WEIN IM GEREDE

Guttrinker

31. Jänner 2011, 19:17
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    foto: apa/karl-josef hildenbrand

    Immer mehr Produzenten bemühen sich, einzelne Weine oder ganze Betriebe so umzustellen, dass der Energieaufwand bei der Herstellung möglichst gering gehalten wird.

Neben dem Geschmack ist das Drumherum für Luzia Schrampf schon auch wichtig

Der Preis gibt meistens den Ausschlag, ob jetzt eine Flasche Wein mit nach Hause geht oder im Regal bleibt. Dazu werden vielleicht auch einige Nebengedanken an die Attraktivität von Etiketten, an Parker-Punkte oder Schon-getrunken-hat-geschmeckt verschwendet. Dass immer öfter handfeste Umweltaspekte für die Kaufentscheidung herangezogen werden, ist eine erfreuliche Entwicklung. Eine Erklärung dafür liefert das SERI (Sustainable Europe Research Institute): Speziell bei Luxusgütern, und dazu zählt Wein nun einmal, möchte man ein gutes Gewissen haben, um sie so richtig genießen zu können.

Auch die schwedische Alkoholmonopolgesellschaft Systembolaget schlägt in ihren regelmäßigen Umfragen zum Trinkverhalten in diese Kerbe: Weine aus Bio-Bewirtschaftung erzielen mittlerweile zweistellige Zuwachsraten in Schweden (und nicht nur dort). Nachhaltigkeit für alle Beteiligten ist ein Kriterium für die Einkaufsstrategie der Gesellschaft. Dazu gehört die faire Bezahlung von Weingartenarbeitern in Ländern wie Südafrika oder Chile ebenso wie die Verpackung. Fast zwei Drittel des verkauften Weines werden per Bag-in-Box unters Volk gebracht. Umweltbilanztechnisch rangiert Bag-in-Box - hierzulande noch immer als "aufgemotzter Tetrapack" missverstanden - an zweiter Stelle nach der ausgewaschenen und wiederverwendeten Glasflasche und noch weit vor Glas, das im Container gesammelt und recycelt wird.

"Ich trinke keine Überseeweine, weil mir die Vorstellung, dass die Flaschen über tausende Kilometer herangekarrt werden, nicht gefällt" ist ein anderes in die Schlacht geworfenes Argument. Es bezieht sich auf den CO2-Rucksack, der durch den Transport entsteht. Außerdem reagieren immer mehr Produzenten und bemühen sich, einzelne Weine oder ganze Betriebe so umzustellen, dass der Energieaufwand bei der Herstellung möglichst gering gehalten wird. Vorbildlich diesbezüglich in Österreich ist eine vergangenes Jahr präsentierte Studie, an der die Winzer des Traisentals beteiligt waren: In ihr wurde unter anderem ermittelt, was man im Weinbau dazu beitragen kann, um die Emission von Treibhausgasen zu minimieren. Und oft sind es kleine Schritte, die einen großen Effekt haben, damit alle besser trinken können. (Luzia Schrampf/Der Standard/rondo/28/01/2011)

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12 Postings
politisch verfolgt
03
also ich persönlich

pfeife beim weinkauf auf alles aus der "neuen welt" (europa reicht), auf bio (ist ein schmäh), auf große namen (ist sowieso der überschmäh) und auf eine bestimmte weinhandelskette mit "und co" im namen, die ich nicht nennen will, aber für abzocker halte.
ich muß sagen, ich bin weinmäßig eigentlich sehr zufrieden.

yeßßßß
02
darf ich mich anschließen ?

also ich persönlich pfeife beim weinkauf auf alles aus der "neuen welt" (europa reicht), auf gewisse große namen (ist bei manchen der überschmäh) , auf fette, dichte, stark alkoholhältige weine, scheue auch nicht ab und zu im supermarkt zu kaufen und die weinhandelskette mit "und co" im namen beehre ich bei sonderangeboten
ich muß sagen, ich bin weinmäßig eigentlich auch sehr zufrieden.

jadangää
00
mein senf dazu

*neue welt -brauche ich nicht, good old europe rulez !
*große namen - nur aus der wachau, sonst nicht
*und co händler - nu bei 33% rabattweinen
*supermarkt - merkur und interspar sind ok, hofer traue ich mich nicht so recht
*suche noch einen pinot noir händler, der gute, nicht überzahlte weine aus dem burgund anbietet - kann wer helfen ?

politisch verfolgt
01
mir scheint

nicht nur in ägypten, auch bei österreichischen weintrinkern kündigt sich eine revolution an. oder doch nicht?

jadangää
00
hoffen wirs

ich brauche auch zb keine überzahlten turboroten, die wie brombeermarmelade und holz schmecken

KTHXBYE
01

Getrunken wird, was schmeckt. Nicht, was politisch korrekt erzeugt wird.

Karl Radek
31

als im 20. Bezirk beheimateter weinfreund gehe ich zu fuss (oder fahre mit dem Fahrrad) in die nachbarbezirke (19., 21.,) zum biowinzer (z.b. hajzan od. wieninger) und kaufe dort wein ein - mein beitrag zum umwelt- u. klimaschutz. und was die im foto dargestellten verschlussformen betrifft: nur mehr schraubverschluss, die portugiesen dürfen sich ihre kontaminierten korkeichen gerne behalten!

Dilbert
01

Ich bin auch ein guter Trinker.

Vayav indrasca
00
31.1.2011, 19:36

Was macht der Cocktailshaker bei einem Weinartikel?

mens sana in corpore sano
00
lol

sie sind ein echter wein-kenner!

Mirstetta Toni
00

das ist die verschlusskappe einer weinflasche.

lumpi8
00
welcher Shaker?

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