Bier im Gerede

0,62 Cent

19. September 2009, 17:00
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    foto: apa/guenter r. artinger

    Wie wenig beispielsweise der Hopfenpreis ausmacht, konnte die Fachwelt im August auf dem Deutschen Hopfentag in Tettnang am Bodensee erfahren.

Bei einem Seminar in Tettnang lernte Conrad Seidl, wie wenig besseres Bier kosten muss

Neulich, beim Erntedankfest des Bauernbunds auf dem Wiener Heldenplatz, sind wir darauf zu sprechen gekommen, wie wichtig eigentlich die bäuerliche Arbeit für die Brauereien ist. Klar: Ohne Braugerste (und in viel geringerem Maße: Brauweizen) gibt es kein Malz. Und gäbe es die aufwändig zu pflegenden Hopfenkulturen nicht, fehlte dem Bier der gewohnte herbe Geschmack.

Nun: Es ist von beidem ausreichend vorhanden, auch wenn die heimischen Ernten in diesem Jahr deutlich bescheidener ausfallen als zuletzt. Nach den Beteuerungen des Brauereiverbandspräsidenten Markus Liebl wird sich das aber auf den Preis des fertigen Bieres kaum auswirken. Er betont zwar, dass die Rohstoffkosten beim Brauvorgang (neben den Energiekosten) erheblich sind, aber beim Preis eines Krügerls schlagen Schwankungen nur wenig durch.

Wie wenig beispielsweise der Hopfenpreis ausmacht, konnte die Fachwelt im August auf dem Deutschen Hopfentag in Tettnang am Bodensee erfahren. Der deutsche Hopfenexperte Adrian Forster ließ die Teilnehmer fünf gleich gebraute Biere verkosten, die sich lediglich in der Art (aber nicht der Intensität) der Hopfung unterschieden. Es waren Biere, die dem internationalen Massengeschmack entsprechen - also schlank mit geringer wahrnehmbarer Bittere.

Aber diese wurde in jeder der Proben durch anderen Hopfen, der zu unterschiedlichen Zeitpunkten dem Sud zugegeben wurde, dargestellt. Die Ergebnisse waren deutlich zu unterscheiden: Während das "Nullbier" einfach mit Isoalphasäure (dem reinen Bitterstoff des Hopfens) gewürzt war, wurde ein vergleichbarer Bitterwert in den anderen Proben durch unterschiedliche Aromahopfen erzielt. Dabei zeigen sich eine Reihe von sonst verborgenen Tugenden des Hopfens: Die Vergleichsbiere zeigten nicht nur ein feines Hopfenaroma, das dem Nullbier abging, sie waren durchwegs auch vollmundiger und hatten eine deutlich angenehmere Bittere.

Und das zu einem durchaus vertretbaren Preis. Forster rechnete vor, dass das nur mit Isoalphasäure gehopfte Bier pro Hektoliter Hopfungskosten von 0,35 Euro aufwies, während das am verschwenderischsten (nämlich am spätesten mit teurem Aromahopfen) gehopfte Bier pro Hektoliter grünes Gold im Wert von 1,24 Euro aufnahm. Das sind 0,62 Cent pro Krügerl fertigen Bieres. Das sollte guter Geschmack doch wert sein. (Conrad Seidl/Der Standard/rondo/18/09/2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 27
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A Voice
00
23.9.2009, 21:08
Ist "Bittere"

ein Bierfachbegriff? Ich hätt ja als deutsches Wort "Bitterkeit" genommen.

Bierpapst
00
26.9.2009, 11:30
Bittere

ist ein Fachbegriff.

Königsläuferspiel
00
24.9.2009, 19:05
das Bittere

Möter
01
21.9.2009, 23:50
Hefte raus, Klassenarbeit!

Mathetest im Forum!

Möter
00
21.9.2009, 23:23

zum Thema Hopfen empfehle ich:

http://www.stonebrew.com/ruin/

wirds hierzulande wohl kaum geben, aber falls jemand einen Urlaub in den USA plant...

danach schmeckt so ziemlich jedes Bier wie ein Waesserchen, sozusaen das Gegenteil zu Bud und Miller

jumpingjack flash
00
21.9.2009, 12:27
62€

also ich neh das wo das krügel um 62 cent billiger ist!
bei 100 krügerln sind das immerhin 62€!

yada yada yada
10
21.9.2009, 19:46
6,20 €

0,62 Cent macht bei 100 krügerln 6,20 €

Don Quicksocke
00
24.9.2009, 13:31
Das sind 0,62 Cent pro Krügerl fertigen Bieres

0,62 Cent mal 100 Halbe Bier sind bei mir 0,62 Euro - also nichts.

jumpingjack flash
01
21.9.2009, 21:19
lol

sie sind der erste ders bemerkt

ps.: in welchem bierlokal kassieren noch mal - ich werd sicher stammgast! :-)

Möhrenfresser
00
21.9.2009, 23:03

Früher beim Schilling war alles noch so viel günstiger!!!

Möhrenfresser
00
21.9.2009, 16:38
Und wo ist das?

neulichtsichel
00
20.9.2009, 18:12

Wenn der Bierpapst sich auch schon bei Pensionen in Österreich verrechnet hat, muß er sich doch nicht auch beim Bier verrechnen!

Dante Alighieri
00
20.9.2009, 13:55

Was sind "Herstellungskosten"? Beinhaltet das Transport, Vermarktung, Entwicklung, usw.? Wenn nicht dann ist die Rechnung etwas naiv.

Chris_SM
72
20.9.2009, 01:31
Auch Bierpäpste können irren

Die Hopfenkosten machen max. 1,24 Euro pro Hektoliter aus. 1 Hl sind 100 l.
Daraus ergibt sich eine Kostenbelastung pro Krügerl
(1,24/100/2) von 0,0062 Cent. Unserem hochgeschätzten Bierpapst ist ein Dezimalfehler passiert. 0,62 Cent pro Krügerl wäre auch extrem viel, wenn man bedenkt, dass im Handel selbst höherqualitatives ö. Bier (z.B. Hirter Morchel, Hadmar, Stiegl Weizengold u.v.a) um 1 Euro kostet.
Und da schlägt der Handel ordentlich was drauf u. die Steuern u.s.w

Ein Controller, der auch nach zu sehr später Stunde u. nach drei köstlichen Krügeln, nicht aus seiner Haut kann..

P.S
Schremser Premium, Stiegl Weizengold u. Guinness Draught habe ich getrunken. Ich denke, dass Guinness u. Schremser reich an Aromahopfen sind.

karlFranz
00
21.9.2009, 23:16

die krügerl werden beim maß- und eichamt angezeigt!

tramezzino
01
21.9.2009, 12:58

wer lesen kann, ist im vorteil: 0,62 cent = 0,0062 Euro.

mike honcho
01
20.9.2009, 22:52

guinness enthält kein einziges gramm aromahopfen. vielmehr hopfenextrakt, um auf die gewünschte grundbittere zu kommen. deshalb hat es genausowenig hopfen aroma wie schremser. stiegl weizengold wird in bayern gebraut. ebenfalls kein aromahopfen, wäre für weissbier auch untypisch. trumer od. griesskirchner pils. oder 7stern helles. auch im wieden bräu hellen gibts seit neuestem hopfenaroma

neulichtsichel
00
20.9.2009, 18:09
alle möglichen biertrinker können irren

yada yada yada
10
20.9.2009, 14:34
setzen 5!

NDN1
07
20.9.2009, 12:13
Wo controllen Sie denn?

Bei der AUA?

wurzen sepp
 
00
20.9.2009, 12:05
kann ihnen nicht folgen:

1,24 euro sind 124 cent. div durch hundert ist 1,24 cent, durch 2 ist 0,62 cent. oder?

neulichtsichel
00
20.9.2009, 18:10
folgen sie chris_ bitte nicht!

artful Dodger
00
20.9.2009, 12:04

wohl eher 0,0062 euro - und das sind 0,62 cent

ghandi2000
42
19.9.2009, 22:28

reden wir hier von hektolitern? und überhaupt ist die rechnung am ende nicht so ganz nachvollziehbar, bitte nochmal nachprüfen!

Slava
04
19.9.2009, 23:11

Was ist das Problem? 1 Hektoliter sind 100 Liter oder 200 Krügerl. 124 Cent dividiert durch 200 ergibt 0,62 Cent.

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