Bier im Gerede

Das Rekordbier

04. März 2010 17:14
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    Foto: hersteller

    Mit 41 Volumprozent Alkohol darf das "Sink The Bismarck" genannte Bier als derzeit stärkstes Bier der Welt gelten.

Ein Bier mit 41 Prozent macht Schlagzeilen - Conrad Seidl sagt, was es damit auf sich hat

Das 2007 gegründete Start-up-Unternehmen "Brew Dog" im schottischen Aberdeen kann Publicity gut brauchen: In den vergangenen Wochen hat es versucht, Kapital aufzunehmen, um eine neue, größere Brauerei für seine Spezialitäten bauen zu können.

Die Publicity hat es reichlich bekommen - weniger wegen der Kapitalerhöhung, an der sich möglichst viele Bierfreunde im Internet beteiligen sollten, sondern wegen des neuesten Produkts: Mit 41 Volumprozent Alkohol darf das "Sink The Bismarck" genannte Bier als derzeit stärkstes Bier der Welt gelten.

Aber, fragen Bierfreunde, ist das denn eigentlich noch ein Bier? Ist Bier nicht definiert als ein "gegorenes alkoholisches Getränk auf der Basis eines Stärketrägers"? Kann denn alkoholische Gärung überhaupt in Dimensionen jenseits der 40 Prozent funktionieren?

Kann sie nicht, um die letzte Frage zuerst zu beantworten. Alkoholische Gärung erfolgt durch Hefepilze, die Zucker (bei Weinen aus Fruchtzucker, bei Bieren aus verzuckerter Stärke) zu Alkohol und Kohlensäure aufspalten. Der Alkohol ist allerdings ein Zellgift: Auf die einzelligen Hefen wirkt er toxisch, wenn er höher konzentriert ist - produzieren die Hefen zu viel Alkohol, dann erleiden sie eine Alkoholvergiftung und sterben. Je nach Hefestamm ist irgendwo zwischen 13 und 17 Prozent Alkoholkonzentration Schluss.

Um noch stärkere Biere zu produzieren, muss man zu einem Trick greifen: Wie jeder Autofahrer von seiner Scheibenwaschanlage weiß, ist Alkohol ein gutes Frostschutzmittel - aber irgendwann versagt er, und die Mischung aus Wasser und Alkohol beginnt doch zu frieren. Genau genommen: Es friert das Wasser zu Kristallen, die restliche alkoholische Lösung bleibt flüssig und ist dann eben höher konzentriert.

Mit Bier funktioniert das genauso: Man kühlt es unter Druck, entspannt diesen, und es bildet sich Eis. Entfernt man das Eis, bleibt ein stärkeres Bier übrig. Üblicherweise nennt man das Eisbock - und so ein Bier hat neun bis 15 Prozent Alkohol (ABV).

Bei Brew Dog hat man für den Rekordversuch das Hardcore IPA, ein extrem starkes (neun Prozent ABV) und extrem gehopftes (Simcoe, Chinook, Amarillo, Warrior) Ale eingefroren und vom Eis befreit. Viermal hintereinander. Am Ende stand das "Sink The Bismarck" mit 41 Prozent ABV. (Conrad Seidl/DerStandard/rondo/05/03/2010)

Kommentar posten
22 Postings
Lord Edmund Blackadder
08.03.2010 16:14

sehr sinnvoll das ganze. Schön, dass der standard keine wichtigeren themen hat.

TT1
13.06.2010 18:39
Das unsinnigste posting

des Tages kommt von Ihnen. Weiterblaettern bei Nichtgefallen und thats it.

gxe10sc
25.03.2010 16:13

öhm, im bier-bereich sich aufzuregen warums in den artikeln um bier geht ist aber schon bedenklich, oder?

nächstes mal einfach nicht aufn link klicken ;-)

Flash Gordon
08.03.2010 12:49
Abgesehen von dem nonsens so ein starkes Bier zu brauen - wie schmeckt so etwas ?

freeye
09.03.2010 12:45
stark

Walter Tiefenthaler
08.03.2010 10:51
gute erklaerung...

...ist also doch ein bier mit ueber 40%. der spass ist aber sicher nicht billig; weiss jemand den verkaufspreis?

König der Wandalen
08.03.2010 16:49
40 Pfund pro Flasche,

Versand nicht miteingerechnet....

Plinius
08.03.2010 10:06
das ist ja Wisky...

...denn Wisky ist ja vergorenes Bier, nur ohne Schaum...

jubilee.
08.03.2010 20:45

whisky wird gebrannt, danach im fass gelagert und hat davor keinen hopfen gesehen

Plinius
09.03.2010 10:41
stimmt sooo nicht

Whisky wird gebrannt, das stimmt. Aber es wird wie ganz normales Bier gebraut und anscchließend gebrannt und zunächst ist er glasklar. Erst im Fass bekommt er die Farbe und Geschmack.

Herr und Frau Österreicher
 
08.03.2010 13:31

nein

Plinius
09.03.2010 10:50
doch

---

Joachim Bergsmann
23.04.2010 10:39

nein

Plinius
23.04.2010 12:52
Ahnungsloser

...

fred h
05.03.2010 17:56
nau seawas

dagegen isses kulmbacher kulminator ja ein himbeerwasserl.....


:-)

Herr J.K.
05.03.2010 10:30
"Sink The Bismarck" stärkstes Bier der Welt

Der Werbespot ist ebenso geschmackvoll:
http://www.youtube.com/watch?v=KecIdlEAKhU

Der Große von Gegenüber
05.03.2010 09:18

Ein Seidl von dem Trunke und man ist vollrauschig ...

Chris_SM
05.03.2010 20:07

Nach einem Fläschchen Samichlaus (0,33) fühle ich auf äußerst angenehme Weise high, weit mehr high, als nach einem halben Liter Wein. Dieses Bier fährt fährt so richtig ein.
Nach zwei wäre ich wohl auf unangenehme Weise bsoffen....

Chris_SM
04.03.2010 18:27
Sehr Interessant

Und kann dieses Zeug überhaupt gut schmecken?
Oder ging es da eh nur um die Publicity?

Das Samichlaus wird aber schon klassisch gebraut oder? Und diese 14 % stellen wohl so etwas wie eine
Obergrenz dar.

John Waters
05.03.2010 09:09

Weiss auch nicht, wieso er von 13%-17% schreibt. Der Seidl halt.

Manuel blaschkus
06.03.2010 20:50

Die Obergrenze liegt an den Bakterien bzw. Pilzen, Bier oder Wein! Alles was höher %-ig ist wird gebrannt/destiliert oder eben durch diese Eis- abkratz- Methode hergestellt!
Und 13-17 kommt daher, das die Bakterien/Pilze eben unterschiedlich wiederstandsfähig sind.

daXandl
05.03.2010 09:06

samichlaus ist mWn nur vergoren und nicht konzentriert oder mit sprit versehen worden (was vermutlich mit klassisch gemeint war, oder?).

die obergrenze steht im artikel:
"Je nach Hefestamm ist irgendwo zwischen 13 und 17 Prozent Alkoholkonzentration Schluss"

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