BIER IM GEREDE

Bedrohte Beisln

4. Februar 2011, 17:13
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    foto: pixelio.de/lichtbild austria

    "A Gulasch und a Bier" - das verspricht einfachen Genuss, verspricht eine Wirtshausatmosphäre wie anno dazumal.

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"A Gulasch und a Bier" ist bald nur noch Erinnerung, fürchtet Conrad Seidl

"A Gulasch und a Bier." Das mag nicht die höchste Form von Bierkultur sein. Aber wer fragt schon danach. "A Gulasch und a Bier" - das verspricht einfachen Genuss, verspricht eine Wirtshausatmosphäre wie anno dazumal. Man denkt an Gaststuben, in denen die Gäste zusammensitzen wie schon, sagen wir, 1599 im Gasthaus zum Halbmond. An frisches Bier. An einfaches Essen.

Jeder Bierfreund hat solche Erinnerungen. Oder hätte sie gerne. Amerikanische Kollegen sind ganz versessen darauf, jenen ungezwungenen Biergenuss zu erleben, wenn sie mal nach Mitteleuropa kommen: Für sie ist es die höchste Form der europäischen Bierkultur, traditionelle Lagerbiere in einer solchen traditionellen Umgebung zu trinken. Und wenn unsereinem ein Buch in die Hand kommt, das A Gulasch und a Bier heißt, blättert man auch gern darin - tatsächlich ist ein solcher Titel in der Edition Winkler-Hermaden erschienen. Man schaut mit gewisser Wehmut die viele Jahrzehnte alten Bilder an. Dann stellt man fest, dass in diesem Buch etwas dokumentiert wird, das es großteils nicht mehr gibt.

Und wo es vorhanden ist, ist man vorsichtigerweise geneigt zu sagen, dass es "noch" vorhanden ist. Ein Bilderbuchbeispiel steht etwa in Waidhofen an der Ybbs: Man sollte das "Gasthaus zum Halbmond" vielleicht abfotografieren, damit sich vielleicht die Leser eines nächsten Bandes daran erfreuen können. Nicht dass so ein Gasthaus zu wenige Gäste hätte. Lokalbesitzerin Berta Zacharias hat ein mehr oder weniger volles Haus, und man sieht, dass ihr die Arbeit auch Spaß macht.

Was ihr Sorgen macht, ist die Zukunft, wie sie erzählt, als sie das zweite Krügel Zwickl zum Gulasch serviert.

"A Gulasch und a Bier" ist zwar ein Genuss für den Gast, aber für junge Leute, die in so einem Wirtshaus aufgewachsen sind, ist es nicht unbedingt das Berufsziel, ein Leben lang Gulasch und Bier zu servieren. Gastwirts-Söhne und Gastwirts-Töchter streben nach höherer Bildung als nach der, die zum perfekten Bierzapfen befähigt - und sind selten interessiert daran, den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Aber an "irgendjemanden", der keinen Respekt vor dem Flair des alten Gasthauses und kein Gefühl für "A Gulasch und a Bier" hat, will Frau Zacharias den Betrieb erst recht nicht weitergeben. (Conrad Seidl/Der Standard/rondo/04/02/2011)

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Posting 1 bis 25 von 188
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O5
00
30.4.2011, 23:25

Schon alleine in Wien gibt es Dutzende Wirtshäuser die die o.a. Kriterien erfüllen. Diese Wehmut ist unnötig.

ziegenhals
 
58
"gasthaus zum halbmond"

hat die fpö waidhofen/ybbs schon einen antrag auf umbenennung gestellt?

Hui Buh
42
Hehe, ich habe heute die Negerlegasse in 1020 entdeckt,

wird wohl auch in Schwarzafrikanerlegasse umbenannt werden müssen. ;o)

Puritsche
 
00
24.2.2011, 11:38

Wohl kaum, der Namensgeber war kein Schwarzafrikaner, sondern Wiener Hausherr.

http://www.wien.gv.at/strassenl... wienscroll

Hui Buh
52
24.2.2011, 13:16
Humor und Geblödel ist nicht so ganz Ihres, gell?

Aber danke für den Link, der ist interessant! ;o)

O5
01
30.4.2011, 23:23

Humor ist halt nur dann witzig wenn er gekonnt ist. In Ihrem Fall hingegen war er gleich doppelt falsch.

mooon
00

tja das kommt davon, dass konservative halt leider alles konservieren anstatt mal neue ideen haben wollen, wie man alt hergebrachtes neu vermarkten kann.

Ibsen
32
Pörkölt vs Gulyás

Gulaschsuppe=Gulyás(H)

Gulasch=Pörkölt(H)

Alpa Chino
 
01
22.3.2011, 03:15

Mmmh diese Diskussion hatten wir auch schon lange nicht mehr.

Gelernter Österreicher
28
A Gulasch is a Gulasch

A Wiener Softgulasch hod mit an Perkölt oba sowas von nix zum tuan, sie Kochlöffel!

knatere
00
23.2.2011, 19:30

ich esse ja gern gulasch, auch in ungarn, aber das beste hab ich letztens im 2 bezirk gegessen...

tramezzino
00

korrekt.

Ibsen
00
Hm...

ich bevorzuge auf jeden Fall den guten alten ungarischen Kalbspörkölt...Sie Gulaschkanone!

Gelernter Österreicher
00
Hm..

Warum nicht gleich: "én minden esetre a jó öreg borjupörköltöt szeretem!" ?

Ibsen
00
Hm...

Igy is lehet mondani.

Gelernter Österreicher
00
Hm..

Aber eben nur wenn man in Kauf nehmen möchte in den besungenen Beisl dann höchstwahrscheinlich zu verhungern.

Ibsen
00
Das ist aber keine reale Gefahr für mich

Ich esse Pörkölt (oder Gulasch wenn wir so wollen) nämlich fast ausschließlich in Ungarn

Hui Buh
01
Wenn schon, dann GOlasch. ;o)

Gerald H
10
waß eh i!

Ist das jetzt eine Neuigkeit?

Dhimmi
010
Modern labelling

Das Ganze beefcurry (with hot chilly) nennen, von Jamie Oliver promoten lassen, und verschlingen es die Kids und Schickis.

Poldi Fesch
00
ich glaube es geht

mehr ums kochen als ums esse. Wer sollte kein Gyulasch essen wollen ?

Duck of Death
00

Nicht vergessen vom cuisine manager zubereiten lassen, nur dann schmeckts!

tramezzino
01

creative kitchen director ;-)

all who believe in telekinetics,raise my hand
04
50% Rind, 50% Zwiebel, Paprika mit anschwitzen, Hauch Kümmel, bedeckt köcheln, Ende.

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