Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Aus dem Neu-Wien in der Bäckerstraße wurde ein rumänisches
Restaurant in den Farben der Doppelmonarchie.

Balkans, here we go again!
In manchen Teilen Osteuropas grassiert die Verklärung des Kommunismus ebenso wie jene der Austro-Monarchie samt Kaiserkönig und schönbrunngelben Bahnhofsruinen. Umgekehrt wird dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit nicht so deutlich erwidert, wie man sich das wünschen möchte. Umso schöner, dass sich Michael Eltes dadurch nicht abbringen ließ, jetzt ein rumänisches Restaurant zu eröffnen, wie man es sich in der einstigen Hauptstadt des Reichs eigentlich schon seit Jahrzehnten hätte erwarten dürfen: zentral gelegen, verschwenderisch ausgestattet, mit einer beachtlichen Weinkarte (wenn auch ohne rumänische Gewächse) und einer Speisenauswahl, die den Geist der lange vergangenen Zeit atmet.
In Zukunft will Eltes auf autochthone Spezialitäten setzen, Wurst von regionalen Produzenten importieren und Käse wie den unglaublich köstlichen, in Nadelholzrinde gereiften, transsylvanischen Schafskäse "Brânza de burduf" (ein Slow-Food-Präsidiums-Produkt!). Für den Anfang meint er, mit einer schaumgebremsten Version besser gerüstet zu sein, den Geschmack der Hauptstädter zu treffen - ein Irrtum, der durch aktives Nachfragen korrigiert werden sollte!
Feine Derbheiten
Also: Wo bleibt die Hühnersuppe mit hausgemachten Nudeln, die Ciorba de burta (Kuttelsuppe mit Sauerrahm), das berühmt knusprige, aus Kartoffelteig gebackene Brot, das mit Ei frittierte Kalbshirn, die Matiti-Würste, der Topfenstrudel Brinza?
Die Karte weist schon in die richtige Richtung: Die Vorspeisenplatte mit Bohnenpüree (1a!), Melanzanisalat, toll gewürztem Karpfenmilchner, sehr rustikal geräuchertem Schinken und anderen feinen Derbheiten mehr bietet wesentlich Interessanteres, als man sich an anderen Balkan-Adressen der Stadt erwarten darf. Der Ciorba-Suppentopf mit ordentlich fettem Rindfleisch wird mit Liebstöckel gewürzt; die Cevapcici-Variante "Mititei" gerät locker, saftig, würzig, so gut wie selten. Spätestens nach den mit viel kleingewürfeltem Knoblauch kontaminierten, gegrillten Paprika aber will in der U-Bahn auch nach Tagen noch niemand neben einem sitzen. So soll es sein! (Severin Corti/Der Standard/rondo/24/12/2008)
Mamaia
Bäckerstr. 5
1010 Wien,
Tel.: 0676/636 78 58
tägl. 18-24 ab Jänner 11.30-24 Uhr
VS EURO 4,80-11,20 HS EURO 6,90-21,50
Fotos: Gerhard Wasserbauer
Unter Helmut Österreichers Ägide ist Artner plötzlich zu einer richtig guten Adresse für Wiener Küche geworden - Eine tolle Weinkarte gibt's jetzt auch!
Am Karmelitermarkt gibt es ein neues Lokal, das mit silbrigen Schuppen glänzt - und mit einem Hillinger-Weinshop
Wer die Gleichförmigkeit der heimischen Gastrolandschaft beklagt, findet bei François in Wien-Penzing Trost - und wie!
Schon wieder ein neues schönstes Restaurant der Stadt: Das außerordentlich tolle "On Market" am Naschmarkt
Neues Hotelrestaurant mit lahmem Schmäh, engagiertem Service und ziemlich guter Küche
Die ehemals rabiatrustikale Zirbenstube Martinjak am Opernring stellt sich als zeitgemäßes Restaurant neu auf
Das Essen im Restaurant Edvard im neuen Kempinski-Komplex am Schottenring wirft mehr Fragen auf, als der Service zu beantworten vermag
An einem diskreten Eck der Wiener Innenstadt hat Sternekoch Konstantin Filippou jetzt einen Weiheort seiner Kunst eröffnet
Ein neues libanesisches Restaurant, das sich kaum als solches zu erkennen gibt - aber dennoch gute Küche bietet
Im wilden Tal der Soča kocht die gelernte Diplomatin Ana Roš die tollste Küche Sloweniens - und vielleicht der Alpen
Drei Vorarlberger hauchen einem arg abgewirtschafteten Beisl auf der Oberen Augartenstraße schönes, neues Leben ein - Zentrales Element: Vorarlberger Käse
Frühling kommt, Hoffnung wächst - Wenn etwa ein Vietnamese aus einer öden Pizza-Döner-Bude etwas Gutes macht
Una Abraham und Carsten Philippi haben im Karmeliterviertel eine Bar aufgesperrt, in der es "halt auch etwas zu essen gibt"
Das Good Morning Vietnam zog von Wien-Fünfhaus an den Alsergrund - und hat nun eine beachtliche Weinkarte
Ein als kreativ gehandelter Koch taucht nach Jahren wieder auf - in einem Seminarhotel an der Peripherie
Roman Steger kocht jetzt in der Josefstadt - und zwar auf ebenso inspirierte wie engagierte Weise
Ausgerechnet die Kulissenküche der "Andi & Alex"-Show beherbergt jetzt eines der bestbekochten Wirtshäuser Wiens
Das gute Leben auf französisch verspricht nun auch eine neue Café-Brasserie beim Wiener Schottentor
Die Innenstadt macht sich schick, da will der Hohe Markt nicht fehlen. Nach dem Merkurmarkt jetzt auch mit "Brasserie"
Prunk und Kunst und tolle Aussicht - bei der Küche aber greift das neue Luxushotel Sans Souci spektakulär daneben
Ein neuer Platz für beste Pizza: Das Riva hat seit dieser Woche - statt nur im Sommer auf der Summerstage - eine fixe Bleibe in Wien-Alsergrund
Schau an: Im neuen Bahnhof Wien Mitte wird nicht nur Junkfood verfüttert - Zum Beispiel im Ramien go
An der Ecke Rotenturmstraße / Hoher Markt wurde ein schickes Hotelrestaurant der ganz anderen Art eröffnet
Das tolle Vietnam-Standl "By Chi" ist nicht mehr am Naschmarkt - dafür aber ganz neu ums Eck vom Karmelitermarkt
Ein Inder in Wien-Alsergrund versucht sich - einstweilen noch zaghaft - an einer Neuinterpretation dieser großen Küche
Eine noble neue Adresse am Chiemsee verspricht große Alpenküche, löst das bei aller Qualität aber nicht ganz ein
Inmitten der Tourismuskulisse des Spittelbergs versucht sich ein junger Küchenchef an ambitionierten Gerichten - Die neue Küche im Lux
Das Gastro-Pub Charlie P's zündet die nächste Stufe: Dry-Aged-Burger, Pulled Pork und Desserts fast wie bei Heston Blumenthal!
Kim kocht wirklich in der Küche des neuen Merkurmarkts, wo ihre Kreationen zwischen Einkaufswagerln serviert werden
Im kulinarisch gesegneten Tullnerfeld wurde mit dem Figl in Wolfpassing jetzt noch ein Wirtshausjuwel exhumiert
Man muss schon in ein Hernalser Schutzhaus pilgern, um in Wien wirklich grandios indisch zu essen
Alexander Mayer, der als schwierig bekannte Ausnahmekönner, kocht jetzt in einem kleinen Restaurant auf der Wieden
Tolle Weine, rare Delikatessen und ein wirklich guter Koch: Spaetrot erfindet den Heurigen neu - just in Gumpoldskirchen
Vis-à-vis ist noch Baustelle, das Fabios auf der Tuchlauben aber hat nach Renovierung - und mit neuem Starkoch Joachim Gradwohl - wieder geöffnet
Wie eine Köchin aus Vietnam und eine Architekturstudentin aus Deutschland in Wien-Neubau eine Garküche schupfen
Eine Wiener Touristenmeile überrascht seit kurzem mit einem außerordentlich gut bekochten Restaurant, das Wiener Schnitzel wird in Mangalitza-Schmalz gebacken
Das neue Konzept des Taubenkobel kopiert jenes eines Zwei-Sterne-Lokals in Stockholm bis in minutiöse Details - erstaunlicherweise ohne Quellenangabe
Im Industriegebiet von Oberwart lässt sich eine der interessanteren Küchen des Burgenlands verkosten - Ausgerechnet
Ein Sternekoch aus Stuttgart siedelt sich im Südburgenland an, um fortan hochklassig vegetarisch zu kochen - Zeit war's!
Ausg'steckt ist auf dem Gut Oggau der Tscheppe-Eselböcks am Neusiedler See: Das zieht ganz offenbar eine spezielle Klientel an
Neben großen Rotweinen bietet das Weingut Wachter-Wiesler nun einen weiteren Grund für einen Ausflug nach Deutsch-Schützen: ein tolles Wirtshaus mit schöner Aussicht
In Purbach wurde ein Lesehof aus dem 16. Jahrhundert aufwändig renoviert. Pächter ist der junge Max Stiegl - was als Glücksfall gelten darf: Dank seiner fantasievollen Küche dürfte "Gut Purbach" zum neuen Hotspot am See werden
in einer Wirthauskritik!
wow!
"schaumgebremst" erinnert leider irgendwie an Seife - passt vielleicht nicht so gut zum fugenessigen Käs.
aber am Besten gefällt mir der "kleingewürfelte Knoblauch":
'Man nehme Knoblauch und würfle ihn solange, bis er klein ist.'
das ist mir sehr wohl bekannt. aber das ist schon 10 jahre her!!! ich selber habs in der schule auch mit i gelernt, und in österreich auf a umgelenert. ist ja kein kunststück. oder schreiben sie noch immer "daß". wär ja traurig!
ich habe mich eigentlich auf clatite bezogen (Hacek unter dem zweiten t), und nicht auf branza. das branza schreib ich von haus aus so, ohne zu überlegen.
und die rechtschreibreform ist keine glaubensfrage!! sie sollten rumänische bücher lesen, damit wäre sogar ihnen geholfen, und sie wären up to date.
Ja, wobei das bei Kaisers bei Familiennamen auch norddeutsche Umgangssprache ist. Das "s" als Plurarl für Familiennamen, wird hier auch gelegentlich schon gesichtet, ist aber nicht ok. Niemand würde sagen die Habsburgers oder die Hohenzollers oder die Wittelsbachers.
Die 3 Adelsgeschlechter sind nicht in der Art, wie Sie schreiben, Familiennamen. Herr Habsburg oder Herr von Habsburg kann es bei denen heißen, aber nicht Herr Habsburger (einen bürgerlichen Namen Habsburger kann es geben, das ist was anderes).
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.