Einen Stock mit dem Lift fahren

14. Mai 2009, 17:30
  • Noch ein Stopp auf meinem Weg ins Oberstübchen.
    foto: der standard

    Noch ein Stopp auf meinem Weg ins Oberstübchen.

Sogar Models tun es - Oder: Der Wirtschaft schadet's, der Demokratie und der Gesundheit

+++Pro
Von Karl Fluch

Jahrelang im vierten Stock ohne Lift wohnen prägt. Im Guten wie im nicht so Guten. Zum einen hat man eine Bombenkondition. Denn wenn man im Erdgeschoß angekommen feststellt, dass die zum Einkauf notwendige Brieftasche blöderweise nicht zugestiegen ist, bevor man sich auf den Abstieg begeben hat, bedeutet das: noch einmal rauf, sonst Hunger, Unglücklichsein, Weinen, Gesichtsverlust. Aber feste Wadeln allein machen auch nicht glücklich, deshalb wird Lift gefahren, wann immer es geht. Solange man dabei nicht so fett wird, dass beim Betreten der Kabine das "Überlastet-Schild" leuchtet, gibt es keinen Grund, diese Haltung zu überdenken. Außerdem geht man ja eh ins teure Fitnessstudio, jetzt, wo man nicht mehr im Vierten ohne wohnt. Ebendort, im Lift zum exakt einen Stock höher gelegenen Fitnessstudio, wurde ich unlängst zweier Models ansichtig, die, wie ich, mit dem Lift hinauffuhren. Welch überzeugendere Bestätigung kann es geben? Schön und schlau!

Zumindest über die Distanz eines Stockwerks.

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Contra---
Von Harald Fidler

Der Wirtschaft schadet's, der Demokratie, der Gesundheit, körperlich wie geistig. Denn: Beinah wäre diese Kolumne nicht fertig geworden, weil ein sonst geschätzter Kollege (nicht der Fluch) meinen Weg nach oben bremste, indem er im Erdgeschoß einstieg, in letzter Sekunde, die Tür aufzwang, auf dass die achtmal so lang brauchte, um zu schließen. Im ersten Stock raus. Dann leistete sich eine Zweite den zeitraubenden (so viel zur Wirtschaft) Luxus des Einstockfahrens. Noch ein Stopp auf meinem Weg ins Oberstübchen, wo mein PC aufs Hochfahren wartete und dafür ähnlich lange brauchte, obwohl ich niemand zu- und wieder aussteigen sah, aber bei Microsoft kann man in der Hinsicht nie sicher sein. So viel zur Gesundheit. Fast wäre also diese Kolumne nicht erschienen wegen der ewigen Ein-und Aussteiger, und daher womöglich diese anmutige Beilage, ein wichtiger Werbeträger und also Wirtschaftsfaktor, und damit hätte der Standard ein Problem. Der ist für die Demokratie ja nicht ganz unwichtig. Nicht nur einer, auch vier Stöcke zu Fuß scheinen mir viel gesünder. Finden Sie nicht? (Der Standard/rondo/15/05/2009)

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13 Postings
Ich sag' nur...

Stiege 9 im Hauptgebäude der Uni Wien...

FAHREN!!!!

Auf jeden Fall. Es zahlt sich aus. Vor allem runter. In den Keller zu dem Altpapier um Standard dort zu entsorgen.

So weit fahren Sie dafür?

Für viele reicht dafür das Klo...
(C;

Es ist erstaunlich

wie oft man zu Fuß schneller ist als mit dem Lift. Bis er einmal kommt, bis die Türe auf- und zugeht, vielleicht steigen dann noch Leute aus, da vergehen oft Minuten.
Manchmal mache ich mir den Spaß, auch in den 5. Stock zu laufen und den Lift zu "überholen", natürlich nur, wenn er nicht gerade da ist. Aber 34 Sekunden (meine Bestzeit), damit bin ich (60+) in den meisten Fällen deutlich schneller. Ich versteh einfach nicht, dass andere Leute so viel Zeit haben...

wenn Sie nicht einmal eine Minute Zeit haben um auf den Lift zu warten rate ich Ihnen dringend Ihr Leben zu überdenken!

Ich gehe lieber zwei Minuten zu Fuß, als eine Minute WARTEN zu müssen

Ich hasse warten einfach, dieses aufgezwungene Nichtstun in Langeweile. Stau ist auch fast so schlimm.

Die Besten...

...sind die, die auf den Lift warten um einen Stock nach UNTEN zu fahren!!

...nach unten fahren

schont die gelenke!!! wer schon mal eine knorpelentzündung im knie hatte, oder aus anderen gründen probleme in div. gelenken, weiß das!

rauf sollte man aber gehen, wegen der fitness;-)

Klar "contra"

Ergänzen möchte ich: Noch mehr auf die Nerven gehen die Wartenden vor den Liftkabinen die BEIDE Tasten - hinauf und hinunter - drücken und so jeden Lift zum anhalten bringen, selbst wenn der nicht in die eigentlich gewünschte Richtung fährt. Als Insasse des angehaltenen Liftes kann man dann das "Tür auf - Tür zu" über sich ergehen lassen ohne dass jemand einsteigt!

Insaße

Also ich versteh' darunter was ganz anderes, aber man kann sich ja täuschen...

das vorhandensein eines lifts verleitung unglaublich zur bequemlichkeit.

das stimmt zweifellos. ich wohne in einer kleinen wohnanlage auf ebene +2, die garage und auch der hauseingang befinden sich (da leichte hanglage) auf -1.

ich habe mich aber soweit im griff, dass ich zumindest einmal pro tag die treppe nehme (auf und ab). und seitdem ich mir schon vor jahren meine 40 tschick pro tag abgewöhnt habe, gibts auch kein problem mit der kurzatmigkeit.

aber wegen einer etage den lift benützen? nie und nimmer...

In Österreich sagt man zur "Treppe" Stiege und zur "Etage" Stock.

Seien Sie doch nicht so streng

Ich bin ja schon froh, wenn "ab und an" kein "Anwohner" vorkommt.

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