Goldmarie, geschützt

6. Juni 2009, 17:00
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Sommersonne tut gut - Aber Achtung: Zu viel Strahlung schadet der Haut und macht Falten - Acht Ratschläge für eine gesunde Bräune

1. Nie Sonnenbrand riskieren

Es ist ein hartnäckiges Vorurteil, dass ein Sonnenbrand am Sommerbeginn einfach dazugehört. Das Gegenteil ist der Fall. Verantwortlich für die Verbrennungen der Haut sind die UVB-Strahlen der Sonne. Noch viel gefährlicher, weil unbemerkt, sind aber die langwelligen UVA-Strahlen, die tief in die untersten Hautschichten eindringen und dort die DNA der Zellen schädigen. Sie schaffen es auch durch Fensterscheiben (Autofahrten!). Generell gilt: Die Haut wird durch jeden einzelnen Sonnenbrand richtig nachhaltig und langfristig geschädigt, da die Menschen immer älter werden, wirken sich Sonnenschäden vor allem im Alter aus. Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, steigt.

2. Den eigenen Hauttyp kennen

Wie lange ein Mensch ohne Sonnenschutz in der Sonne bleiben kann, hängt vom Hauttyp ab. Hellhäutige Menschen mit rotblonden Haaren und hellen Augen: drei bis zehn Minuten. Nordisch blonde Menschen mit hellen Augen: zehn bis 20 Minuten. Dunkelblond bis braunhaarige Mitteleuropäer: 30 Minuten. Südländische Hauttypen mit olivbrauner Haut und dunklen Augen: 40 Minuten.

3. Das Richtige schmieren

Seltsam ist, dass während des Jahres mit Anti-Aging-Produkten gegen die Hautalterung gekämpft wird, beim Sonnenbaden jedoch werden Schönheitsideale von ewiger Jugend dann aber über Bord geworfen. Nichts macht älter als UV-Licht. Die EU hat heuer erstmals verpflichtend die COLIPA-Ratio bei Sonnenschutz eta-bliert. Sie setzt UVA- zu UVB-Schutz in Relation und fordert das Verhältnis eins zu drei. Konsumenten erkennen diesen Qualitätsfaktor an der Kennzeichnung. UVA ist eingekreist.

4. Faktor als Faktor betrachten

Auch mit Sonnenschutz Faktor 50 wird die Haut braun. "Und zwar ganz golden, ganz sicher und ganz langanhaltend", sagt der Wiener Dermatologe Markus Dawid. Ganz prinzipiell gilt: In der Stadt reicht Sonnenschutzfaktor 15, im Freien sollte mindestens 25 aufgetragen werden, im Gebirge und am Strand (Sand reflektiert das Licht) sind hohe Faktoren angemessen, vor allem dann, wenn man lange Zeit nonstop in der Sonne ist.

5. Niemals mit Cremen geizig sein

20 Minuten vor dem Sonnenbad einschmieren ist optimal, dann haben sich die Sonnenfilter in der Haut gut verteilt. Im Freien gilt: alle zwei oder drei Stunden nachcremen, öfter, wenn man schwitzt oder im Wasser war. Sonnencremen haben ein durchschnittliches Ablaufdatum von zwölf Monaten, wenn sie einmal geöffnet sind. Nicht die Filter verlieren die Wirkung, sondern die hitzeempfindlichen Emulsionen verteilen sich nicht mehr gut auf der Haut.

6. Sanfte Sonne genießen

Im Grunde ist Morgen- und Abendsonne auch viel angenehmer als die Mittagshitze zwischen 12 und 15 Uhr. Sie gilt es zu meiden. Sonnenschirme, Markisen und Bäume spenden wohltuenden Schatten. In der prallen Sonne: immer mit Sonnenbrille, Hut und T-Shirt.

7. Haut und Haare wappnen

Wie sinnvoll es ist, sich mit Tabletten auf den Urlaub vorzubereiten, ist unter Dermatologen umstritten. Innéov-Kapseln stärken die Langerhanszellen in der Haut, die Kapseln von Héliocare bauen sogar einen gewissen Sonnenschutz auf. Bei beiden Präparaten muss drei bis vier Wochen vor dem Urlaub mit der Einnahme begonnen werden, beides ersetzt Sonnenschutzcremen nicht. Urlaubsvorbereitung im Solarium funktioniert übrigens nicht. Die Überdosis an UV-Strahlung fördert die Hautalterung massiv. Auch Haaren tut Schutz in der Sonne gut, vor allem dann, wenn sie gefärbt sind, zum Beispiel Sun Care Protec-tive Hair Veil von Aveda oder Matrix Biolage Protective Hair zum Aufsprühen.

8. Kinder besonders schützen

Kleinkinder sollten am besten gar nicht in die Sonne, ihre Haut hat noch keinen Eigenschutzmechanismus ausgebildet. Auch Kleinkinderhaut produziert weniger Talg, in Sonnenschutz für Kinder wird darauf Rücksicht genommen. 80 Prozent aller irreversiblen Sonnenschäden passieren bis zum 25. Lebensjahr. Deshalb Kinder zum regelmäßigen Einschmieren erziehen. (Karin Pollack/Der Standard/rondo/05/06/2009)

Zur Ansichtssache: Forever Young

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    Während des Jahres wird mit Anti-Aging-Produkten gegen die Hautalterung gekämpft, beim Sonnenbaden werden die Schönheitsideale von ewiger Jugend über Bord geworfen.

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