Zeit für das Gute

25. Oktober 2008, 17:00
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Ob Harrison Ford, Elton John oder Leonardo di Caprio: Sie haben sich alle mit Uhrenfirmen zusammengetan, um für gemeinnützige Zwecke zu werben

Dabei sind interessante Uhren entstanden

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Über mangelnde Erfolge kann sich die Uhrenindustrie nicht beklagen. Und das nun schon seit vielen Jahren. Wie lange dieser beneidenswerte Zustand angesichts globaler Finanzverwerfungen noch anhält, steht auf einem anderen Blatt. Angesichts blendender Zahlen haben einige Uhrenhersteller teilweise schon vor Jahren ihr Gutmenschenherz entdeckt und widmen sich unterschiedlichen gemeinnützigen Zwecken. Wenn prominente Partner mit von der Partie sind, kommt das Engagement bei den potenziellen Kunden natürlich noch viel besser rüber.

Hamilton, ein Mitglied der Swatch-Group, hat sich mit Harrison Ford zusammengetan. Der sitzt schon seit gut 17 Jahren im Vorstand von "Conservation International", einer gemeinnützigen Organisation, welche sich dem Schutz des Lebens verschrieben hat. Diese Vereinigung ist davon überzeugt, dass menschliche Lebensgemeinschaften nur funktionieren, wenn sie sich im Einklang mit der Natur befinden. Hamilton unterstützt das Projekt mit der "Khaki Conservation", einer Armbanduhr mit Automatikwerk sowie Indikation der Zeitzonen von Kolumbien, Mexiko, Surinam, Brasilien, Südafrika, Madagaskar, China, den Philippinen und Indonesien.

"Conservation International"

Der amerikanische Schauspieler war ins Design der Armbanduhr eingebunden. Der Sichtboden trägt die Unterschrift von Harrison Ford und das "Conservation International"-Logo. Vom Verkauf jeder dieser Uhren geht ein nicht näher spezifizierter Betrag an die Stiftung.

Chopard ist nicht nur José Carreras und seiner Leukämie-Stiftung eng verbunden, sondern auch Sir Elton John, der sich seit Jahren dem Kampf gegen Aids verschrieben hat. Hierfür hat der Sänger schon 1993 die Elton John AIDS Stiftung (EJAF) ins Leben gerufen. Diese konnte seit ihrer Gründung mehr als 100 Millionen US-Dollar weltweit verteilen. 2008 ließen Chopard und Elton John ihren Designvorstellungen freien Lauf. Gemeinsam entstand eine bemerkenswerte, natürlich streng limitierte Uhrenkollektion, welche in den Chopard-Boutiquen rund um den Globus erhältlich ist. Von jedem verkauften Exemplar der verschiedenen Elton-John-Chronografen mit Quarzwerk, frischem Design und rückwärtiger Signatur des Künstlers fließen zehn Prozent an die EJAF.

Bei IWC geht nach dem Portugieser Chronografen und dem Automatik-Fliegerchrono nun der neue Da-Vinci-Chronograf an den Start. Mit seinem Zifferblatt in Blau ist er ein weltweiter Hoffnungsträger für Kinder, die ohne Hilfe keine oder kaum Chancen zu Überleben hätten. 1000 Exemplare dieses sportlichen Charity-Stoppers sind insgesamt zu haben. Am Erlös partizipiert die 1999 von der IWC-Mutter Richemont und DaimlerChrysler (heute Daimler) gegründete Laureus Sport for Good Foundation. Diese verwendet die Kraft des Sports darauf, um benachteiligten Kindern eine bessere Zukunft zu geben. Eine gravierte Zeichnung im Gehäuseboden, Resultat eines internationalen Malwettbewerbs unter Kindern, weist diskret auf die karitative Seite dieser IWC hin.

"Big Bang Smiling Children"

Hublot ging eine Partnerschaft mit Yann Borgstedt, dem Gründer von "Smiling Children" ein. Die in der Schweiz und England beheimatete Nonprofit-Stiftung-Organisation wurde 2005 ins Leben gerufen, um u. a. jungen Mädchen in Ländern wie Marokko, Afghanistan oder auf der West Bank zu einer Ausbildung zu verhelfen oder um die lokalen Beschäftigungsmöglichkeiten zu fördern. Zur Unterstützung dieses Projekts offeriert Hublot die "Big Bang Smiling Children" mit 38 mm großem Stahlgehäuse und Quarzwerk. Die Edition beschränkt sich auf 999 Stück und wendet sich aufgrund ihrer Optik vor allem an Frauen.

Zeitgenossen, die zusammen mit Jaeger-LeCoultre und Leonardo DiCaprio das neue "Time To Care"-Programm unterstützen möchten, müssen weit reisen. Ganz genau an die amerikanische Westküste. In den neuen Jaeger-LeCoultre-Boutiquen in Bocca Raton und Beverly Hills sind im Spätherbst 2008 zwei außergewöhnliche Armbanduhren zu haben: die erste jemals ausgelieferte "Master Compressor Extreme Lab" und das brandneue "Reverso Gyrotourbillon 2". Erstere kostet circa 300.000, Letztgenannte etwa 400.000 US-Dollar. Der stattliche Gesamtbetrag fließt vollständig der Leonardo-DiCaprio-Stiftung innerhalb der California Community Foundation (CCF) zur Förderung von Umweltprojekten zu. Wer in diesem Sinne die Atmosphäre nicht durch die beträchtlichen Abgase eines Fernflugs vergiften möchte, kann seine Order selbstverständlich auch telefonisch abgeben. Das Verständnis der kalifornischen Boutiquen-Chefs wird ihm oder ihr sicher sein. (Gisbert L. Brunner/Der Standard/rondo/24/10/2008)

 

Ein Teil des Erlöses dieser Uhren geht an gemeinnützige Organisationen: Chopard unterstützt die Elton Johns Aids Stiftung, Hublot die "Smiling Children". Die Natur unterstützen Jaeger-LeCoultre-Käufer.

  • Khaki Conversation von Hamilton
    foto: hersteller

    Khaki Conversation von Hamilton

  • Master Compressor Extreme Lab von Jaeger LeCoultre
    foto: hersteller

    Master Compressor Extreme Lab von Jaeger LeCoultre

  • Elton-John-Chronograf von Chopard
    foto: hersteller

    Elton-John-Chronograf von Chopard

  • Big Bang Smiling Children von Hublot
    foto: hersteller

    Big Bang Smiling Children von Hublot

  • Da-Vinci-Chronograf von IWC
    foto: hersteller

    Da-Vinci-Chronograf von IWC

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