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In der Wahl des richtigen Schuhs drücken sich Lebenshaltungen aus.
+++Pro
Von Doris Priesching
Klar, die Leidenschaft für Clogs ist reiner Retro-Chic, und das heißt: eine Herzensangelegenheit. Als wir sie trugen, waren wir jung, zart und gierten nach den Holzpantoffeln. Wie cool sie sein konnten, zeigten die Mädchen aus der Zeitschrift Mädchen vor. Es gab sie in allen Ausführungen: knackiger Jeansstoff, bunt und freundlich, cooles Leder mit Nieten und - für die naturbewussten Halbwüchsigen - im schwarz-weißen Kuhoutfit. Für die meisten war es der erste Schuh mit Absatz, eine Art "Vorstöcklinger". Und die Geräusche! Mit ihrem klobigen Geklapper brachten wir Eltern, Großeltern, Lehrer, Schulwartvater und Schulwarthund um den Verstand.
In der Wahl des richtigen Schuhs drücken sich Lebenshaltungen aus. Dass die schwerfälligen Clogs die trampelhaften Crocs im Bequemlichkeitssektor ablösen, sagt etwas über den Wandel der Gesellschaft aus: Das schwammige Gummitier sucht nach Trittfestigkeit. Es bewegt sich langsamer, dafür eindringlicher. Gute Zeiten kommen auf uns zu!
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Contra---
Von Margarete Affenzeller
Pantoffel. Schon allein das Wort verursacht Fußschweiß. Kartoffel, ja. Pantoffel: nein, danke. Und zwar insbesondere die hölzerne Ausführung, die als Clog (klingt ja wie "frog", igitt) in den 1970er- und 1980er-Jahren begann, auf gut gebonerten Arztpraxenböden wichtigtuerischen Lärm zu erzeugen. Ein Tritt wie ein Aufprall. Und das bald darauf in allen Farben und überall: Schlurfmonster, die einem auf dem Gehsteig blöde hinterherklackerten; Damen und Herren, die in Ermangelung des notwendigen Zehenspitzengefühls die Pedale ihres Pkws nicht mehr sachgemäß zu betätigen vermochten. Danke! Oder sommerliche Passanten, die rücksichtslos und - weil sie ja in ihren Holzböllern überhaupt nichts mehr spürten: - ohne geringstes Bedauern (!) auf den Füßen anderer herumtrampelten. Es war schlimm. Aber noch schlimmer: Es kommt wieder.
Die Holzpflöcke stehen zum Revival schon in den Regalen und sind dort die besten Freunde des Orthopäden: Mit den Dingern kann man weder auftreten noch abrollen. Und was ist mit dem Waldsterben!? (Der Standard/rondo/09/04/2010)
Die Suche in Taschentiefen oder Zimmerfluchten ersparen oder Understatement mit einem einzigen Klingelton
So ein charakterstarker Sattelschutz gibt uns den allerschönsten Schliff im Meer des seriösen Gleichklangs - Oder: der Schoner steht dem Wesen des Radfahrens entgegen
Die dumme Augustine trug sie und wurde umjubelt, aber der Modetrend gilt als Gegenteil von Freiheit
Maunchmoi is scho vü gscheida, ma bleibt bei dem wos ma dalernt hot oder Hochsprache ist Facebook-Sprache
Die gedruckte Zeitung darf nicht sterben - oder: Wenn gedruckte Gedanken zu Wischdiensten abkommandiert werden, sterben sie einen feuchten Tod
Einen Goldfisch damit nach Hause transportieren oder Liebe geht durch den Magen
Ein Zeichen einer erwarteten Gemütlichkeit oder so graziös wie Bambi auf dem zugefrorenen Teich
Ein gerade unübertreffliches Glücksrezept oder logistischer Stress durch neumodisches Brauchtum?
Weshalb das viel gepriesene "Runner's High" in der Stadt mitunter auf sich warten lässt und das duch-die-Stadt-joggen eine Sightseeing-Tour ersparen kann
"Damit sich nicht wieder irgendein Armleuchter in den Luster hängt" oder "Fröhlichkeit ganz ohne Alkohol ist immer etwas gezwungen"
Seine Entscheidung - "eine oda auße?" - jederzeit staufrei revidieren oder es ist nicht der Mensch, der den Rhythmus vorgibt
Her mit der heißen Ware, oder sind erotische Geschenke einfach nur peinlich?
"Welcher Superstar wird dich heiraten?" oder Danke, wir wollten es echt nicht so genau wissen
Wer die Lure aus dem Stockwerksautomaten am Platz genießt, versäumt nichts Spannendes - oder die Sitten im Büro sind immer nur so rau wie das Leben auf der Straße
"Das WC ist nicht Rückzugsraum, sondern reine Bedürfnisanstalt" oder: "Undenkbar, dieses Elend den Blicken einer weiblichen Laufkundschaft preiszugeben"
Heißer Tee, Suppe oder auch Punsch oder die Eismischerzunft soll endlich auf den Klimawandel reagieren
Rockgott versus Gott der Allmächtige - zumindest wenn es um die Frage nach hell oder dunkel geht
"Mindestens haltbar bis ..." - "Best before" ist schlicht irreführend übersetzt oder ein farbenprächtiger Abdruck einer Fontäne an der Toilettenwand
Weshalb der Alltag der KollegInnen schon interessant ist und portionierte Grußbekanntschaften einem weißen Wal das Leben schwer machen
In der Leichtigkeit muss man das Üppige wählen oder der Schaum, ein Traum
Gluck, gluck, und runter damit oder rot steht für Wärme, Leidenschaft und große Gefühle
Wer nicht mit Kanonen auf Brösel schießt, greift zum Bartwisch und dessen Zwilling, dem Schauferl oder ihr Traditionsritter von der traurigen Gestalt
"Du, in meinem Zelt ist eh Platz für zwei!" oder eine Mischung aus Schweiß und Uringeruch
Man kann sich, muss sich aber nicht festlich kleiden oder das Wohnzimmer ist und bleibt eine pinguinfreie Zone!
http://www.woody.co.at/modelle-2... dell-manu/
Ich steh zwar nicht auf Kärnten, wohl aber auf diese Schuhe. Biegsame Sohle, ein Traum!
mit Fuessen und Ischias und Ruecken Probleme zu haben.... Lustig, wo gibts die Stiefel! In Schweden leider nur mit urhohen Absaetzen zu haben!
Aber meine Goisserer Holzklocks, die sind einfach Spitze. Und riesengrosse Dinger.... Irre bequem und passen zu allem....
trage seit 10 jahren solche dinger zu hause. sehr gemütlich. sollte ich mir mal wieder neue besorgen, sie sind schon etwas angeschlagen. sie halten lange und sind irre gemütlich, auch sehr schön anzusehen. muss mal gucken, obs diese dinger noch irgendwo gibt. sehe sie nie wo, kenne auch keinen, der welche trägt außer mir
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