Sektjubeltag

Schäumer mal

16. Oktober 2010, 19:25
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    foto: apa/jens kalaene

    Sekt möge vom Anlass- und Feiertagsgetränk zum Speisenbegleiter avancieren, wünscht sich die österreichische Sektwirtschaft.

Um das Image des österreichischen Sekts aufzupolieren, wurde der 22. Oktober zum Jubeltag, erklärt Luzia Schrampf

Österreichischer Wein im Restaurant wird in üppiger Fülle angeboten, während das bei Sekt der nämlichen Provenienz bei weitem nicht selbstverständlich ist. Champagner und vor allem Prosecco sind potente Konkurrenten, selbst wenn die Gemeinsamkeit dieser Produkte vor allem darin besteht, Bläschen im Glas zu machen. Sekt aus Österreich hat zwar Tradition, in puncto Image hinkt er dem Wein hinterher.

In der österreichische Sektwirtschaft ortete man jedenfalls Handlungsbedarf. Der Großproduzent Schlumberger berief daher die wichtigsten selbst versektenden österreichischen Produzenten zu Beratungen ein: Kattus, Szigeti, Inführ sowie Karl Steininger und Willi Bründlmayer als die bekanntesten sektproduzierenden Winzer. Beschlossen wurde, ab sofort ausschließlich heimische Trauben zu verarbeiten, was bei Steininger und Bründlmayer ohnehin der Fall war und den Winzern zugute kommt, die die großen Sekthäuser mit Trauben beliefern. Und, dass der 22. Oktober fürderhin der Tag des Österreichischen Sekts sei. An diesem Tag wird mit unterschiedlichsten Veranstaltungen vom Kellereibesuch über einen Charity-Sektstand in der Wiener City bis zum Sekt-Dinner darauf aufmerksam gemacht, dass Sekt ein qualitätsvolles Getränk mit hohem Arbeitsaufwand ist und in seiner Vielfalt nicht nur Aperitif und anlassbezogen, sondern vor allem auch probater Speisenbegleiter ist.

Die Häuser Schlumberger und Kattus berufen sich beide auf eine 150- respektive 120-jährige Geschichte als Sektproduzenten. Während Schlumberger heute zum Konzern der deutschen Underberg-Familie gehört, blieb Kattus ein Wiener Familienbetrieb, der die Sekt-Marke Hochriegl berühmt machte. Diese wurde vor einem Jahr inklusive der Produktionsanlagen an Schlumberger verkauft, der damit seine "Konzentration auf die Kernkompetenz fortsetzte". Zwei Monate später kam Kattus, das sich vor allem mit Frizzante (Perlwein, weniger Druck als Sekt) einen Namen gemacht hat, mit dem ersten Kattus-Sekt "Cuvée No 1" auf den Markt. Die Marken-Rochaden machten Umstrukturierungen notwendig. So wird Goldeck aus dem Haus Schlumberger, ein Mitbewerber von Hochriegl im Lebensmittelhandel, ab sofort zur österreichischen Spezialität und nur noch aus Grünem Veltliner erzeugt. (Luzia Schrampf/Der Standard/rondo/15/10/2010)

22. 10. Charity Sektstand auf dem Michaelerplatz in Wien. 16-21 Uhr. www.tagdesoesterreichischensekts.at

Thomas Burg
00
20.10.2010, 08:07
Sektverkostung Grüner Veltliner

Wir haben uns mal die Sekte vom Grünen Veltliner angesehehen, das Ergebnis war überraschend und durchwachsen, tät ich sagen => http://blog.burg.cx/2010/sekt... -ergebnis/

inventor
00
18.10.2010, 10:54
Platscher Perle

tut es auch

Michael Holzermayr2
00
17.10.2010, 12:01
Immer nett, wenn Frau Schrampf erklärt und belehrt.

tramezzino
02
17.10.2010, 21:50

wieso? das ist nix anderes als eine presseaussendung von schlumpfberger.

cho
00
16.10.2010, 22:01
Und?

Zitat: "...dass Sekt ein qualitätsvolles Getränk mit hohem Arbeitsaufwand ist..."

Was immer ein qualitätsvolles Getränk ist (nur weils Sekt ist, ists automatisch Qualität?), aber nur weil hoher Arbeitsaufwand notwendig sein soll (wieso, der Aufwand ist je nach Methode bei allen Schaumweinherstellern gleich) sind die öst. Endprodukte leider bis auf einige Steininger-Sekte und manche Schilcher-Sekte eine Katatstrophe.

Sekt aus Österreich hat kein Image- sondern ein Qualtitätsproblem und die genannten seit 150/120 Jahren Tätigen haben gründlich ihren Beitrag dazu geleistet.

florian holzer2
00
25.10.2010, 16:03

der aufwand ist überhaupt nicht gleich. ob man die trauben für die grundweine maschinell liest oder selektiv per hand, ist schon einmal ein gigantischer unterschied. ob man cuvées macht oder einfach nur die aktuelle ware versektet, auch. transversalmethode, okay, da bleibt sichs gleich, bei traditioneller methode ist das spektrum des unterschiedlichen aufwandes enorm (kalt/warm degorgieren, manuell/maschinell, mit dosage/ohne ...), von der dauer der reifung mal ganz abgesehen. schlumberger sparkling war nie wirklich ein schlechter sekt, und wenn man sich heute schlumbergers dom, bründlmayers 2007 und den neuen extratrocken, steiningers sauvignon blanc und die traditionelle serie der szigetis anschaut, gibts echt keinen grund zur klage.

cho
00
31.10.2010, 20:59

ad Aufwand: warum poste ich wohl "...je nach Methode bei allen Schaumweinherstellen gleich..."?

Aber das eigentliche Problem in AT ist die Qualität des Endprodukts nicht die Herstellmethode, sonst würde der im Artikel angeführte hohe Arbeitsaufwand ja immer "automatisch" ein wertiges Produkt hervorbringen, dem ist aber nicht so.

Der DOM Relaunch wurde sicher nicht deshalb gemacht, weil die ersten "Versuche" trotz hohen Aufwands so besonders gelungen waren...

tramezzino
00
17.10.2010, 21:51

geht doch nix über henker trocken ... ;-)

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