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vergrößern 491x700Erschienen bei Lionsgate Home Entertainment, Region 2
Willkommen in der texanischen Kleinstadthölle: Für weibliche Teenager gibt es wenig Entfaltungsmöglichkeiten, vor allem, wenn man wie Bliss Cavander (Ellen Page) die Leidenschaft anderer Töchter für Schönheitswettbewerbe nicht teilen mag. Bliss ist smart und neugierig, und ihre beste Freundin Pash (Alia Shawkat) hat ein Auto. Die beiden fahren eines Abends nach Austin - aber nicht zum Football, wie die Eltern glauben, sondern zum Rollschuh-Derby: Maggie Mayhem, Eva Destruction, Bloody Holly, Iron Maven - die Juliette Lewis verkörpert - und andere Spielerinnen mit klingenden Namen treten dort auf einer Kreisbahn zu einer Mischung aus Wrestling und Wettlauf gegeneinander an. Bliss ist fasziniert und weiß, was sie fortan tun will.
Wie sie ihr Vorhaben umsetzt, davon erzählt der erhebende Krawallmädchenfilm Whip It. Drew Barrymore hat sich das Originaldrehbuch von Shauna Cross für ihr Regiedebüt ausgesucht. Auch mit 35 Jahren wird Hollywood-Star Barrymore immer noch bevorzugt als Darstellerin von knuddeligen Schusseln in Romantic Comedies engagiert. In Whip It lässt sie es dafür als Teamkapitänin Smashley Simpson einmal so richtig krachen - und das ist im Zusammenhang mit den Rollschuh-Derby-Einsätzen ihrer "Hurl Scouts" auch wörtlich zu verstehen.
Barrymore erweist sich nicht nur als sehr körperliche Komödiantin, sie hat auch als Regisseurin Talent. Nicht zuletzt gelingt ihr das Kunststück, die Rollschuhfahrerinnen in ihren knappen Outfits so zu inszenieren, dass deren Position begehrenswert erscheint - aber eben nicht nur, weil sie dabei so gut aussehen, sondern weil diese Frauen selbstbewusst erscheinen. Und sie haben ziemlichen Spaß an ihrem Team, ihrem Tun, am Wettkampf, an der schieren Bewegung auf Rollschuhen. Dank DVD-Release samt Outtakes und Interviews kann man den Spaß nun auch zu Hause haben. (Isabella Reicher, DER STANDARD/RONDO - Printausgabe, 21. Jänner 2011)
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