Schmeck's!

24. September 2010, 17:11
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    foto: reuters/ho

    Eine Flasche Pinot noir, Einsteigerlevel, wird einen höheren Preis erzielen als ein trockener Welschriesling derselben Klasse. Das ist immer noch so, obwohl der Film (Sideways), der seinerzeit einen Pinot-noir-Hype und somit auch einen Preisschub ausgelöst hat, seine Jahre auf dem Buckel hat.

Wie schmecken Preisunterschiede, wurde Luzia Schrampf gefragt

Warum kosten einige Weine um so viel mehr als andere und: Schmeckt man das auch? Debatten darüber sind unvermeidbar in der Freundesrunde, wenn Weine zu unterschiedlichen Preisen auf dem Tisch stehen.

Im Grunde hängt der Preis einer Flasche von Angebot und Nachfrage ab. Marketing und Konsumenten kommen mit ihren jeweiligen Begehrlichkeiten ebenfalls ins Spiel. Manche Rebsorten sind teurer verkaufbar. Eine Flasche Pinot noir, Einsteigerlevel, wird einen höheren Preis erzielen als ein trockener Welschriesling derselben Klasse. Das ist immer noch so, obwohl der Film (Sideways), der seinerzeit einen Pinot-noir-Hype und somit auch einen Preisschub ausgelöst hat, seine Jahre auf dem Buckel hat.

Produzentenseitig geht man bei der Preisgestaltung von anderen Fragen aus. Was gibt ein Weingarten an Qualität her? Und welche Mengen können mit welchem Aufwand und Risiko produziert werden? Zusammenhängende Rebflächen in der Ebene sind leichter, oft auch per Maschine zu bearbeiten und zu lesen als Steilterrassen. Einige Weingärten in der Wachau oder an der Mosel beispielsweise sind nur per pedes erreichbar, die Weine daraus aber derart hochklassig und begehrt, dass sich der Aufwand in jedem Fall lohnt.

Vielschichtiger, individueller und langlebiger Wein

Schmettern nun die Fanfaren, wenn man so einen Wein im Glas hat? Und was schmeckt man anderes, ob um 50 oder um fünf Euro pro Flasche getrunken wird? Im Idealfall hat man mit dem teuren Tropfen einen vielschichtigen, individuellen und langlebigen Wein im Glas, der mit viel Sorgfalt gemacht wurde. Natürlich bezahlt man auch die geringe Flaschenanzahl, wenn eine bestimmte Lage, die begehrte Spitzenweine hervorbringt, nun einmal nicht größer als vielleicht ein, zwei Hektar ist.

Muss man sie mögen, weil oder obwohl sie teuer sind? Nein. Spaß und Freude kann jeder Wein bereiten, weil es ebendiese emotionale Komponente gibt, zu der Situation, Gesellschaft oder Essen ihren Teil beisteuern. Teuer muss nicht schmecken, nur weil einem der Preis den Atem raubt. Nicht alle heute geübten Weinfans, waren bei ihrem Erstkontakt mit kostspieligen Kreszenzen überwältigt. Dass ein ungeübter Gaumen sich nicht immer leichttut, die Qualität eines Weines einzuschätzen, ist dabei nur eines von vielen Argumenten. Probieren und genießen hilft. (Luzia Schrampf/Der Standard/rondo/24/09/2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 38
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Michail Lomonossov
00
6.11.2010, 08:33
schwacher Artikel..

...meiner Erfahrung nach: die Erfahrungen zwischen 5 und 30 euro pro Flasche erkennt man meist klar an der Qualitaet- darueber wird es esoterisch, ie Unterschied zw einem 30 und einem 1000 euro Wein ist kaum zu bemerken.

ravenna
04
26.9.2010, 11:37

Und welche Informationen bietet jetzt tatsächlich dieser Artikel?

Roky Erickson
10
26.9.2010, 18:37

Er stellt ja auch nur eine Frage. Die müssen sich die LeserInnen wohl selbst beantworten.

ravenna
02
26.9.2010, 19:17

Fragt sich nur, wozu es einen Artikel braucht, um eine naheliegende und gängige Frage zu stellen, aber nicht zu beantworten.

Rumo von Zamonien
00
26.9.2010, 16:57
Zero.

Robert Ruzitschka
00
25.9.2010, 23:18
Immer wieder diese Diskussion..

Bei den Herstellungskosten wird es kaum einen Wein geben, der mehr als 15€ kostet (div. Süßweinspezialitäten ausgenommen, wo mit extrem geringen Erträgen gearbeitet wird). Damit ist alles über - sagen wir - max. 25€ reine Vermarktungssache oder eine bestimmt durch geringe Verfügbarkeit (oder beides). Die Premier Crus aus dem Bordeaux erzielen Preise jenseits der 1000€ - aus meiner Sicht brillantes Marketing über viele Jahrzehnte, die Erträge und Anzahl der verfügbaren Flaschen sind relativ hoch. Im Burgund hingegen kann es schon passieren, daß ein Winzer von einem bestimmten Cru nur ein paar Tausend Flaschen macht. Da ist's dann einfach eine Frage der Verfügbarkeit und jeder Preis wird bezahlt.
Gerechtfertigt? Wer kann das schon sagen...

sudbury
00
26.9.2010, 14:17
....

da kann man nur zustimmen.

uni versalis
00
26.9.2010, 00:05
kann man so nicht sagen. 1. ist es schon verdammt schwer, einen wein, dessen herstellung 15 euro kostet, um max. 25 euro an den endverbraucher abzugeben (ausserhalb des ab hof verkaufs).

der winzer soll verdienen, der wein angeliefert und eine zeit gelagert bzw. manipuliert werden, der einzelhändler auch noch was verdienen und schliesslich kommen die steuern auf das ganze drauf.
zu den reinen produktionskosten des weins kommen im übrigen kosten für flasche, verschluss, etikettierung, overheads, abschreibungen für investitionen etc. etc.
die produktionskosten sind natürlich auch stark von der betriebsgröße abhängig.

zweitens: freilich gibt es weine, deren herstellung mehr als 15 euro kostet und wo (ausserhalb des prädikatsweinbereiches) mit sehr geringen erträgen gearbeitet wird. als extrembeispiel betragen diese im priorat rund 5 hl / ha

Robert Ruzitschka
00
6.10.2010, 14:32
Zweiter teil....

In the same Revue de vin de France article, the cost of producing a bottle of Dom Perignon is estimated to be between $23 and $30. This price includes -aside from the costs of grape growing, equipment and overhead -the costs of aging the wines (up to seven years before being bottled) as well as amortizing the million-euro-per-hectare land cost over 50 years. A bottle of 2000 Dom will cost you $226.75 at the SAQ. And the total annual production of Dom Perignon? Well, close to 5 million bottles.

Read more: http://www.montrealgazette.com/life/Wha ... z11JII2MIn

LizaMaria
00
28.10.2011, 20:20
bin mit meiner Antwort etwas spät dran ...

... habe aber Ihr Posting erst jetzt beim Herumstöbern gelesen.

Glaube diese Schätzung von $ 23,00 - 30,00 absolut. Denn als wir noch mit unserem "alten" Geld bezahlten, hat eine Flasche Dom Perignon in München bei Käfer oder in Köln bei Hoss an der Oper (beide keine Billigsdorfer) so um die DM 80,00 gekostet.

Robert Ruzitschka
00
6.10.2010, 14:31
Ok, Kosten etwas tief angesetzt - Petrus kostet 30€

According to an article I found in Revue de vin de France, published in February 2009, the cost of producing a single bottle of one of Bordeaux's most prestigious wines, Petrus, is estimated to be 30 euros, or $42. This price includes labour, equipment like barrels as well as overhead like marketing and other administrative costs. A bottle of 2009 Petrus will cost you $1,475 in Quebec.

Petrus produces on average 30,000 bottles per year.

And Petrus is considered to be at the high end of production costs, as it spends extra money on such things as engraved bottles to discourage counterfeit bottles from reaching the market. According to a Decanter.comarticle, the cost of producing most high-end wines is closer to $25.

How about Champagne?

Alf von Melmak
 
00
25.9.2010, 21:12
Schmeckt man das auch?

'
Ich würde sagen, im Segment so unter 15 EUR, da merkt man üblicherweise schon einen klaren Qualitätsunterschied. Der Wein im Tetrapack vom Diskonter um 1,99 der Liter ist i.a. nicht vergleichbar mit einer guten Flasche derselben Sorte vom Winzer, die zwischen 5 und 10 kostet.

Aber wenn's um Preisklassen von 30 oder 50, bzw. jenseits der 100 EUR geht, da kommt wohl mehr die Suche nach Exklusivität, bzw. so was wie "Sammlerleidenschaft" zum Tragen.

Alf von Melmak
 
00
25.9.2010, 21:03
Natürlich bezahlt man auch die geringe Flaschenanzahl

'
Das ist in etwa das Resümee:

Teure Weine sind Statussymbole.

Nathaniel Winerib
72
25.9.2010, 10:58

Ich trinke Mineralwasser: Zu Hause 30 bis 60 Cent/Liter, im Restaurant für bis zu 10 Euro. Auch nicht gerade billig, dafür hält meine Leber länger durch (und evtl. mein Herz weniger lange, wie Rotweinfreunde nicht vergessen zu behaupten).

habe beschlossen: nicht mehr stricherln
110
25.9.2010, 19:55

Gehen Sie auch täglich eine halbe Stunde laufen und essen 3x Obst am Tag UND erzählen es andauernd Leuten die es eigentlich nicht hören wollen?
Autofahren soll auch recht ungesund sein ...

marty fink
02
25.9.2010, 12:01
Dann ab ins Mineralwasserforum! ;-)

Nirvanacharly
 
235
25.9.2010, 04:20
für mich ist dieses

weinexpertentum lächerlich, sind wir uns ehrlich alkohol hat keinen guten geschmack für einen nichttrinker, und das ist bereits das richtige wort "trinker" die den wein zur kultur erheben wollen belügen sich und die umwelt, das was wirklich zählt ist der alkoholgehalt und so ein kleiner rausch um diese schöne welt manchmal zu ertragen für den tut es billiger schankwein auch.

uni versalis
01
27.9.2010, 07:32
lächerlich ist ihr pseudo-missionarisches gefasel

erklären sie nicht den anderen, was ihnen schmeckt und was nicht und nerven sie wo anders.
dass es für sie billiger schankwein auch tut, bezweifle ichn nicht.

Kaktus
03
26.9.2010, 14:55
Für mich ist dieses

Gesudere lächerlich. Seien wir ehrlich, Alkohol kann fürstliche Genüsse bereiten, und das ist bereits das richtige Wort: "Genießer", die Wein oder Spirituosen zur Kultur erheben, mögen sich und die Umwelt. Denn das was wirklich zählt, sind Farbe, Bouquet, Geschmack, Körper und Abgang. Und für so einen kleinen Rausch, um diese schöne Welt manchmal auch weniger rationell zu betrachten, für den sind billige Schankweine viel zu schlecht.

Cuchullain
41
25.9.2010, 19:32
Bravo!

Ich habe bereits mit mehreren staatlichen (um das Wort "beamtet" zu vermeiden) Weinpruefern (Lebensmittelbereich) gesprochen und jeder von denen sagte, dass dieser Weinkult ein Unsinn sei! (.. riecht nach Erde, Blumig, ..)
Bester Wein: derjenige der schmeckt, kann auch durchaus ein Doppler sein.
Mein Favorit: Spaetlese(mix?) vom Hofer!

Prost!

Blanca Hohn
01
29.9.2010, 16:49
Bravo!

Ich habe bereits mit mehreren Taxifahrern gesprochen, und jeder von denen sagte, dass dieser Autokult ein Unsinn sei!

Schließlich hat auch ein Jaguar oder ein Aston nur genau die vier Räder, die auch der Octavia des Taxlers hat.

Cuchullain
00
30.9.2010, 22:43
Und genau so ...

... ist es richtig!

Betreff Octavia: Hezký Ceský!

uni versalis
00
27.9.2010, 07:35
können sie ein paar dieser staatlichen weinprüfer namentlich nennen?

wohl nicht.

danke, dass sie uns die welt erklären.

zur information: es gibt auch objektive qualitätskriterien.
auch wenn ihnen ein rindfleisch aus turbomast besser schmeckt als langsam gewachsenenes, flachsiges besser als zartes, sei es ihnen unbenommen. das heisst aber noch lange nicht dass es keine qualitativen unterschiede gibt.

Lady__Gaga
12
26.9.2010, 08:39
Mein Favorit: Spaetlese(mix?) vom Hofer

Und bei Abnahme von 6 Kisten Doppler wird der Blindenhund gratis dazugeliefert !

florus flagrantius
15
25.9.2010, 17:05
naja , die ehemaligen säufer und Teilnehmer

sind diejenigen, die in jedem der zu einem glas greift, einen alkoholiker sieht.
tja, solltest mit deiner vergangenheit ins reine kommen. - ist aber gut für dich , dass du trocken und abstinent bist. weiter so.

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