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Was passiert, wenn ein großer Koch wie Christian Petz der wohl besten Sommerlocation der Hauptstadt einheizt? Sie funktioniert - endlich!
Im Bauch des Wiener Badeschiffs wird plötzlich richtig tolles Essen serviert - und günstig ist es noch dazu!
Das Problem mit der Sonne hat sich auch irgendwann gelöst. Jetzt muss nur noch halbwegs fixes Servicepersonal her, das, zum Beispiel, auch einmal das Telefon abhebt. Dann steht einem entspannten Innenstadt-Sommer nichts mehr im Weg. Denn dass das Badeschiff bei der Urania ein herrlicher Ort ist, stand ja nie infrage. Schon gar, seit im Vorjahr der gar so orangene Sponsor über Bord ging und, quasi in einem Aufwaschen, die Möblage gewechselt wurde. Seitdem macht sich hier jener erfrischend selbstgebaute Basic-Charme breit, der nicht zufällig ans Expedit erinnert: Haben ja beide denselben Erfinder.
Nur das Kombüsenproblem bekam Geri Ecker lange Zeit nicht gebacken. Dafür schaut es seit zwei Wochen umso besser aus. Mit Christian Petz hat Ecker einen der Top-Köche des Landes gewonnen, um die Speisen der Klasse der Location anzunähern. Wer jetzt fürchtet, dass der einstmalige Zwei-sternekoch (Coburg, Meinl, Schwarzenberg) hier auf Luxus machen lässt, darf sich entspannen: Stockkonservative dürfen sogar mit Schweinsbraten vom Spanferkelschopf (samt mitgebratenem Wurzelgemüse - wie bei der Oma!) glücklich werden. Ansonsten gibt es aber sehr wohl spannendes Essen, allerdings nur solches, das die Börse nicht mehr belastet als ein durchschnittlicher Wirtshausbesuch. Speziell wenn man sich für die "Killeroption" mit vier Gängen um schlanke 29 Euro aus der täglich frischen Karte entscheidet.
Da gibt es etwa ziemlich raffinierte Gazpacho: Nicht das übliche Kühlschrankpüree, sondern kleinstgewürfeltes Gemüse in zart geliertem, klarem Gemüsesaft, pfiffig gewürzt, knackig, sehr erfrischend. Oder zitronige Paradeiserkutteln, wunderbar mollig und zart - da muss sich keine noch so empfindsame Seele fürchten, im Gegenteil. Und erst der geschmorte und gebratene Oktopus, herrlich mürb und würzig, auf schwarzen Bohnen und ganz erstklassiger, cremig-knuspriger Polenta: Jau! Die Portionen sind nicht riesig, aber keinesfalls zu klein: Wer sich hinterher ein Schokodessert aus der ebenfalls von Petz betreuten Xocolat-Manufaktur gönnt, will für diesen Abend nicht mehr in Pool-Panier gesehen werden. (Severin Corti, DER STANDARD, RONDO, 11.06.2010)
Holy Moly, Badeschiff, Donaukanallände (Abgang vis-à-vis Biberstr., 1010 Wien), Tel.: 0660/127 17 84, Küche täglich 12-23 Uhr (bis 17 Uhr nur kleine Karte!), VS EURO 7-8, HS EURO 12, Menü EURO 24 (3-Gang), EURO 29 (4-Gang), EURO 35 (5-Gang), www.badeschiff.at
Fotos: GerhardWasserbauer
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gestern dort gewesen, nie wieder. das personal ist die riesige schwachstelle hier. die kellnerin weiss nicht auswendig, ob es welschriesling gibt, schaut in die karte und schlägt vor: riesling haben wir. einer der kellner, nach dem bestellmodus für die menüs befragt, sagt, Sie können kombinieren, wie Sie wollen. auch drei hauptspeisen, fragen wir? "ja natürlich!"
stimmt natürlich nicht.
hier passt nix zusammen. tolles essen, von dilettanten serviert; bobo-ambiente und blechbesteck zur 50-euro-pro-person-rechnung, zigarrenrauchende agenturfuzzis zu public viewern.
dieses konzept wird untergehen.
hatte so ziemlich den gleichen eindruck. es passt wirklich nichts zusammen (personal bzw. die bedienung als solche, publikum, besteck, ...).
darüber hinaus fühle ich mich außerdem geneppt, wenn mir ein bissen am teller für 14 eur serviert wird. das ist es (mir) einfach nicht wert.
menschen, die aus finanziellen gründen doch eine brauchbare quantität für ihr geld erwarten, kann dieses lokal nicht empfohlen werden.
wir waren danach beim würstlstand.
positiv wenigstens, nach dem besuch dieses restaurants weiß ich wieder, wo ich einfach nicht hin(gehören) will.
Ich verstehe diese Begriffe so:
1) Man zahlt weniger, als man erwartet hätte oder zu zahlen bereit gewesen wäre.
2) Sollte eigentlich "seinen Preis wert" bedeuten, heißt aber eher "erfreuliches Preis-Leistungs-Verhältnis".
3) Kostet wenig.
aber am sonntag darf er sich schon vormittags das erste fläschchen genehmigen. wenn dann keiner da ist um ihn im zaum zu halten (oder ganz lieb zu streicheln), dann geht ihm nach dem mittagessen (spätestens) immer das tourrettesyndrom durch...
Weil Leute, die mehrköpfige eine Familie ernähren müssen, sollten ja auch nicht ausgehen dürfen. Oder Studenten - die sollen endlich was hackeln, die Gfrasta. Menschen mit chronischen Krankheiten oder niedrigen Pensionen könnten ja auch einfach - was eigentlich? Achja, reich erben zB.
Und Leute Ihres "Niveaus" essen ja niemals nie Wurstsemmeln. Gibt's garnicht (es sei angemerkt, dass jemand mit Klasse und Stil nicht so proletig rumpöbelt wie Sie; solche pseudoelitären Schnösel, die glauben, ihre Großkotzigkeit herauszuhängen zeugt von Gechmack, gehen mir auf den Sack).
Es ist ja nicht so, dass Sie nicht genug hochpreisige Alternativen hätten, oder?
..die leute, die ich meine (und kenne), kippen 60 euro motorenöle in ihren gebrauchten bmw und finden es absurd und widerlich grosskotzig, geld für essen auszugeben. die alleinerziehende mutter und billa-verkäuferin darf ich keine minute kritisieren. sie muss sehen, wo sie bleibt..
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