Abgesagtes Festival kostet circa 385.000 Euro - Stadt Wien fördert in der Höhe von 40.000 Euro
Wien - Der Trägerverein der Diagonale, das Forum
österreichischer Film, erhält ab sofort für die Weiterführung der
Struktur und Vorbereitung des Festivals 2005 finanzielle
Unterstützung durch den Bund. Das ist das Ergebnis von Gesprächen
zwischen Kunststaatssekretär Franz Morak (V) mit Vertretern der
Filmszene, teilt der Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden
in einer Aussendung mit.
Morak begrüßt Ausschreibung der Diagonale-Intendanz
Morak begrüße, dass die Diagonale-Intendanz vom Trägerverein Forum
österreichischer Film ausgeschrieben wird und von dem von der
Filmbranche besetzten, unabhängigen Diagonale-Beirat für drei Jahre
bestellt wird. Für die heurige Ausgabe des Festivals bleibt der
Kunststaatssekretär indes bei seiner Subventions-Absage. Dafür hat
Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) eine Unterstützung
des heurigen Festivals in Höhe von 40.000 Euro zugesagt.
Bundessubventionen für 2005 noch nicht festgelegt
Die Höhe der Subventionen durch den Bund stehen laut
Diagonale-Koordinator Alexander Dumreicher-Ivanceanu derzeit noch
nicht fest, er rechne aber mit Geldern in der Höhe der vergangenen
Jahre. "Damit ist die Zukunft des Festivals auch von Bundesseite her
abgesichert. Die Diagonale hat sich hiermit endgültig als unabhängige
Plattform des österreichischen Films behauptet", so
Dumreicher-Ivanceanu.
Abgesagtes Festival kostet ca 385.000 Euro
Auf rund 385.000 Euro dürften sich nach Angaben von Franz Moraks
Sprecherin Katharina Stourzh die Anlaufkosten für die abgesagte
Diagonale unter der Leitung von Tillmann Fuchs und Miroljub Vuckovic
belaufen. 260.000 Euro seien noch für die Liquidation des Vereins
erforderlich, 125.000 Euro seien bereits im Herbst überwiesen worden.
Die definitive Abrechnung liege aber frühestens Anfang März vor, so
Stourzh weiter, da das Büro von Fuchs und
Vuckovic noch bis Ende Februar weiter laufe.
Wofür die bisher noch nicht verbrauchten, für das diesjährige
Festival vorgesehen gewesenen Subventionen verwendet werden, konnte
Stourzh nicht sagen: "Es wird in Projekte fließen."
Derzeit führt das Diagonale-Team Gespräche über eine weitere
Nutzung der Büroräume von Fuchs und Vuckovic, wie Alexander
Dumreicher-Ivanceanu bestätigte. (APA)