Männer bemühen sich zwar gern stundenlang darum, nicht allein schlafen gehen zu müssen - Bei einer Trefferquote von allerhöchstens drei Prozent passt das dann allerdings zu 99 Prozent auch nicht
Bubi sagt, das mit dem Pudern ist ein echtes Problem. Kaum hast du dich an eine Frau halbwegs gewöhnt, hat sie sich schon wieder vertschüsst. Wir wundern uns jetzt nicht über diese Aussage, sondern schauen, was weiter passiert. Bubi sagt: "Ich kann mich immer nur zu meinen Bedingungen verlieben. Wenn sie dann zu reden anfangen oder diskutieren wollen, ist bei mir der Ofen sofort aus. Ich kann es auch nicht ertragen, wenn sie danach nicht nach Hause gehen, sondern einen auf Frühstück machen. Das ist das, womit man mich völlig fertigmachen kann."
Interessant bei dieser nicht völlig originellen Einzelsicht auf die Dinge: Sein Freund Franz hat bekanntlich dasselbe Problem. Männer bemühen sich zwar gern stundenlang darum, nicht allein schlafen gehen zu müssen. Bei einer Trefferquote von allerhöchstens drei Prozent passt das dann allerdings zu 99 Prozent auch nicht. Schrecklich, furchtbar. Und nie wieder.
Lässt man außer Acht, dass sich Bubis und Franzens Disposition auf gar keinen Fall mit der Frau an sich und auf lange Strecke ausgehen, stellt sich eine grundsätzliche Frage. Warum verwenden Männer so viel ihrer bescheiden mit guten Eigenschaften ausgestatteten Lebensenergie darauf, beim anderen Geschlecht gut anzukommen? Das ist doch alles Wahnsinn. Bubi ist sachdienlich: "Die Sache ist die. Wenn ich mich selbst gernhaben will, ist es mir wichtig, dass mich andere auch mögen. Die mögen mich dann tags darauf zwar nicht mehr so wie beim Touchdown. Der Therapeut sagt aber, dass das Ich zwischendurch seine Berechtigung hat." (Christian Schachinger, Rondo, DER STANDARD, 09.07.2010)