Wein im Gerede

Klimafragen

6. Dezember 2009, 17:00
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    foto: apa/michael probst

    Nachhaltigkeit wird in Europa gern mit "naturnah" gleichgesetzt, was irgendwo zwischen konventioneller Bewirtschaftung und biozertifiziert angesiedelt wird, aber weiter zu sehen ist.

Wozu Nachhaltigkeit, wenn es Bio gibt? Von Luzia Schrampf

Kaum werden Worte wie "Biodynamie" oder "bioorganisch" mit derselben Selbstverständlichkeit in die gepflegte Weinkonversation eingeflochten wie seinerzeit Terroir, taucht unter dem Umweltschutz- und Klimaaspekt schon ein neuer Begriff auf: Nachhaltigkeit, englisch Sustainability, in deren Schlepptau von ökologischen Fußabdrücken und CO2-Rucksäcken die Rede ist, die beim Weinmachen entstehen.

Nachhaltigkeit wird in Europa gern mit "naturnah" gleichgesetzt, was irgendwo zwischen konventioneller Bewirtschaftung und biozertifiziert angesiedelt wird, aber weiter zu sehen ist. In Kalifornien, größter US-Weinproduzent und Vorreiter der Sustainability-Idee, geht es dabei um mehr als das Weglassen bestimmter Spritzmittel: nämlich um die Gesamtheit von schonendem Umgang mit Ressourcen wie Boden, Wasser und Luft bis zur Behandlung der Mitarbeiter und die Einbindung in lokale Netzwerke. Das bedeutet zum Beispiel, dass Brauchwasserkreisläufe installiert, Mitarbeiter mit richtigen Arbeitsverträgen ausgestattet oder lokale Zulieferer bevorzugt werden. Die Schwäche ist, dass jeder Sustainability selbst interpretiert, die Stärke, dass keiner - weder Großkonzern noch Kleinstproduzent - mehr wagt, es nicht zu tun.

Auch hierzulande wird die Klimafrage im Wein-Zusammenhang zunehmend zum Thema: "Wir verzichten bei Verkostungen auf Weine aus Übersee, weil wir die Ökobilanz nicht noch mehr belasten möchten", mahnte ein Leser auf eine Kolumne, in der daran erinnert wurde, dass einiges an Geschmacksvielfalt verlorenginge, wenn Übersee-Weine aus dem Angebot verschwinden.

Immer mehr Winzer setzten unter einem erweiterten Bio-Bewusstsein zusätzlich Klima-Initiativen: Birgit Braunstein präsentierte im März erstmals einen klimaneutral produzierten Wein. Das Weingut Stift Klosterneuburg wird als erstes österreichisches Weingut als ganzes als klimaneutral zertifiziert. Und die Traisentalwinzer arbeiten mit mehreren Forschungsinstitutionen an einem Großprojekt, bei dem der CO2-Ausstoß jedes einzelnen Schrittes der Weinproduktion, von der Arbeit im Weinberg bis zu Verpackung und Vertrieb eruiert und bewertet wird.Selbst wenn all das für viele nach Klein-Klein und "Was nützt einer allein" klingt: Aus vielen kleinen Bächen wird gar nicht so selten ein größerer Fluss. (Luzia Schrampf/Der Standard/rondo/04/12/2009)

Kommentar posten
20 Postings
Em sembla que ara em toca a mi.
00
7.12.2009, 18:00
Dass beim Weinmachen Rucksäcke entstehen,

verblüfft und ist ein unglaubliches Phänomen.

Michael Holzermayr2
00
7.12.2009, 08:37
"klimaneutral" vinifiziert:

was hat Frau Braunstein mit den Gärgasen gemacht?

Pierre d´Aubusson
10
7.12.2009, 14:43

Als Beispiel nachgelieferter Link:
http://www.aquarium-portal.com/tag/kohlendioxid/

Em sembla que ara em toca a mi.
00
7.12.2009, 17:54

Vor dem Link wird gewarnt!

Pierre d´Aubusson
00
9.12.2009, 07:06
Warnung an alle Klimawandler!

http://www.aquarium-portal.com/tag/kohlendioxid/

kann Ihr Weltbild gefährden

Pierre d´Aubusson
10
7.12.2009, 14:41

Wasser mit Kalium versetzen und das CO² durchleiten.
Die ausfallende Substanz kann als Zement verwendet werden.
;-)

Andrerseits verwenden Aquarianer CO² als Pflanzendünger. Soweit ist das nicht hergeholt....

Em sembla que ara em toca a mi.
00
7.12.2009, 17:52
Versetzen Sie NIE Wasser mit Kalium,

das gibt die ärgsten Brände und Verätzungen; Wasser wird von Kalium so heftig zersetzt, dass die entstehende Wärme genügt um den dabei gebildeten Wasserstoff zu entzünden.

Arbeiten mit Kalium sollten nur mit Schutzbrille und Schutzhandschuhen und möglichst im Abzug (Schutzglasscheibe runter!) geschehen!

Pierre d´Aubusson
00
9.12.2009, 07:00
Das kalium, das Kalium, das haut die stärksten Mauern um...

Tschuldigung.
Es soll auch Kalk entstehen, das geht mit Kalium eher schlecht.

Ich muß immer dran denken, wenn ich Düngerstreuer sehe, daß die eigentlich mit dem Kaliumchlorat und den Phosphaten Sprengstoff spazierenfahren. Lagert am besten bei Treibstoffkanistern, Stahlwolle und Altbatterien. Der Lagerraum sollte lt Behördenvorschrift ein leicht abhebbares Dach haben, damit bei der kommenden Explosion die Wände nicht umfallen.....

Em sembla que ara em toca a mi.
00
9.12.2009, 12:16

Sie kennen metallisches Kalium (das Element) wahrscheinlich gar nicht.


Kaliumperchlorat wahrscheinlich auch nicht.

Pierre d´Aubusson
00
9.12.2009, 12:41

Das Kalium hat sich bei mir noch nicht persönlich vorgestellt, das stimmt.
Kalium dürfte überhaupt eher etwas geselliges sein, weil es bei mir in der Form "DC Rot 10/8/20+0,1B+15S; chloridreduziert" immer gemeinsam mit anderen vorkommt. Näheres beim Lagerhaus, Abtheilung Düngemittel.

Sie dürften in einem Labor arbeiten (Schutzglasscheibe runter! etc), ich hab den Sprengstoff im Düngerstreuer hintendrauf.

Em sembla que ara em toca a mi.
00
9.12.2009, 14:04

Weder Kalium noch Kaliumperchlorat haben Sie (weder hinten noch sonst wo) drauf. Seien Sie froh darüber!

Pierre d´Aubusson
00
9.12.2009, 14:32

Das habe ich hinten drauf:
http://static.landwirt.com/4142/5977... humb_0.jpg

Und da drin ist der "DC Rot", so 250kg.
Besteht aus Kalium, Phosphor, Stickstoff, Bor, Schwefel etc, manchmal auch Magnesium. Natürlich alles in gebundener Form, schön die Selbstentzündung mindernd in Form des Kalkgranulats. Und nicht mehr, als die AGES gesagt hat.
Früher gabs stattdessen Nitramoncal, aber da waren mehr Chlorantheile und viele sich explosionsartig ausbreitende Scheunenbrände. Fast schon Feuerwerke.


Was man so alles über einen kleinen Kalicium-Lapsus schreiben kann.....

Em sembla que ara em toca a mi.
00
10.12.2009, 16:11
Kalicium?,

muß eine Verbindung oder ein Gemisch sein,
kein Element!?

Pierre d´Aubusson
00
11.12.2009, 07:23
Kalicium

ist ein Gemisch aus 50% Kalium, 50% Kalzium, 50% blöden Fragen und 50% blöden Antworten zum zwecke forensischer Standrad-Diskussionen.

Em sembla que ara em toca a mi.
00
11.12.2009, 15:59
Standrad ist eine Art Nicht-Fahrrad.

Calicium dürfte eher ein Mix aus Ca und Si sein
und nicht ein 1:1 Gemisch aus K und Si.

In anorganischer Chemie wohl teilweise geschlafen?

Hans Peter S.
10
7.12.2009, 14:20

Das CO2, das bei der Gärung entsteht, wurde ja durch Photosynthese im Laufe des Sommers aus der Atmosphäre entzogen, es wird ja kein CO2 aus fosilen Brennstoffen freigesetzt. Es ist also klimaneutral. Würde man die Trauben im Weingarten verfaulen lassen, würde auch nicht weniger CO2 freigesetzt werden.

Pierre d´Aubusson
01
7.12.2009, 14:37

Aber nur dann, wenn man sie im Weingarten nicht zu Humus zerfallen läßt.
Verwendet man die Trauben als Humus, der zu vermehrter Pflanzenprofuktion führt, statt diese durch Kunstdünger anzuregen, dann kann man anfangs sogar zusätzliches CO² binden. Man hat dann allerdings eher weniger Wein.
Also entsteht auch bei Biolandwirtschaft CO² in Form von nicht gebildetem Humus.
Daher: Bitte nicht fräsen, nur Mulchen und mit dem Stockräumgerät arbeiten! Das ist durch den geringeren Düngerbedarf ohnehin billiger.

Em sembla que ara em toca a mi.
00
7.12.2009, 17:57
Das falsche CO-Quadrat stört.

Was soll das O hoch 2?

Michael Holzermayr2
00
7.12.2009, 15:00
Un das alles kann nur Frau Braunstein?

Em sembia que ara em toca a mi.
00
6.12.2009, 19:21
Jeder hat halt sein CO2-Binkerl zu tragen.

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