Saubohnen, die

10. September 2010, 13:25
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Innen saftig zart und außen bissfest, ohne zach zu sein - das ist das Produkt der Woche

Okay, marinierte Saubohnen klingt jetzt nicht so besonders, die Kerne sind nicht einmal geschält. Nur bissfest gekocht, in Weinessig, Olivenöl und sparsam Gewürze eingelegt und aus dem kampanischen Nest Monte-rocchetta (299 Einw.), weit unten, an der Fessel des italienischen Stiefels, heraufgeholt. Viele Lkw-Kilometer - jeder einzelne ist es wert.

Die dicken, angeschrumpelten Bohnen sind von einer Delikatesse, die sich erst auf den zweiten Blick erschließt, dann aber umso heftiger. Die Konsistenz macht es aus, innen saftig zart und außen bissfest, ohne zach zu sein. Ein Glas reicht bequem als Vorspeise für zwei bis drei, mit etwas gehobeltem Pecorino und schwarzem Pfeffer, wunderbar. Direkt aus dem Glasl, bei offener Kühlschranktür, schmecken sie aber mindestens genauso super. Die Bohnen werden auf einem Bio-Gut östlich von Neapel verarbeitet und nur von Sandro Luglio für dessen herausragend sortierten kleinen Alimentari in der Wiener Burggasse importiert. (corti/Der Standard/rondo/10/09/2010)

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