Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Flo Peitl hat mit seinem "Floß" bei der Börse ein richtig solides Wirtshaus geschaffen.

Geradezu massiv: die dunkel gebeizte Lamperie.
Florian Peitl hat sich sein Medizinstudium mit Kellnerieren verdient. Das mag gut für das Image der Studierenden sein, die der Volksmund (bekanntlich ein Schandmaul) durch die Bank zu Tachinierern stempelt. Für seine Profession war der junge Mann damit aber verloren: ein Leben als Wirt schien ihm fürderhin verlockender.
Nun mag man einwenden, dass der Mann das Siechtum der Bevölkerung damit erst recht befördert, statt es zu lindern - oder zumindest hinterher zu reparieren. Anderseits darf bittschön jeder für sich entscheiden, wie er sein Glück (und auch sein Ende) findet.
Für die Wiener Wirtshauslandschaft darf das Gasthaus Floß jedenfalls als Glücksfall gelten. Einerseits, weil das Lokal an der Ecke Börse-/Eßlinggasse jetzt ungleich besser aussieht als zuvor (war aber nicht schwer). Und anderseits, weil Peitl mit Küchenchef Bernhard Greiner einen guten Griff getan zu haben scheint. Weil: Dass sich heutzutage ein Koch mit echtem Können mittags wie abends hinstellt, um engagierte, tief in der Tradition verwurzelte und dennoch täglich neu variierte Wiener Küche zu kochen, ist alles andere als selbstverständlich. Wenn Greiner den Schwung der ersten Tage (stets die schwersten) beibehält, dann hat die Stadt eine wirklich spannende, neue Adresse für ihre Leib- und Magenküche.
Alles andere als fad
Die Karte wird zweimal täglich gewechselt, wobei Schnitzel (vom Kalbsrücken) und Gulasch stets vorrätig sind und eine Auswahl von zumindest zwei Fischen und zwei panierten Speisen laut Peitl gewährleistet sein muss, außerdem mindestens ein Schmorgericht, ein gekochtes Rindfleisch mit Beilagen sowie diverse Innereien.
In Süßwein gesulzte Rindswangerl zur Vorspeise machten schon einiges her, wurden von Ochsenmaulsalat (ja!) mit Käferbohnen und knackfrischem Salat aber locker ausgebremst. Alles andere als fad auch die fruchtige Säure der Linsenpüreesuppe mit einem zartrosa Stück Lammfilet als Einlage. Knusprige Erdäpfelpuffer mit Rauchforelle und Mousse von derselben gerieten für ihren Wohlgeschmack zu klein - waren aber auch nur eine Vorspeise.
Dafür sind die Hauptspeisen riesig (also bitte, Herr Dr.!), ob satt papriziertes Hirschgulasch mit Erdäpfelknödel (top), Karpfen gebacken mit Kernölmayo (prachtvoll) oder gegrillte Niere vom Biokalb (Bild). Auch nicht schwach: gleich viererlei Biere vom Fass. (Severin Corti/Der Standard/rondo/26/11/2010)
Gasthaus Floß
Ecke Börsegasse/Eßlinggasse
1010 Wien
Tel.: 0699/11 72 63 55
Mo-Fr 11.30-23 Uhr, Sa 18-23 Uhr
VS EURO 3,50-8, HS EURO 8-17, Mittagsmenü EURO 8,50
Foto: Gerhard Wasserbauer
Unter Helmut Österreichers Ägide ist Artner plötzlich zu einer richtig guten Adresse für Wiener Küche geworden - Eine tolle Weinkarte gibt's jetzt auch!
Am Karmelitermarkt gibt es ein neues Lokal, das mit silbrigen Schuppen glänzt - und mit einem Hillinger-Weinshop
Wer die Gleichförmigkeit der heimischen Gastrolandschaft beklagt, findet bei François in Wien-Penzing Trost - und wie!
Schon wieder ein neues schönstes Restaurant der Stadt: Das außerordentlich tolle "On Market" am Naschmarkt
Neues Hotelrestaurant mit lahmem Schmäh, engagiertem Service und ziemlich guter Küche
Die ehemals rabiatrustikale Zirbenstube Martinjak am Opernring stellt sich als zeitgemäßes Restaurant neu auf
Das Essen im Restaurant Edvard im neuen Kempinski-Komplex am Schottenring wirft mehr Fragen auf, als der Service zu beantworten vermag
An einem diskreten Eck der Wiener Innenstadt hat Sternekoch Konstantin Filippou jetzt einen Weiheort seiner Kunst eröffnet
Ein neues libanesisches Restaurant, das sich kaum als solches zu erkennen gibt - aber dennoch gute Küche bietet
Im wilden Tal der Soča kocht die gelernte Diplomatin Ana Roš die tollste Küche Sloweniens - und vielleicht der Alpen
Drei Vorarlberger hauchen einem arg abgewirtschafteten Beisl auf der Oberen Augartenstraße schönes, neues Leben ein - Zentrales Element: Vorarlberger Käse
Frühling kommt, Hoffnung wächst - Wenn etwa ein Vietnamese aus einer öden Pizza-Döner-Bude etwas Gutes macht
Una Abraham und Carsten Philippi haben im Karmeliterviertel eine Bar aufgesperrt, in der es "halt auch etwas zu essen gibt"
Das Good Morning Vietnam zog von Wien-Fünfhaus an den Alsergrund - und hat nun eine beachtliche Weinkarte
Ein als kreativ gehandelter Koch taucht nach Jahren wieder auf - in einem Seminarhotel an der Peripherie
Roman Steger kocht jetzt in der Josefstadt - und zwar auf ebenso inspirierte wie engagierte Weise
Ausgerechnet die Kulissenküche der "Andi & Alex"-Show beherbergt jetzt eines der bestbekochten Wirtshäuser Wiens
Das gute Leben auf französisch verspricht nun auch eine neue Café-Brasserie beim Wiener Schottentor
Die Innenstadt macht sich schick, da will der Hohe Markt nicht fehlen. Nach dem Merkurmarkt jetzt auch mit "Brasserie"
Prunk und Kunst und tolle Aussicht - bei der Küche aber greift das neue Luxushotel Sans Souci spektakulär daneben
Ein neuer Platz für beste Pizza: Das Riva hat seit dieser Woche - statt nur im Sommer auf der Summerstage - eine fixe Bleibe in Wien-Alsergrund
Schau an: Im neuen Bahnhof Wien Mitte wird nicht nur Junkfood verfüttert - Zum Beispiel im Ramien go
An der Ecke Rotenturmstraße / Hoher Markt wurde ein schickes Hotelrestaurant der ganz anderen Art eröffnet
Das tolle Vietnam-Standl "By Chi" ist nicht mehr am Naschmarkt - dafür aber ganz neu ums Eck vom Karmelitermarkt
Ein Inder in Wien-Alsergrund versucht sich - einstweilen noch zaghaft - an einer Neuinterpretation dieser großen Küche
Eine noble neue Adresse am Chiemsee verspricht große Alpenküche, löst das bei aller Qualität aber nicht ganz ein
Inmitten der Tourismuskulisse des Spittelbergs versucht sich ein junger Küchenchef an ambitionierten Gerichten - Die neue Küche im Lux
Das Gastro-Pub Charlie P's zündet die nächste Stufe: Dry-Aged-Burger, Pulled Pork und Desserts fast wie bei Heston Blumenthal!
Kim kocht wirklich in der Küche des neuen Merkurmarkts, wo ihre Kreationen zwischen Einkaufswagerln serviert werden
Im kulinarisch gesegneten Tullnerfeld wurde mit dem Figl in Wolfpassing jetzt noch ein Wirtshausjuwel exhumiert
Man muss schon in ein Hernalser Schutzhaus pilgern, um in Wien wirklich grandios indisch zu essen
Alexander Mayer, der als schwierig bekannte Ausnahmekönner, kocht jetzt in einem kleinen Restaurant auf der Wieden
Tolle Weine, rare Delikatessen und ein wirklich guter Koch: Spaetrot erfindet den Heurigen neu - just in Gumpoldskirchen
Vis-à-vis ist noch Baustelle, das Fabios auf der Tuchlauben aber hat nach Renovierung - und mit neuem Starkoch Joachim Gradwohl - wieder geöffnet
Wie eine Köchin aus Vietnam und eine Architekturstudentin aus Deutschland in Wien-Neubau eine Garküche schupfen
Eine Wiener Touristenmeile überrascht seit kurzem mit einem außerordentlich gut bekochten Restaurant, das Wiener Schnitzel wird in Mangalitza-Schmalz gebacken
Das neue Konzept des Taubenkobel kopiert jenes eines Zwei-Sterne-Lokals in Stockholm bis in minutiöse Details - erstaunlicherweise ohne Quellenangabe
Im Industriegebiet von Oberwart lässt sich eine der interessanteren Küchen des Burgenlands verkosten - Ausgerechnet
Ein Sternekoch aus Stuttgart siedelt sich im Südburgenland an, um fortan hochklassig vegetarisch zu kochen - Zeit war's!
Ausg'steckt ist auf dem Gut Oggau der Tscheppe-Eselböcks am Neusiedler See: Das zieht ganz offenbar eine spezielle Klientel an
Neben großen Rotweinen bietet das Weingut Wachter-Wiesler nun einen weiteren Grund für einen Ausflug nach Deutsch-Schützen: ein tolles Wirtshaus mit schöner Aussicht
In Purbach wurde ein Lesehof aus dem 16. Jahrhundert aufwändig renoviert. Pächter ist der junge Max Stiegl - was als Glücksfall gelten darf: Dank seiner fantasievollen Küche dürfte "Gut Purbach" zum neuen Hotspot am See werden
ich war vorhin dort und wenngleich das essen in ordnung (jedoch auch nicht überragend) war, werde ich es in nächster zeit nicht mehr besuchen. obwohl ich die als 'schnelles gericht für die mittagspause' gekennzeichneten beinschinkenrahmfleckerl wählte, warteten wir mehr als eine stunde auf das essen. das personal war zwar freundlich und bot uns danach auch einen kaffee aufs haus an, schien jedoch mit der situation eindeutig überfordert.
es mag sein, dass sich der betrieb erst einspielen muss, und vielleicht regelt sich die nachfrage bei derartigen wartezeiten ohnehin von selbst, aber zur zeit ist das lokal definitiv nicht mittagspausentauglich.
den Rauchern in einem derart eingerichteten Wirtshaus mit toller Bierschenke ein Aquarium im Keller einzurichten, verleitet mich zur Prognose daß es dieses wundervolle Gasthaus nicht länger als 6 Monate unter dieser Führung geben wird. Ein Lehrer würde sagen: Themenverfehlung - setzen. Nach der Weihnachtsfeiersaison wird das Erwachen und ein Brief der Bank kommen.
Immer mit dabei: der Natursaft!
http://www.flosz.at/speisen/saft/
SCNR
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.