Fashion and how to sell it

28. November 2008, 09:35
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Herr Thun-Hohenstein gibt Auskunft darüber, was das Wiener Modesymposium eigentlich gebracht hat

Es kam zu einer Bewusstseinsschärfung, wie das internationale Modegeschäft funktioniert. Über 200 ModemacherInnen und Modeinteressierte haben aus dem Munde von ExpertInnen erfahren, welche Mechanismen und Konzepte es international gibt. Es wird allerdings keines dieser Konzepte eins zu eins auf Österreich übertragbar sein. Das wäre, als ob man Silicon Valley in Österreich anpflanzen möchte. Eine Idee war, dass jene ModemacherInnen, die in Paris ihre Mode präsentieren, gemeinsam auftreten. Da habe ich das Gefühl, dass wir in der österreichischen Modeszene bereits weiter sind.

Interessanter finde ich den Vorschlag, in London einen permanenten Showroom der österreichischen ModedesignerInnen mit einem angeschlossenen Mirror Store in Wien zu eröffnen. Das bedeutet, dass man all das, was in London ausgestellt wird, in Wien zu kaufen kriegt. London ist eine interessante Stadt, was die Presse anbelangt, in Wien wäre es vonnöten, dass man die Produkte heimischer DesignerInnen endlich kaufen kann. Das ist längst überfällig.

Derzeit sind wir allerdings noch im Stadium der Ideen-Diskussion. Mir erscheint es wichtig, dass jene, die das Ziel haben, in Wien tolles Modedesign zu machen, auch den Standort Wien spannender machen müssen. Wir sitzen schließlich alle in einem Boot. Ich selbst sehe mich als Vernetzungsfigur. Durch das Symposium ist die Wiener Szene enger aneinandergerückt. Das ist ein großer Erfolg. (hil/Der Standard/rondo/28/11/2008)

  • Christoph Thun-Hohenstein ist seit November 2007 Geschäftsführer von Departure, der Förderstelle für Wiens Kreative. Das Symposium "Fashion and how to sell it" fand Mitte November statt.
    foto: hersteller

    Christoph Thun-Hohenstein ist seit November 2007 Geschäftsführer von Departure, der Förderstelle für Wiens Kreative. Das Symposium "Fashion and how to sell it" fand Mitte November statt.

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