Infos zur Altersteilzeit

22. Juli 2004, 11:30
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AK-NÖ liefert Aufklärungshilfe

Die Pensionsreform 2003 hat auch Auswirkungen auf die Altersteilzeitregelung. So können Frauen seit heuer erst mit 50,5 Jahren und Männer mit 55,5 Jahren in Altersteilzeit gehen. Bis 2012 erhöht sich das Antrittsalter jährlich um weitere sechs Monate.

Sinn der Altersteilzeit ist es, älteren ArbeitnehmerInnen einen gleitenden Übergang in die Pension zu ermöglichen und Altersarbeitslosigkeit zu vermeiden. Die Arbeitszeit kann um 40, 50 oder 60 Prozent der Normalarbeitszeit herabgesetzt werden. Ein Lohnausgleich sorgt dafür, dass sich der Einkommensverlust in Grenzen hält. Auf Abfertigungsanspruch und spätere Pensionshöhe hat dieser Einkommensverlust jedoch keine Auswirkungen.

Seit heuer müssen Betriebe allerdings wieder eine Ersatzarbeitskraft, die vorher arbeitslos war, einstellen. Sonst erhalten sie nur einen Teil der zusätzlichen Kosten vom AMS ersetzt, bzw. ist die geblockte Variante nicht zulässig. Die AKNÖ befürchtet, dass dadurch für viele ArbeitnehmerInnen der Einstieg in die Altersteilzeit beträchtlich erschwert wird. AKNÖ-Arbeitsrechtsexperte Reinhold Wipfel verweist darauf, dass die Altersteilzeit "auch zum stillen Arbeitskräfteabbau genützt wurde". "Vor allem in Branchen, in denen Teilzeitarbeit unüblich ist, wird es für ältere Arbeitnehmer bedeutend schwerer werden, die Altersteilzeit in Anspruch zu nehmen", so Reinhold Wipfel.

AKNÖ-Präsident Josef Staudinger kritisiert die häufigen Änderungen der Bestimmungen "die es älteren Arbeitnehmern in ihrer Lebensplanung sehr schwer machen, deshalb ist kompakte Information so wichtig". Die Broschüre der AK Niederösterreich kann kostenlos unter der Gratistelefonnummer 0800 232323-1212 oder unter NÖ-AK angefordert werden kann. (red)

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