Wasabi, erntefrisch

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    foto: der standard

Um vieles schärfer und ungleich vielschichtiger im Geschmack ist das Produkt der Woche

Was in Tuben- oder Pulverform als Wasabi verkauft wird oder als blassgrünes Bemmerl die Sushiplatte des Chinesen ums Eck aufpeppt, hat mit der echten Knolle nur den Namen gemein. In Wahrheit besteht es aus allerhand Bindemitteln, denen mittels Kren und Senföl Schärfe eingehaucht wird und mittels Farbstoff grünes Aussehen.

Original Wasabi, eine (mit Kren nicht verwandte) Knolle, die im Norden Japans, auf Kiesboden an quellfrischen Bächen gedeiht, ist nicht nur um vieles schärfer und ungleich vielschichtiger im Geschmack - er ist naturgemäß auch um einiges kostspieliger.

Das hat Peter Friese vom Kameel nicht davon abgehalten, Wasabi ab sofort in seiner Viktualienhandlung anzubieten - und zwar samt original japanischer Chojiro-Reibe aus Haifischleder. Kann man sich zum Dinner an die Sushibar mitnehmen (na, die werden schön schauen!), aber auch zu Hause zu Steak oder fettreichem Fisch (Makrele, Lachs, Karpfen) als erfrischenden Kontrapunkt einsetzen. Oder, warum nicht, zu Austern. (corti/Der Standard/rondo/16/10/2009)

Sawa-Wasabi, EURO 4,90/dag (ca. 40-90 g / Knolle). Chojiro-Reibe aus Haifischleder EURO 39,90. Zum Schwarzen Kameel, Bognergasse 5, 1010 Wien

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