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Gegen ein vielfältiges Angebot mit vernünftiger Preisgestaltung hat sich allerdings noch niemand gesträubt.
"Halbflaschen sind etwas Feines", berichtet die beste Freundin über kulinarische Frankreich-Erfahrungen. Dass in dem Land, wo Mahlzeiten ohne simultanen Weingenuss (Frühstück ausgenommen) als Barbarei gelten, gerade gute und kostspieligere Weine auch in Halbflaschen zu 0,375 Liter angeboten werden, habe sie dort zu schätzen gelernt.
In der hiesigen Gastronomie ist diese Gebindegröße nicht sehr verbreitet, was schade ist. Wein in dieser Menge schafft man auch, wenn man allein essen geht. Speist man zu zweit, besteht die Möglichkeit, Verschiedenes auszuprobieren oder sich zur fischigen Vorspeise auf etwas Weißes, zum fleischigen Hauptgang auf Rotes zu einigen.
Kostspieligere Weine in Halbflaschen können auch in der Gastronomie interessant sein. Weine per Glas sind in hiesigen Breiten üblich, und das Angebot ist groß - vorausgesetzt, ihre Qualität hat nicht durch längeres Herumstehen als "Hansel", den letzten Rest Flüssigkeit in der Flasche, gelitten. Auf der Negativseite zu verbuchen ist, dass manche Wirte den Gast mit einer Weihnachtsgans verwechseln und mehr als kühne Preise für ein Glas Wein verlangen. Gegen ein vielfältiges Angebot mit vernünftiger Preisgestaltung hat sich allerdings noch niemand gesträubt. (Luzia Schrampf/Der Standard/rondo/23/10/2009)
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Weine in Gläsern gibt es in Weinbars, in einem Bistro oder einem Restaurant werden anständige Weine für anständige Trinker in anständigen Flaschen serviert, weil jeder französische Gast lachen würde, wenn man sich traut, ihm einen Wein zu servieren, der schon mehr als einen Tag in einer Flasche dümpelt. Er würde lachen, und wenn er sehen und erleben könnte, was sich bei uns in Österreich abspielt, unter anderem auch b ei der Kalkulation, dann würde er weinen. Aus Mitleid.
Wer kennt nicht diese Situation: Da moechte man abends zu Hause in Ruhe einen Wien trinken, kann sich aber letztendlich nicht dazu durchringen ein ganze Flasche aufzumachen, weil zu wenig Leute oder sonst niemand mittrinkt. Und eine ganze Flasche alleine ist nicht mein Ding! Wirklich schade...
was heisst 0,375 lt?
ein normales erwachsene paar hat mit den 0,7 das problem dass eine zuwenig und zwei zuviel sind, ich möchte die 1lt flasche haben.
der winzer meines vertrauens füllt seinen tropfen auch in 1 lt gebinde ab und es ist die genialste menge für zwei leute!
also nicht kleckern....
und v.a. keine ganzen Flaschen, volle Flaschen sind sie ja beide und leere Flaschen sind sie in Zukunft - hoch die Flaschen und hinterher die Flaschen hinter sich werfen, wie die Russen das machen - oder waren das die Gläser? Jedenfalls am Ende kann man die Scherben aufkehren...
Ich habe das gegenteilige Ansinnen der Autorin und wünsche auch guten Wein in einer Austria Magnum, nicht nur schlechten. Neulich habe ich einen guten getrunken, der war in einer 0,75-l-Flasche, und davon habe ich zwei Flaschen genommen. Das war grad die richtige Menge, aber ich hätte noch können.
Wenn es Halbflaschen in Lokalen als Ganzes auf den Tisch gestellt sein sollen, also Halbflaschen das Objekt der Konsumation sind (im Gegensatz zu in Gläsern ausgeschenkter Wein), dann muss hier aber wie bei Bier- und Colaflaschen ein Pfandsystem mit Kisten - nicht Kartons - eingeführt werden. Für einen größeren Schluck Wein eine ganze Glasflasche zu verschwenden wäre ein umwelttechnisches Verbrechen. Plastikflaschen oder Tetrapacks sind da viel umweltfreundlicher.
Hansln gibt es bei Profis keine. Die pumpen die Luft raus, und dann kann man den Wein auch noch Wochen später weitertrinken.
in italien gibts die im tetrapack: bag in a box (3l, 5l). wär wohl auch in kleineren mengen möglich.
die glasflaschen sind (wegen unnötigem einwegsystem) m.m. nach auch eine umweltsauerei. nur unter weinbauern, gastrokritikern, gourmets ist das thema quasi nicht präsent.
mogelpackungen (verhaltensauffällige flaschen - besonders dick, hoch ect.) sind an der tagesordnung.
wenn es im tetrapack nicht geht wär eine alternative die .5l bierflasche - dünnes glas, schon vorhanden, funktionierendes pfandsystem - was will man mehr?
Gerade vor ein paar Monaten ist ein österreichischer Händler an der Vermarktung von Halbflaschen gescheitert.
Bei den meisten Lokalen ist die Kalkulation der Weine generell ein Witz und für Halbflaschen ein Wahnwitz.
Daher wird es beim glasweisen Ausschank bleiben, auch wenn die Weine dann meist nicht mehr ganz taufrisch sind und in einem Glas auch schon recht oft 0.1 zum Preis von 0,125 drinnen sind.
...vor allem als Autofahrer !
Zu zweit eine "halbe" Flasche und man braucht nicht wirklich über die Promillegrenze nachdenken.
Ideal !
Seit meinen letzten Toskanaurlaub sind meine Frau und ich wirkliche Fans davon, denn bei den Glasweise ausgeschenkten Weinen schmeckt man sehr wohl, wie lange der Tropfen schon "herumgammelt".
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