CONTRA

5. August 2010, 15:47
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NICHT EINMAL DEN PAPST

Darf ich vorstellen: Frau Vogt. Sie kennen die Dame nicht, natürlich. Aber: Sie hat es im Frühjahr 2002 in Hannover zu diskreter Prominenz gebracht. Frau Vogt gab der Titanic damals zu Protokoll, dass sie ihren neuen Nachbarn, einen gewissen Herrn Schröder, der damals angeblich Kanzler war, nicht grüße, weil der sich nicht bei ihr vorgestellt habe. Frau Vogt blieb im Laufe eines längeren Telefonates eisern bei ihrer Vorgehensweise, auch als ihr die Titanic-Redakteure Begegnungen mit Putin, dem Papst oder Kaiser Wilhelm vorschlugen. Für keinen der Herren gab es eine Ausnahme. Auch Jahre nach diesem denkwürdigen Interview muss es heißen: Bravo, Frau Vogt! Wozu jemanden grüßen, der sich nicht vorstellt? Vielleicht um vorauseilende Servilität zu signalisieren? Oder weil man am Land lebt oder was werden will oder jemanden vielleicht einmal gekannt hat? ICH GRÜSSE NICHT. Dieser große Satz der Menschheit muss über jeden Verdacht erhaben sein - und das ,Wiederschauen' können Sie sich jetzt auch gleich selber denken. Christoph Prantner

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