Die Rückkehr der Badehaube

27. Februar 2011, 17:11
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Warum man diesen Sommer damit nicht unbedingt baden gehen muss

Das Jahr ist zwar noch relativ jung, wir wollen heute aber trotzdem schon einmal vorgreifen und schauen, was uns der Sommer bringen wird. Der britische Guardian hat diesbezüglich etwas Interessantes zu verkünden, nämlich die Rückkehr der Badehaube. Sie, schreiben die englischen Kollegen, dürfen neuerdings auch abseits des Pools getragen werden, also auf Grillfesten genauso wie zum Einkaufen. Das ist wirklich einmal etwas Neues, doch wer das Ganze als Spleen exzentrischer Inselbewohner abtun möchte, der sei auf die Kollektionen der Modedesigner verwiesen. In ihnen kommen nämlich schon seit einiger Zeit vermehrt Badehauberln für den Alltagsgebrauch vor.

Den Weg geebnet hat vor einigen Saisonen Miuccia Prada mit kunstvoll geschlungenen Badeturbanen, die dermaßen gut ankamen, dass sie zwei Saisonen später in ihrer Zweitlinie Miu Miu gleich ganz auf die klassische Badehaube setzte. In dieser Saison ist jetzt Marni dran, wo die Hauben aus weichem Leder sind und wahlweise auch als Fliegerkappen durchgehen. Sie erinnern an die tief in die Stirn gezogenen Cloche-Hüte der Zwanzigerjahre, jener Zeit übrigens, in der die fest den Kopf umschließende Badekappe mit Kinnband erstmals aufkam. Ab Mitte der Sechziger wurde sie übrigens mit Blumen- und Blätterapplikationen verziert, ein Design, das man heute nur mehr selten sieht. Mal schauen, wie lang die Designer brauchen, um auch diese Tradition wieder auszugraben. Hoffentlich geht damit dann niemand baden. (Stephan Hilpold/Der Standard/rondo/25/02/2011)

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    In dieser Saison ist jetzt Marni dran, wo die Hauben aus weichem Leder sind und wahlweise auch als Fliegerkappen durchgehen.

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