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Sie haben es getan! Vrunda und Pawan Batra zeigen in ihrem Restaurant Nirvana, wie sich die indische Küche auf zeitgemäße Art interpretieren lässt.

Mit ziemlicher Regelmäßigkeit liegen die Restaurantkritiker (auch der Autor) ihren Lesern damit in den Ohren: Irgendwann, so das Mantra, sollte es doch möglich sein, in Wien indische Küche in zeitgemäßer Form zu präsentieren. Es kann schließlich nicht so schwer sein, das gewaltige Potenzial dieser facettenreichen, virtuos aromatischen Küchentradition von all dem Staub freizuschaufeln, der sich über ihre lokalen Repräsentanten gelegt hat. Dementsprechend erwartungsvoll pilgern wir zu jeder der ohnehin seltenen Neueröffnungen, um dann stets aufs Neue in fettig Herausgebackenem, trocken Gegrilltem und verschiedenfarbig Eingekochtem zu stochern, das alles verdächtig gleichförmig schmeckt.
So ähnlich war das auch, als Vrunda und Pawan Batra ihr Restaurant Nirvana vor vier Jahren eröffneten: Ein neuer Inder mitten in der Innenstadt, dazu das Versprechen, die Sache mit der Neuinterpretation diesmal richtig zu machen - da wurde die Erwartungshaltung hoch geschraubt. "Schonkost vom Inder" war dann der Titel der Kritik im RONDO, nachdem der damalige Koch allzu eifersüchtig über seinen Gewürzschrank gewacht hatte.
Subkontinentaler Würzkraft
Inzwischen aber hat Vrunda Batra selbst die Verantwortung über ihre Küche übernommen. Zuerst vorsichtig und dann immer unternehmungslustiger wurde an den Rezepten gedreht, neue Kombinationen mit lokalen Zutaten ausprobiert, westliche Techniken mit subkontinentaler Würzkraft gepaart. Seit einigen Wochen gibt es nun eine neue Karte, in Zukunft soll sie regelmäßig erneuert und nachgeschärft werden.
So inspiriert, so zart und doch furchtlos, wie sich Batra und ihr Küchenteam an die Sache gemacht haben, muss das Urteil revidiert werden: Mittlerweile isst man im Nirvana besser und variantenreicher indisch, als man sich das hierorts zu träumen gewagt hätte. Das beginnt bei den Chutneys, die von faszinierend duftiger Fruchtigkeit sind - ob mit Äpfeln und frischem Koriander oder mit Zwetschken und Feigen. Es setzt sich fort mit vielschichtigen Fischgerichten, wobei der Tilapia aus dem Tandoori in seiner schillernd würzigen Saftigkeit am meisten beeindruckt - obwohl grüner Fischcurry und kardamomwürziger Garnelencurry mit zarter Tamarinden-Säure ihm kaum nachstehen. Muskulös und subtil zugleich auch die Jakobsmuscheln mit flaumigem Grießschmarren und Gewürzen von der Malabarküste.
Huhn und Kebabs aus dem Tandoor-Grill gelingen in verblüffender Zartheit und Saftigkeit, die Currys, ob vom Huhn (grandios: jene mit Kokos und Trockenfrüchten!), vom Lamm oder auf vegetarischer Basis spielen in einer Liga, die es in dieser Dichte in Wien bislang nicht gab: Der Winter kann kommen! (Severin Corti/Der Standard/rondo/29/10/2010)
Nirvana
Rotenturmstr. 16-18
1010 Wien
Tel.: 01/513 3075
Mo-Sa 11-14.30 u. 18-22.30, So 18-22.30 Uhr
VS EURO 2,50-8,50 HS EURO 8,70- 16,50 Menü EURO 44,50, Mittags ab EURO 8,50
Fotos: Gerhard Wasserbauer
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...wie indische Restaurants, dekoriert mit spirituellen Zeichen wie OM und Buddhas (der übrigens auch Gewaltlosigkeit gegenüber Tieren gepredigt hat und selbst vegetarisch lebte), nicht-vegetarische Mahlzeiten servieren.
Fleischessen und Spiritualität stehen in Indien auch heute noch im starken Gegensatz zueinander.
Außerdem ernährte sich der Großteil der indischen Bevölkerung in den letzten Jahrtausenden hauptsächlich vegetarisch.
Ich empfehle eine Namensänderung.
was haben die letzten jahrtausende mit der gegenwart zu tun? in indien empfehle ich für reisende übrigens wirklich vegetarische kost, weil die fleischspeisen meistens "verseucht" sind und man als europäer mit sehr, sehr großer wahrscheinlichkeit die scheisserei bekommt.
Jeder kann essen was er will, aber ein Restaurant welches diese Symbole verwendet und gleichzeitig Fleisch anbietet handelt ohne Respekt zur indischen Tradition.
Und jetzt zum Thema Fleisch:
Fleischesser sollten heutzutage mindestens ein schlechtes Gewissen haben, denn laut UN produziert die Fleischindustrie mehr C02 als alle Autos, Flugzeuge, etc. zusammen.
Außerdem werden heute mehr als 30% der Landoberfläche und 50% des verfügbaren Trinkwassers zur Herstellung von Fleisch benötigt.
Ja, wenn uns etwas an der Zukunft unseres Planeten liegt sollten wir genau überlegen was wir essen, denn jeder von uns trägt einen Teil der Verantwortung.
Link: http://www.fao.org/newsroom/... index.html
die traditionell Indische Küche, wie sie seit Jahrtausenden praktiziert wird, ist rein vegetarisch. Das essen von Fleisch wurde nicht praktiziert, da das Leben von Tieren respektiert wurde.
Deshalb auch Nehrus versprechen nach Indiens Unabhängigkeit alle Schlachthäuser zu schließen, denn genau das wollte das indische Volk.
Das erste Schlachthaus in Indien wurde 1760 von den "Lords" (Engländern) eröffnet. 1927 versprach Nehru falls er Prime Minister von Indien wird, würde er alle Schlachthäuser schliessen. In 1947 gab es 350 Schlachthäuser in Indien, heute sind es über 36000, in einem Land das sich überwiegend vegetarisch ernährt hat, und wo ein großer Teil der Bevölkerung noch immer kein Fleisch essen.
http://www.numenorean.net/blog/arch... _vege.html
Zitat:
C: Are all Indians vegetarian?
M: Hardly! In fact, most Indian households are not vegetarian. There is a subtle guilt complex that some Indians have about eating meat, but if that were a big problem then most of India would be vegetarian.
According to a 2003 study referred to by the UN's Food and Agriculture Organization 42% of Indian households are vegetarian. It doesn't mention religiosity, but if you follow up on related works from the cited article's authors, there might be something.
zur Studie sparen Sie sich grosszügigerweise...von wegen cited.
Indien ist ein bisschen größer, als sie offensichtlich glauben und ein bisschen vielfältiger. Warum und wie die Engländer eine Nation von Vegetariern zu Fleischessern hätten umerziehen wollen täte mich schon interessieren. So viele persönliche Köche hätten sie ja doch nicht gebraucht.
http://www.fao.org/wairdocs/... 170e09.htm
(7 Absatz)
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