Trüffel-Fetten

28. Oktober 2010, 17:03
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Jetzt ist die Zeit, wo man sich bei einer Flasche Wein, bei frischgerösteten Maroni und anderem "comfort food" der herbstlichen Art vor dem Ofen einfindet

Ob es uns passt oder nicht: Jetzt ist die Zeit, wo man sich bei einer Flasche Wein, bei frischgerösteten Maroni und anderem "comfort food" der herbstlichen Art vor dem Ofen einfindet, um den Nebel da draußen zu verwünschen. Dazu passt ein guter Speck von unseren Nachbarn im Osten, wo die Schweine Wolle tragen und dementsprechend noch im Freien wohnen. Der Rückenspeck vom ungarischen Mangalitzaschwein ist zwar äußerlich in der Farbe der Nebelsuppe gehalten, wie das bei purem Fett zu erwarten ist, in diesem Fall aber hat er ein mehr als beachtliches, tiefdunkles Innenleben - nämlich eine Mischung aus geschmorten Herbsttrompeten (mit Eierschwammerln eng verwandte Pilze) und schwarzer Trüffel. Das macht sich außerordentlich gut, nicht nur weil Fett ein natürlicher Geschmacksverstärker ist - sondern auch, weil der spezifische Wohlgeschmack der Knolle eng mit dem Sexuallockstoff brünftiger Eber verwandt ist. Grunz! (corti/Der Standard/rondo/29/10/2010)

  • Mangalitza-Rückenspeck mit Trüffeln, EURO 3,90 / 100 g bei Feinkost Böhle, Wollzeile 30, 1010 Wien, www.boehle.at
    foto: der standard

    Mangalitza-Rückenspeck mit Trüffeln, EURO 3,90 / 100 g bei Feinkost Böhle, Wollzeile 30, 1010 Wien, www.boehle.at

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