Uptown Mariahilf

24. Oktober 2008, 17:00
  • Artikelbild

    Na bumsti: In dem 800-Quadratmeter-Hybrid aus Café, Lounge, Bierlokal, Cocktailbar und Restaurant mit 800-Euro-Plus-Weinen soll es auch erwachsenes Essen geben.

  • Artikelbild

    Zumindest die Pizza ist sehr okay.

Das "Freiraum" auf der Mariahilfer Straße versucht auf etlichen hundert Quadratmetern ein bisschen zuviel

Halle. Tempel. Palast. Das sind Begriffe, die angesichts des neuen "Freiraum" an der Mariahilfer Straße (Höhe Webgasse) angebracht scheinen: Achthundert Quadratmeter auf einer Ebene - so etwas gab es in Wien bislang höchstens als Tanzlokal an der Peripherie, aber nicht als Restaurant in bester Shoppinglage. Wobei "Restaurant" als Untertreibung zu werten ist: Das Freiraum will zumindest Café, Bierlokal, Lounge, Wintergarten, zwei Cocktailbars und edles Restaurant mit imponierender Weinkarte in einem sein, von Wiens aufwändigster Frühstücksadresse (bis Mitternacht!) ganz zu schweigen.

Schon in der Getränkekarte überschlagen sich die Superlative: 100 Wodkasorten aus Russland und Polen, aber auch aus Kroatien, Mexiko, Italien und der Mongolei. Dazu kubanischen Rum um 2800 Euro für 50 cl und eine sehr bemerkenswerte Auswahl heimischer Edelbrände. Die Weinkarte bietet allein 24 verschiedene Champagner, den großen Verführer Krug Rosé (EURO 495) inklusive. Aus Österreich darf alles antreten, was gut und nicht zu günstig ist.

Und das Essen? Vom Frühstück war schon die Rede, täglich gibt es neben den Klassikern allein 23 verschieden Möglichkeiten, sich Eier servieren zu lassen - ob pochiert mit Sauerrahm, als Rührei mit geschmolzenem Brie, spanisches Omelette oder weichgekocht mit Lachskaviar. Dazu Finessen wie Beef Tartare, Tuna Sashimi oder Bohnen-Muschel-Ragout; Gesundes wie gegrillte Grapefruit mit Vanille und Birchermüsli; oder Pancakes mit Ahornsirup, Peanut Buttter, frische Waffeln mit Früchten und dergleichen mehr.

Wild zusammengewürfelte Ethno-Küche

Dieser schwindelerregende Drang zur Vielfalt setzt sich auf der Speisekarte fort, die sich nicht minder bemerkenswert liest. Allein die Tatsache, als neues Lokal einen Holzofen und einen Robata-Feuergrill nach japanischem Vorbild überhaupt genehmigt zu bekommen, zeugt von bemerkenswerter Zielstrebigkeit. Leider ist auf der Karte nur wenig davon zu merken. Die Gerichte variieren zwischen wirklich ordentlichen Fantasy-Pizzen mit hauchdünnem, knusprigem Teig, großen, frischgebackenen und üppig gefüllten Laberln (hören auf den gefährlichen Namen "Brotdings"), wild zusammengewürfelter Ethno-Küche zwischen Pljeskavica und Thai-Suppe mit Garnelen und Chili. Für T-Bone-Steak mit "toskanischem Gemüse" um 30 Euro ist freilich auch Platz - irgendetwas müssen ja auch jene essen, die die Trophäenflaschen aus der Weinkarte (Mouton-Rothschild, Haut-Brion, Pingus etc.) ordern sollen.

Doch es wird wohl noch dauern, bis die Küche die überbordende Karte einigermaßen gebändigt hat. Büffelmozzarella kommt nicht, wie versprochen, mit Mangosalat, sondern mit klebriger Sauce daher. Pak Choi wird im Bambusdämpfer zur übelriechenden Kohlpampe totgekocht, da helfen auch ganz anständige, kurzgebratene Tuna-Würfel am Extrateller nichts mehr. Scharf gegrillte Calamari sind dagegen knackig und zart, wären ohne Wan-Tan mit undefinierbarer Fülle aber besser dran gewesen. Ganz böse schließlich der "US-Burger" mit einem graugekochten Fleisch-Pattie, der in Konsistenz, Aussehen und Geschmack ganz gefährlich nach Fabriksware aussah. Dazu labbrige Pommes und leimige Barbecue-Sauce - nein, danke. (Severin Corti/Der Standard/rondo/24/10/2008)

Freiraum
Mariahilfer Str. 117
1060 Wien
Tel.: 01/596 96 00
Küche tägl. 8-24 Uhr
VS EURO 3,50-13 HS EURO 6,50-30 Lunchbox EURO 7,50

Fotos: Gerhard Wasserbauer

  • Lokal im 1. Bezirk

    Zutrauen und zugreifen! [52]

    TitelbildDiese Aufforderung ist der Speisekarte eines China-Imbisses am Karlsplatz vorangestellt - Man sollte sie beherzigen

  • Lokal im 2. Bezirk

    Ausweitung der Gastzone [24]

    TitelbildDas Skopik & Lohn in Wien-Leopoldstadt wurde auf über 100 Sitzplätze vergrößert - einen neuen Koch gibt es auch

  • Lokal im 19. Bezirk

    Schweinsbacken und Armleuchter [7]

    TitelbildIm Wiener Heurigen- und Villenvorort Sievering kocht ein kreatives Talent gegen die Diktatur des Backhendls an

  • Lokal im 2. Bezirk

    Die Curry-Ecke [42]

    TitelbildWürze für den Winter: Das neue Thali beweist, dass Wien schon viel zu lange auf ein ordentliches Curryhaus gewartet hat

  • Lokale

    Wo gibt es was zum Essen?

    TitelbildDie wöchentliche Lokal-Kritik von Severin Corti

  • Lokalsuche: Von Aromat bis Zypresse

    TitelbildUnser Kooperations- partner Lokaltipp.at mit Lokalführer, Tipps und Bildergalerie

  • 1. Bezirk
    • Ein Schimmer von Welt [72]

      TitelbildFranzösisches Frühstück, belgische Biere vom Fass, weltläufige Küche - und Patisserie von einem anderen Stern: Das alles gibt es jetzt auf der Wiener Freyung

    • Küchenrolle [41]

      TitelbildCoup de théâtre auf gut Wienerisch: Christian Domschitz macht aus dem Vestibül eine "Wiener Brasserie"

    • Urquell, urgut [37]

      TitelbildEs hat ein paar Jahrzehnte gedauert, aber jetzt ist der Biergarten im Schottenstift wieder der beste der Innenstadt

    • Yes, he can! [31]

      TitelbildDaniel Adler wurde Gastronom, weil er sich endlich an Burgern freuen wollte, die sich mit US-Vorbildern messen können

    • Lammhaxen und Armleuchter [12]

      TitelbildKonstantin Filippou, gefeierter Koch des Novelli, zeichnet nun auch für das preiswerte Essen im Limes verantwortlich

    • Lasst Würfel sprechen [18]

      TitelbildEin aserbaidschanisch-israelisches Grillrestaurant bietet gute Orient-Küche, um die man sogar würfeln kann

    • Wein, du allein [16]

      Titelbild60 Wiener Weine, ein Plätzchen unter Arkaden und eine Schwäche für gratinierten Käse: das Wieno beim Rathaus

    • Knofeln wie bei Kaisers [27]

      TitelbildSchwarz-Gelb von Schnitzel bis Cevaberl: Restaurant Mamaia

    • Buffet-Verhandlungen [3]

      TitelbildIm Regierungsviertel hat ein Hotel-Restaurant mit preiswertem Mittagsbuffet eröffnet - Praktisch: Man kann schon von draußen auf die Teller sehen

    • Ich singe nur ein Lied [21]

      TitelbildIm Winter rückt man zusammen, isst, trinkt und pflegt das gemeinsame Liedgut - Im "Senkoma" geht das besonders gut

    • Wo ist der Holzofen? [25]

      TitelbildAus der Innenstadt-Pizzeria Al Cavallino wurde ein auf Fleisch spezialisierter Nobelitaliener

    • Mehr Torso als Korso [64]

      TitelbildNun ist das Korso also in neuen Händen - Das Essen aber wirkt altmodischer denn je: Schwerfälliger Luxus statt frischer Ideen und der angekündigten leichten Linie - Kommt da noch was?

    • Überdrüber und drunter [35]

      TitelbildAn einer der schönsten Ecken Wiens hat ein luxuriöses Restaurant eröffnet - wo aber viele im Keller sitzen müssen

    • Ofenloch mit Aussicht [32]

      TitelbildDas Ofenloch in der Wiener Innenstadt hat neue Betreiber, die statt Touristen wieder mehr Wiener Gäste anlocken möchten

    • Schickste Skihütte der Innenstadt [17]

      TitelbildMartinjak am Ring: Am Wiener Opernring wurde ein Restaurant eröffnet, wie man es eigentlich in Kitzbühel oder St. Anton erwarten würde - Noch dazu, wo der Küchenchef als "Lieblingskoch des ÖSV-Damen-Skiteams" präsentiert wird

    • Anständig essen! [95]

      TitelbildMutter kocht, Söhne und Schwiegertochter stehen an der Budel - Und gegessen wird, was in der Vitrine steht Das ist "Köstlich": Ein Veggie-Restaurant mit familiärem Charme, ohne Kaffee oder Alkohol

    • Roher Fisch hoch zwei [40]

      TitelbildNeben dem Unkai hat Wien nun eine zweite beste Adresse für echt japanischen rohen Fisch: Unkai Sushi

    • Central Eating [18]

      TitelbildIm "At Eight" des neuen Ringstraßenhotels wird bemerkenswert weltläufig gekocht

    • Platz da, Essen kommt [21]

      TitelbildZwei der schönsten Plätze Wiens, zwei Restaurants, zwei neue Köche: Im "Ella's" am Judenplatz und bei "Hollmann Salon" im Heiligenkreuzer Hof wurden rund ein Jahr nach der Eröffnung die Küchen neu geordnet - mit ungleichem Erfolg

    • China Central [23]

      TitelbildMit den "Goldenen Zeiten" sperrte nach ON und Koi ein weiteres tolles Chinarestaurant an zentraler Stelle neu auf

    • Inspiration auf Österreichisch [5]

      TitelbildHarry's Time: Am Lueger-Platz wird durchaus schlau renovierte Wiener Küche serviert. Das könnte ein Hit werden

    • Fisch aus dem Bad [22]

      TitelbildAuf dem Badeschiff am Donaukanal ist es schön - und seit heuer gibt's auch ziemlich guten Steckerlfisch

    • Spieße speisen [10]

      TitelbildSababa: In der Wiener Rotenturmstraße heizt ein israelischer Grill-Imbiss der örtlichen Döner-Szene ein

    • Hof und heilig [14]

      TitelbildRobert Hollmann, der von der "Beletage", hat ein Wirtshaus an einem verboten schönen Platz eröffnet - Danke!

    • Auf dem Teppich geblieben [7]

      TitelbildIm Wiener Innenstadt-Restaurant Bauer sind schon mehrere Köche richtig groß geworden - Jetzt ist wieder einmal ein neuer dran - Der junge Tommy Möbius kocht bereits sehr selbstbewusst und geradlinig

    • Schonkost vom Inder [77]

      TitelbildWien hat ein neues indisches Restaurant für Leute, die sich vor starken Gewürzen fürchten

    • Mittelmeer mit Beilage [14]

      TitelbildDas neue Restaurant am Judenplatz könnte auch in Nizza oder Athen stehen - Die Speisekarte aber verrät: So wollen nur Österreicher essen

    • Der Abt und die Konzerne [66]

      TitelbildNagelneues Altwiener Kaffeehaus - Das klingt nach gefährlicher Drohung - Im Fall des "Café im Schottenstift" aber ist die Angst beinahe unbegründet

    • Oase Bognergasse [37]

      TitelbildChristian Domschitz ist als Küchenchef im "Schwarzen Kameel" eine Idealbesetzung. Auch sonst tut sich einiges in Wiens traditionsreichstem Restaurant

    • Wiener Gasthaus Museum [35]

      TitelbildDie Wiener Küche ist reif fürs Museum: Im MAK hat sie ein prächtiges Platzerl gefunden

    • Italienisch im Ganzen [39]

      TitelbildAuch in seinem zweiten Restaurant spricht das Ehepaar Huth eine Sprache, die die Gäste verstehen - diesmal ist es Italienisch

    • Des Gockels neue Federn [5]

      TitelbildSeit 30 Jahren kocht man im Salut französisch - Jetzt wurde renoviert - Grund genug für eine Eloge auf Wiens einzige Bastion der Küchen Frankreichs

    • Die Yacht auf dem Dach [29]

      TitelbildMit Schwindel erregend gutem Service lockte das Do&Co seine Gäste - Jetzt sind Teak und sehr viel Leder dazugekommen

    • Ein Anker im Wodkastrom [7]

      TitelbildUnter der Anker-Uhr fand die russische Seele ein Plätzchen in Wien, im Stolichnyi

druckenweitersagen:
posten
»Posting 1 bis 25 von 63
1 2
feinschmecker
24.05.2009 19:34
alle guten dinge sind drei? eher nicht.

dreimal dort, dreimal schwerstens enttäuscht. anfangs erfreut über ein neues lokal wurde meine naive unvoreingenommenheit gleich vor den kopf gestossen. personal ist augenscheinlich blind, taub und wortkarg, wenn nicht gar unfreundlich. auf jeden fall ungehalten, wenn man nach einer dreiviertel stunde und einem fast leeren lokal sich dreistet nach seiner bestellung zu fragen. qualität des essens ist weit unterm durchschnitt, ich möchte nicht ins detail gehen. die karte ist mehr als verwirrend.

Andrea Nikowitz
07.03.2009 22:24
freiraum ist super!

also ich weiß nicht was alle gegen dieses lokal haben! das ist doch mal wirklich was neues und frisches! will österreich einfach immer an den verstaubten cafehäusern hängen bleiben?? Die Jugend von heute hat halt nicht mehr diesen Frühstück- Mittag und Abendessen Rhythmus...da kommt es eigentlich genau recht, dass es mal ein Lokal gibt, wo man egal zu welcher Tageszeit, egal was man will ordern kann!
Ich war schon einige Male in diesem Lokal und kann mich eigentlich überhaupt nicht beklagen...nettes Personal, kinderfreundlich, gutes Essen, einfach Platz bzw Freiraum für jedermann :-)

the academic cyber sense
20.12.2008 11:39

- das innerraumdesign ist katastrophal. nichts passt zueinander, mehrere holzarten wurden miteinander kombiniert die definitiv farblich nicht zueinander passen, dazu kitschige einzelstücke. jeder mcdonald schaut besser aus.

- die raumakustik ist zumindest dort wo ich gesessen bin schrecklich. man hört nur das dröhnen des lokales und muss sein vis a vis anschreien

- essen. pfui. avocados unreif. soße grauslich. burger: brot alt & trocken, salat fast ohne marinade.

- kellner: unerarfahren, höflich aber inkompetent.

das publikum war im schnitt höchstens anfang zwanzig. ist ok, da ist man noch nicht so anspruchsvoll.

ich gehe da sicher nimma hin. wie man bloss soviel geld ohne design- und küchenkonzept investieren kann...

Karl Smejkal
18.11.2008 11:16
Nach einigen Besuchen

Servierpersonal: schwer überfordert, aber lernfähig

Die "Aufpasser": An Intelligenzfreiheit nicht mehr zu überbieten. Vor allem der eine, der aussieht wie Mad.
Wenn die sich weiterhin so aufführen, werden die Gäste bald wieder ausbleiben

king pin
13.11.2008 10:13
zum frühstücken top.

kann ich getrost weiterempfehlen.
aber wer dort pak choi-gerichte oder us-burger bestellt, ist selber schuld. dafür gibt's nämlich andere spezialisten in wien.

dietmar zechner
07.11.2008 22:16
wenigstens...

...ist das restaurant nicht so laut wie die baustelle war.
bei der eröffnung war das essen gut. dann war die pizza langweilig und beim letzten besuch war das "brotdings" auch nicht mehr so gut wie bei der eröffnung.

na hoffentlich wirds erfolgreich (möchte nicht nocheinmal so eine mörder-baustelle)

kumite
26.10.2008 17:20

na endlich mal ein klarer verriss ohne rücksicht auf verluste. wünsche mir ohnehin mehr dramatik in dieser hinsicht, möchte von kakerlaken, lebensmittel- und salmonellenvergiftungen lesen (vielleicht dann gleich den impetus mit einer kritik der krankenhaus-küche ausnutzen?), von rachedurstigen köchen, die corti samt mischpoch aus dem fenster stürzen, von servierpersonal mit nervenzusammenbruch, von schreiduellen und fortpflanzungssekret auf pizzen.

the academic cyber sense
20.12.2008 11:40

die küche ist wirklich nicht gut.

Timagoras 
26.10.2008 14:33


wenn ich unter dem bild einer (übrigens fragwürdig ausehenden) pizza den text "Zumindest die Pizza ist sehr okay" vorfinde, lese ich gar nicht mehr weiter...

lellolo
09.11.2008 11:03

warum schaut die pizza fragwuerdig aus, fuer mich ist das vielversprechend...

Sergeant Cooper, NYPD
26.10.2008 19:05
Na Hauptsache Sie drücken Ihren Senf dazu. :-)

Araquin
25.10.2008 22:29
Wird nur mir fad?

Irgendwie schauen diese Tempel alle unheimlich ähnlich aus. Schön proper glattgebürstet.

Ich weiß nicht....ich war unlängst in Prag, und angesichts der teilweise noch sehr originellen handgestrickten und von mir aus unschicken Beisln in der Prager Neustadt packte mich die Nostalgie nach nicht perfekt durchgestylten locations in Wien. Die werden echt immer weniger.

Man kann ein Stadt auch bis zu Tode durchstylen, und wir sind, befürchte ich, gerade dabei.

weiter3
25.10.2008 13:14
Auf die Gefahr hinaus, kleinkariert zu wirken

Eierspeis heißt das, nix Rührei!

Rose Bud
31.10.2008 11:59
Da haben Sie leider unrecht...

Eierspeis' und Rührei sind nmlich durchaus zwei verschiedene Zubereitungsarten.

U-Bahn Steuer 
27.10.2008 11:54

also ich versteh das so, dass ein rührei vorge<rührt> wird bevor man's brät - wohingegen man eine eierspeis nur in der pfanne bearbeitet (zumindest bei mir daheim)

Owi l8 
27.10.2008 09:03

Beim Florian Holzer in der Kurierbeilage vom Samstag wird auch von den dortigen "Rührei"-Varianten berichtet. Anscheinend stehts so auf der Karte und wurde von den beiden Journalisten bequemheitshalber übernommen. Beim Nachzählen der Wodka-Sorten klaffen die Ergebnisse allerdings erstaunlich auseinander. Während Herr Corti auf genau 100 Sorten kommt, werden's bei Herrn Holzer nur wenig über 60. Ob die Zahlen den Angaben der Lokalbetreiber entnommen oder auf hartem Weg ermittelt wurden, bleibt ungelöst.

gib ma dei hand luise
27.10.2008 13:00

mit den restlichen 40 sorten dealt der barkeeper unter der budel...

Florian Holzer
27.10.2008 10:37

in der presseaussendung standen 100, ich bin beim abzählen nur auf etwas über 60 gekommen. rührei und eierspeise sind meiner ansicht nach nicht die ident gleichen dinge. abgesehen davon, dass das wort rührei ziemlich viel mehr über die speise aussagt als eierspeise. manchmal könnte der lustige, kleine anti-teutonen-reflex von uns österreichern vielleicht einmal einem gewissen pragmatismus weichen, finde ich.

Owi l8 
27.10.2008 11:39

Abzählen mit gleichzeitiger Verkostung? Das wär der wirklich harte, ehrliche Weg!

Anti-Teutonen-Reflex: Der setzt bei mir voll ein, wenn hierzulande wer das Wort "Schweinebraten" verwendet.

caranx
31.10.2008 18:29
Wie heisst der Schweinebraten dann?

"Schweinebraten" ist selbst in Südteutonien speisekartentauglich, wenn auch leicht verschieden ausgesprochen.
Und die wissen von was sie reden- da ist der Schweinebraten kein "Schopf" am Rande der Geniessbarkeit.

ubu roi
27.10.2008 13:47

was können denn die teutonen dafür?

Owi l8 
27.10.2008 16:22

Das von Herrn Holzer mit "Anti-Teutonen-Reflex" beschriebene Verhaltensmuster tritt dann ein, wenn ein glernter Österreicher sich eines teutonischen Ausdrucks bedient. Insofern ist die Antwort auf Ihre Frage: Nix. Und wenn, dann nur indirekt.

Peter Eisendraht
27.10.2008 10:59
finde ich nicht

Unter dem Pflaster
25.10.2008 22:24

Der gute Severin hat sich halt zu viel deutsche Kinderserien oder in Berlin synchronisierte Serien im Fernsehen angeschaut, das prägt...

living reef
25.10.2008 11:17
2800 euro für 50cl rum = dekadenz zum quadrat!

in einer zeit wo hunderttausende menschen nicht wissen, wie sie wegen mcjobs, und unfreiwilliger teilzeitarbeit, finanziell den nächsten monat überstehen können.

posten
»Posting 1 bis 25 von 63

Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.