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Bei Spinnakers braut man britische Ales, die ganz nach englischem Vorbild "cask conditioned" ausgeschenkt werden.
Kanada hatte in Nordamerika immer einen guten Ruf, was Bier betrifft: Erstens kannte man dort nie Prohibition - dieser Effekt wirkt weiter, vor allem bei jungen Leuten: Das "legal drinking age" in Kanada liegt bei 18 Jahren, in den USA durchwegs bei 21. Gemeinsam ist aber beiden Ländern, dass die Massenbiere ziemlich uninteressant sind. Gemeinsam ist ihnen auch, dass sich in den Achtzigerjahren eine Gegenbewegung gebildet hat: Weil weltgewandte Konsumenten kräftiger schmeckende Biere traditioneller Brauart verlangt haben, haben weltgewandte Brauer den Weg zurück zu den Wurzeln gesucht. Dass Brauer in British Columbia diese Wurzeln in Großbritannien gesucht haben, liegt auf der Hand: John Mitchell kaufte seine kleine Brauanlage 1984 in Manchester und baute auf Vancouver Island Kanadas erstes Brewpub. Es besteht noch heute, heißt nach wie vor Spinnaker's, ist aber längst über die Grenzen der kleinen (Haupt-)Stadt Victoria hinaus zur Legende geworden. Bei Spinnakers braut man britische Ales, die ganz nach englischem Vorbild "cask conditioned" ausgeschenkt werden. Inzwischen gibt es aber auch einige der Spinnaker-Biere in Flaschen - bei einem Besuch in Vancouver lohnt es, danach Ausschau zu halten. (Conrad Seidl/Der Standard/rondo/05/02/2010)
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