Wein im Gerede

Tauschhandel

1. Februar 2010, 09:59
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    foto: apa/dapd/herbert knosowski

    Getränke-Preise, bei denen sich Besucher nicht ausgenommen vorkommen, haben den Umsätzen selten geschadet.

Luzia Schrampf über Gastro-Trends, die auffallen

Zuweilen kommt es vor - Krise hin, Geldmangel her -, dass sich eine Runde in ein Speiselokal verfügt. Der Mensch bezahlt gern dafür, dass er von einem Könner bekocht wird. Dazu trinkt er Wein, den der Gastwirt artgerecht lagern musste und mit Hilfe freundlicher Angestellter in idealen Gläsern auf den Tisch bringt, die danach auch zu waschen und polieren sind. Das ist ein fairer Tausch, und dezidiert gelobt sei hier die steigende Anzahl von Wirtsleuten, die einem Weinkarten vorlegen, nach deren Lektüre man angesichts der Preise pro Flasche Wein nicht mit Atemnot ringt.

Wirklich freche Kalkulationen, bei denen umgerechnet ein ordentliches Vielfaches des Ab-Hof-Preises verlangt wird, findet man dafür umso öfter bei glasweise ausgeschenkten Weinen, 4,50 Euro und mehr für nicht einmal ein Achtel eines weder raren oder sonstwie speziellen Tropfens sind viel. Das ist ärgerlich für den Gast, der gerne Verschiedenes probiert oder schlicht nur ein gutes Glas trinken möchte. Von Seiten der Gastronomen ist es kurzsichtig: Getränke-Preise, bei denen sich Besucher nicht ausgenommen vorkommen, haben den Umsätzen selten geschadet. (Luzia Schrampf/Der Standard/rondo/29/01/2010)

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17 Postings
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4,50 euro pro glas bedeutet umgerechnet einen flaschenpreis von 27.- euro. um das richtig beurteilen zu können wäre es nützlich gewesen, zu wissen um welchen wein es sich dabei handelt. ansonsten bleibts bei einer luftdiskussion.

tom2312
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Sie schreibt: Nicht einmal ein Achtel.

Also ich seh z.B. bei Wein & Co. auch 1/16 um 4 Euro. Das ist schon viel, wenn es kein sehr teurer Wein ist.

Umgekehrt macht sich Wein & Co. verdient, indem sie auch sehr exklusive Sachen glasweise ausschenken - zu einem sehr hohen Preis, aber sonst würde man das gar nicht probieren.

Ich bestell beim Wein & Co. vorzugsweise Flaschen. Z.B. Gemischter Satz Nussberg vom Wieninger um 21 Euro (ca.) zum Trinken im Lokal, das finde ich in Ordnung.

Tussitherapeut
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grundsätzlich richtig. aber es steht ja eh ausdrücklich "4,50 Euro und mehr für nicht einmal ein Achtel eines weder raren oder sonstwie speziellen Tropfens sind viel." (nicht mal "zu viel", sondern einfach viel...)

und wenn man für eine flasche wein eben 27,- im lokal zahlt und den gleichen wein im supermarkt um 7,99 bekommt, ist das einfach zuviel... personalkosten und miete hin und her, ist mir als gast eigentlich wurscht. ich sag ja nix, wenn im lokal der doppelte preis wie im einzelhandel verlangt wird, aber ab dem dreifachen preis wird's einfach zuviel. vor allem, weil der wirt wohl kaum im einzel-, sondern großhandel kauft und die preise dann nochmals geringer sind.

und über 4,- für ein 1/8 heckenklescher sind heute keine seltenheit

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grundsätzlich auch richtig, jedoch kann ich aus dem obigen bericht ausser dem glaspreis keine andere information entnehmen. deswegen ist das alles eine luftdiskussion. und bitte..... was ist das für eine art lokal wo wein verkauft wird, der auch im supermarkt erhältlich ist? und mit verlaub, es gibt auch restaurants die hochwertigste weine um 15.- euro und mehr das glas ausschenken und diese auch in entsprechender menge verkaufen..

jumpingjack flash
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wie meinen sie das- ein wein der im supermarkt zu haben ist darf nicht in einem lokal verkauft werden? kein hillinger oder igler, oder arachon tfxt oder usw.
so nebenbei gibts auch weinsupermärkte. alles für lokale sperrn?
ich persönlich finde viele preise stark überhöht - nur warum sollte ein wirt nicht viel verlangen? solange es auf gut wienerisch depoperte gibt die das bezahlen? ich hab die moneten nicht, trink ein bier im lokal und den wein zu hause.

Johnnie Walker
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...arbeitet 30 Jahre in diesem Geschäft...

Wie lange muß man eigentlich in diesem Geschäft arbeiten, um zu erkennen, wie der Hase läuft?? Am besten neue Brille kaufen und mit offenen Augen durch die Weinwelt gehen - dazu gehören auch Supermärkte, aus denen kartonweise der Wein - nicht nur in Haubenlokale - verkauft wird! Redn's einmal mit einer 1010 Supermarkt-Verkäuferin, aber nehmens ein dickes Notitzbuch mit! In dreißig Tagen sollten auch sie den Durchblick haben...

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falls es ihrer geschätzten aufmerksamkeit entgangen sein sollte, die "weinwelt" bestehet nicht nur aus 1010 supermärkten. ihr posting ist belanglos.... f wähler?

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gscheidl......:-)

tramezzino
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eine intelligente preispolitik wäre auf alle fälle, wenn der flaschenpreis deutlich weniger ausmachen würde als die summe der achtelpreise.

z.b. in einzelnen achteln 27, flaschenpreis 22.

baptiste
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dann müssen sie zum zahel in mauer gehen, der macht darauf aufmerksam

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frage.... wieso? der einstandspreis und die kosten werden dadurch ja nicht geringer. im gegenteil bei einer glasweise ausgeschenkten bouteille kommt immer etwas *schwund* auch noch dazu.

tramezzino
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selbstverständlich werden die kosten geringer, z.b. nur eine bestellung und nur ein kassavorgang statt deren 6.

jumpingjack flash
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ja, da hat man wenigstens einen grund die ganze flasche auszubechern!

sonito
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danz ihrer meinung. und außerdem ist die chance größer, dass insgesamt mehr getrunken wird.

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und dadurch sollen sich, ihrer meinung nach, die kosten um hahezu 20% verringern? sorry aber das ist mir zu hoch, obwohl ich schon dreissig jahre in diesem geschäft arbeite.

el hottino
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hmmm

rein wirtschaftlich kalkuliert sollten die "offenen" achterl sehr wohl "teurer" sein als die ganze flasche.
einerseits ists ein operativer mehraufwand. das service-personal muss nachfragen, nachschenken, kurz sich drum kümmern. bei einer flasche stellt man die flasche mit den gläsern auf den tisch und aus. nachfragen und nachschenken erst, wenn die flasche leer ist. ausserdem werden die achterlglaserln ja des öfteren getauscht. kommt also der kostenaufwand für das reinigen noch hinzu.
andererseits hat der wirt bei der offenen flasche ja noch das risiko, dass nicht genug bestellt wird und der wein kaputtgeht. stickstoffanlagen sieht man ja hierzulande noch kaum...

also: flasche billiger, einzelachterl teurer. find ich.

tramezzino
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wenn man das personal als "muss ich sowieso bezahlen" kalkuliere, dann ist´s klar...

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