Wassernot

4. Juni 2009, 17:02
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Über ein fragil-archaisches Lebenselixir sinniert Gregor Auenhammer angesichts eines erhellenden Fotobandes

Wasser: Bedeutsam für Nahrungsmittelversorgung, Gesundheit, Ökosysteme, Frieden und Sicherheit. Auf Einladung der Banque Pictet dokumentierten 200 Fotokünstler das Element Wasser unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Die Fotos illustrieren Folgen der Dekonstruktion, der Denaturierung der Landschaft, differenzieren positive wie negative Seiten. Dürre, Hunger und Tod, Überschwemmungen: irritierte Balance unter humaner Einwirkung. Wasser als Metapher repräsentiert heilende, nährende, prosperierende, heilige, reinigende Wirkung, religiöse Bedeutung, Faszination archaischer Eisberge. Global divergieren Überfluss und Unterversorgung, daraus resultiert martialisches Konfliktpotenzial.

Drastisch gemahnen die Fotos von zerstörerischer Kraft wie auch lebensrettenden Facetten, bezeugen Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Eingedenk akuten Mangels für eine Milliarde Menschen appelliert Uno-Generalsekretär Kofi Annan: "Jeder Künstler präsentiert ökonomische, soziale Herausforderungen, Gefahren (...), die Regierungen, Wirtschaft und uns alle als Individuen auffordern, eine Veränderung zur Bewahrung der Erde herbeizuführen." (Gregor Auenhammer/DER STANDARD/Rondo/5.6.2009)

 

  • "Prix Pictet 2008 - Water"teNeues, EURO 49,90 ISBN: 9783-8327-9289-3
    foto: teneues

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