ohnehin enthalten sind - begonnen werden. Das steht auch im großen Schminkhandbuch Make-up Manual von Bobbi Brown, jener Make-up-Artistin, die eine eigene Kosmetikmarke gegründet (und mittlerweile an Estée Lauder verkauft) hat.

Wer einen dezenten Look bevorzugt, kann nach der hellen Farbe eigentlich schon aufhören. Wenn Smokey Eyes das Ziel sind, sollte man die Farbe immer erst am äußeren beweglichen Lid auftragen und dann nach innen hin heller werden. "Smokey Eyes müssen neuerdings nicht in Grau und Brauntönen geschminkt werden, sondern dürfen auch bunt sein", sagen die Expertinnen. In den aktuellen Looks sei viel Blau, Türkis und Lavendel, auch Feuerrot sei auf den Laufstegen ein Thema. Experimentierfreude sei da das Gebot der Stunde. Ihre Tipps: Lidschattenfarben immer erst am Handrücken abstreifen, damit nicht zu viel Puder auf dem Pinsel ist und streut. Apropos Pinsel: "Blender Brush" ist das Werkzeug der Wahl, die Farbe Schicht um Schicht auftragen, immer nach außen und oben arbeiten. "Wer unterschiedliche Farben mischt, sollte darauf achten, dass die Farbübergänge nicht sichtbar sind", rät Weinmann.

Karoline Strobls Interpretation der neuen Make-up-Trends: "Oft wird auch nur eine einzige Farbe mandelförmig aufgetragen. Highlights werden dann mit heller Farbe am inneren Augenwinkel und unter den Brauenbögen gesetzt, damit hat man sofort einen Wow-Effekt."

Und was, wenn gepatzt wird? "Einfach mit einer Schicht Make-up per Schwämmchen ausbessern," rät Weinmann. Für Ungeübte ist Cremelidschatten übrigens einfacher als Puder. Wer Puderlidschatten feucht aufträgt, muss mit hoher Farbintensität rechnen. "Übung macht den Meister", lacht Weinmann. Ihr letzter Tipp: Rottöne nie zu nahe am Lidrand auftragen, denn das erzeuge "den verheulten Blick". (Karin Pollack/Der Standard/rondo/04/03/2011)

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